Sprüche über das Leben
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Niemand ist beklagenswerter als jener Mensch, dem nichts so sehr zur Gewohnheit geworden ist, wie die Unentschlossenheit.
— William James
Wir müssen heute nach den Wahrheiten leben, die uns zur Verfügung stehen, dabei aber immer bereits sein, sie morgen Irrtümer zu nennen.
— William James
Wo immer es exzessiven Reichtum gibt, herrscht im Gegenzug auch exzessive Armut.
— Walter Savage Landor
Eines wird dem Fortschritt immer bleiben: Was er nicht übertreffen kann, zu übertreiben.
— Franz Grillparzer
Der Mensch kommt nur dazu, etwas Eigenes aufzustellen, wenn er sich überzeugt, dass das Vorhandene ihm nicht genügt hat.
— Achim von Arnim
Güte ist das Feingefühl roher Seelen.
— Fernando Pessoa
Die Menschen und die Pyramiden Sind nicht gemacht, um auf dem Kopf zu stehn.
— Gottlieb Konrad Pfeffel
Erfahren muß man stets, Erfahrung wird nie enden, und endlich fehlt die Zeit, Erfahrenes anzuwenden.
— Friedrich Rückert
Geh, wo du gehen kannst, die goldne Mittelstraße, und miß der Dinge Wert mit ihrem rechten Maße.
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Frohsinn und Zufriedenheit sind große Verschönerer und berühmte Pfleger von jugendlichem Aussehen.
— Charles John Huffam Dickens
Die ganze Weisheit junger Toren ist keinen Tag Erfahrung wert.
— Gottlieb Konrad Pfeffel
Übertriebene Bescheidenheit ist auch Eitelkeit.
— August von Kotzebue
Jeder trägt in sich das Urbild der Schönheit, deren Abbild er in der großen Welt sucht.
— Blaise Pascal
Abenteuer: Eine von der richtigen Seite betrachtete Strapaze.
— Gilbert Keith Chesterton
Fremder Gleichmut ist eines der besten Mittel gegen die Fieber des Lebens.
— Paul Keller
Entwicklung ist der Zweck des Lebens, das Leben selbst ist Entwicklung, also ist das Leben selbst Zweck.
— Georg Büchner
Der Mensch ist nicht zur Ruhe bestimmt.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Halbheiten sind mir zuwider. Ich brauche das Ganze. Zwar kann ich es nicht, aber ich will es erobern.
— Paul Gauguin
Aus den Leidenschaften werden Meinungen, die Trägheit des Geistes läßt diese zu Überzeugungen erstarren.
— Friedrich Nietzsche
Das Leben besteht aus kleinen Handlungen und die Tugend aus kleinen Siegen.
— Katharina von Siena
Eine Mutter hat immer recht! Sie hat zuviel gelitten und geliebt, als dass es anders sein könnte...
— Hermann Sudermann
Die Schnellentschlossenen straucheln leicht.
— Sophokles
Als ich noch sehr jung war und darauf brannte, anderswo zu sein, versicherten mir reifere Menschen, die Reife würde dieses Laster heilen.
— John Steinbeck
Kein Ding schwächt die Vernunft mehr als Unlauterkeit.
— Albrecht Dürer
Wir haben weder die Kraft noch nie Gelegenheit, all das Gute und Böse zu tun, das wir planen.
— Marquis de Vauvenargues
Ich bin Grenzgänger und begebe mich in Grenzsituationen, um meine Ängste, Zweifel und Hochgefühle zu erfahren.
— Reinhold Messner
Von nichts nimmt man so lange Abschied wie von seiner Jugend; sie ist längst fort - und noch immer nimmt man Abschied von ihr.
— Emanuel Wertheimer
Nichts ist, das Dich bewegt. Du selber bist das Rad, das aus sich selbst läuft und keine Ruhe hat.
— Angelus Silesius
Wie schnell wird die Ewigkeit alles bedecken, und wie viel hat sie schon bedeckt!
— Mark Aurel
Wir kennen uns eher aus in den Geheimkammern des Kaisers von China als in unserem eigenen Herzen.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Was im weinenden Auge mir oft die Tränen zurückhält, ist ein spielendes Kind oder ein Vogel im Flug
— Justinus Andreas Christian Kerner
Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls.
— Filippo Pananti
Die Empfänglichkeit für Kultur wird künftig den Ausschlag geben, und nicht die Gewalt
— Jakob Bosshart
Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist alles andere als eine Kleinigkeit
— Sir Frederick Henry Royce
Traumtänzer mögen zwar ihren Traum tanzen, aber sie tanzen sich nur selten ins Zentrum der realen Erfüllung ihrer Wünsche
— Christa Schyboll
Der Mensch flieht vor der Zeit, die Zeit vor dem Menschen.
— Edward Young
Das Volk gehört nicht zu jenen Geliebten, welche an Schönheit gewinnen, wenn man sie im Negligé sieht.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Das Wesen eines Volkes ist wie das Wesen einer einzelnen Person: Sein Charakter ist sein Schicksal.
— Jakob Wassermann
Leben heisst lachen mit blutenden Wunden.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Den besten Gebrauch von seinem Leben macht derjenige, der es einer Sache widmet, die ihn überdauert.
— William James
Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.
— Jean Paul
Wer recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.
— Aristoteles
Wo sind die Tränen von gestern Abend? Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr?
— Bertolt Brecht
Ja, ich bin ein Träumer ... denn nur Träumer finden ihren Weg durchs Mondlicht und erleben die Morgendämmerung bevor die Nacht erwacht.
— Oscar Wilde
Im Kampf zwischen dir und der Welt, stelle dich immer auf die Seite der Welt.
— Franz Kafka
Nenne den größten aller Erfinder: Es ist der Zufall.
— Mark Twain
Das Leben ist seiner innersten Beschaffenheit nach ein Drama, denn es besteht aus einem leidenschaftlichen Kampf mit den Dingen und überdies mit unserer Anlage, dem Kampf, durch den wir in Wirklichkei …
— José Ortega y Gasset
Wir alle sind nur soweit Menschen geworden, als wir Menschen liebten oder Gelegenheit zu lieben hatten.
— Boris Pasternak
Immer auf dem Sprung stehen, das nenne ich Leben. Von Sicherheit eingewiegt werden bedeutet sicheren Tod.
— Oscar Wilde
Gleichgültigkeit ist die mildeste Form der Intoleranz.
— Karl Theodor Jaspers
Der Mensch muss das Gute und Große wollen, das Übrige hängt vom Schicksal ab.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Es sei gleich morgen oder heut, Sterben müssen alle Leut'
— Abraham a Sancta Clara
Der Feige stirbt schon viele male vor seinem Tode.
— William Shakespeare
Der Intellekt ist bei den allermeisten eine schwerfällige, finstere und knarrende Maschine, welche übel in Gang zu bringen ist.
— Friedrich Nietzsche
Das Leben ist eine Quarantäne für das Paradies.
— Karl Julius Weber
Wir kümmern uns nicht, dass wir nicht da gewesen sind, ehe wir geboren wurden. Warum uns kümmern, nicht mehr da zu sein, wenn wir gestorben sind?
— Karl Julius Weber
Jeder Irrtum hat drei Stufen: Auf der ersten wird er ins Leben gerufen, auf der zweiten will man ihn nicht eingestehen, auf der dritten macht nichts ihn ungeschehen.
— Franz Grillparzer
Ein graues Haar steckt all die andern an!
— Rupert Johann Hammerling
Einmal stirbst du, und dann ist alles Fragen zu Ende. Und wenn du stirbst, wirst du entweder alles erfahren, oder du wirst nicht mehr die Möglichkeit haben, zu fragen.
— Leo Tolstoi
Der junge Mann kennt die Regeln. Aber der erfahrene Mann kennt die Ausnahmen.
— Oliver Wendell Holmes