Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 13
Macht ist eine Mahlzeit, die wachsenden Appetit verursacht.
— Charles de Talleyrand
Menschen, die der Versuchung widerstehen, verschieben nur ihre Kapitulation auf morgen.
— Charles de Talleyrand
Die menschliche Dummheit besteht nicht darin, dass man keine Ideen hat, sondern dass man dumme Ideen hat
— Henry de Montherlant
Der Mensch kommt fast nie aus Vernunft zur Vernunft.
— Charles-Louis de Montesquieu
Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht, hört und weiß, die Farbe.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Was uns im Leben am meisten Not tut ist ein Mensch, der uns zu dem zwingt, was wir können.
— Ralph Waldo Emerson
Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, dann wäre sie heute noch nicht fertig.
— George Bernard Shaw
Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Für den Bau von Luftschlössern gibt es keine architektonischen Regeln.
— Gilbert Keith Chesterton
Man ist nie so sehr bei sich, als wenn man sich verliert.
— Robert Musil
Zwischen Entweder und Oder führt manches Sträßlein
— Joseph Victor von Scheffel
Ich höre mich gern reden - es ist so unterhaltend, sich zuzuhören.
— Klabund
Die Wahrheit ist unterwegs und nichts kann sie aufhalten.
— Emile Zola
Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben.
— Gottfried Keller
Die einfachsten Wahrheiten sind es gerade, auf die der Mensch immer am spätesten kommt.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.
— Jean Paul
Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.
— Arthur Schopenhauer
Die gefährlichste Klippe im Leben eines Künstlers ist die Heirat, besonders eine so genannte glückliche Heirat.
— Anselm Feuerbach
Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg
— Seneca
Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.
— Wilhelm Raabe
Wie viele Lichter verdanken bloß Ihrem Leuchter, dass man sie sieht.
— Christian Friedrich Hebbel
Im Herzen eines Menschen ruht der Anfang und das Ende aller Dinge
— Leo Tolstoi
Auf unserer Erdenwelt hängt oft alles von den Äußerlichkeiten ab, mit denen man sich in Szene setzt.
— Alfred de Musset
Ein einz'ger Augenblick kann alles umgestalten.
— Karl Maria von Weber
Obwohl jeder das Schicksal hat, einmal zu sterben, lege deinen Kopf nicht in den Rachen des Löwen.
— Saadi Moscharrefoddin
Mit dem Alter nimmt Urteilskraft zu und Genie ab.
— Immanuel Kant
Wovor ich mich am meisten fürchte, ist die Furcht.
— Michel de Montaigne
Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. "Gut" leben ist soviel wie "edel und gerecht".
— Platon
Wenn Kopf und Herz sich widersprach, tät doch das Herz zuletzt entscheiden. Der arme Kopf gibt immer nach; er ist der Klügere von beiden.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt,und einem solochen Gebrechen ist leider gar nicht abzuhelfen.
— Immanuel Kant
Es ist niemals zu spät, vernünftig und weise zu werden. Es ist aber jederzeit schwerer, wenn die Einsicht spät kommt, sie in Gang zu bringen.
— Immanuel Kant
Leben ist ja doch des Lebens höchstes Ziel.
— Franz Grillparzer
Man gibt Ratschläge, aber die Ausführung bringt man keinem bei.
— François de la Rochefoucauld
Mir kommt es immer vor, dass die Art- wie man die Ereignisse des Lebens nimmt - ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte als diese Ereignisse selbst.
— Wilhelm von Humboldt
Das Erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit.
— Samuel Johnson
Was uns gewöhnlich hindert, unsere Freunde auf den Grund unseres Herzens blicken zu lassen, ist nicht so sehr Misstrauen gegen sie als gegen uns.
— François de la Rochefoucauld
Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.
— Albrecht Dürer
Alle Narrheit erschöpfen - so gelangt man zum Boden der Weisheit
— Ludwig Börne
Das Leben ist die Kategorie der Möglichkeit. Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.
— Christian Friedrich Hebbel
Den inneren Frieden die nicht zu stören, in andrer Achtung stets zu steigen, habe den Mut, die Wahrheit zu hören, und die Klugheit, sie zu verschweigen.
— Heinrich Leuthold
Wenn du die Geschichte eines großen Verbrechers liest, so danke immer, ehe du ihn verdammst, dem gütigen Himmel, der dich mit deinem ehrlichen Gesicht nicht an den Anfang einer solchen Reihe von Um …
— Georg Christoph Lichtenberg
Ist wirklich die Welt so schadenfroh, wie du sie schilderst in scharfen Zügen, was ärgerst du über die Menschen dich so und machst ihnen dadurch soviel Vergnügen?
— Heinrich Leuthold
Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören
— Jean Paul
Die meisten Menschen, die früh alt werden, sind es immer gewesen. Es gibt greisenhafte Kinder, wie es Kinderseelen bei alten Menschen gibt.
— Carl Ludwig Schleich
Was uns beim Sterben weh tut, ist das Leben
— Jean Anouilh
Alles, was wir mit Wärme und Enthusiasmus ergreifen, ist eine Art der Liebe.
— Wilhelm von Humboldt
Was ist im Leben am schwersten zu erreichen? - Dass man sich selber hinter die Schliche kommt!
— Wilhelm Busch
Reißt den Menschen aus seinen Verhältnissen, und was er dann ist, nur das ist er.
— Johann Gottfried Seume
Wir wissen von unsrer Seele wenig und sind sie selbst.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die meisten Dinge, die uns Vergnügen bereiten, sind unvernünftige Dinge.
— Charles-Louis de Montesquieu
Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.
— Otto von Leixner
Man ist in dem Maße jung, als man empfänglich bleibt für die Freuden der Jugend.
— Carl Ludwig Schleich
Der Mensch ist das Raubtier mit den Händen.
— Oswald Spengler
Wenn ich einen Nagel einschlage, nur um etwas anzuheften, so denke ich immer: Was wird geschehen, ehe ich ihn wieder herausziehe?
— Georg Christoph Lichtenberg
Recht häuft sich nicht, wohl aber Unrecht.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Das Leben, das uns gegeben ist, ist uns nicht als etwas Fertiges gegeben, sondern wir müssen es gestalten, und zwar jeder sein eigenes.
— José Ortega y Gasset
Würden sich die Menschen um das Vergessen nur halb soviel bemühen wie um das Erinnern, wäre die Welt schon längst ein friedliches Paradies.
— Jean Anouilh
Begeisterung ist ein Feuer, das die Innenwelt in Fluss erhält. Aber Vernunft muss ihr die Gussform richten, in die sich das geschmolzene Metall ergießt.
— Otto von Leixner
Alles Irdische ist vergänglich.
— Joseph Victor von Scheffel
Die Phantasie ist die schönste Tochter der Wahrheit, nur etwas lebhafter als die Mama.
— Carl Spitteler