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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 54

  1. Man besitzt nur die Seele, die sich uns gab, nicht die, die man sich nahm.

    Walter Calé

  2. Am Ende erlebt man nur viel, um viel vergessen zu können.

    Walter Calé

  3. Niemand ist vollkommen frei, da man auch ein Sklave seiner Unabhängigkeit ist.

    Alfred Capus

  4. Wo wäre das Verdienst, wenn die Helden niemals Angst hätten?

    Alphonse Daudet

  5. Die Menschen werden alt, aber selten reif

    Alphonse Daudet

  6. Die in der Sehnsucht warten, wachsen zu Riesen

    Max Dauthendey

  7. Wir sind doch alle in den weiten Lebensräumen Zaungäste nur bei Wünschen und bei Träumen.

    Max Dauthendey

  8. Die Wirklichkeit ist nie so quälerisch als die Gedankenwelt.

    Max Dauthendey

  9. Jeder Mensch baut sich durch seine Lebensweise seine Todesweise auf.

    Max Dauthendey

  10. Sehnsucht haben heisst so heisses Blut kriegen, daaa alles ringsum verdorrt.

    Max Dauthendey

  11. Es ist eine Tatsache, dass die Menschen auf manche Auslöser ganz unterschiedlich reagieren.

    William Morris Davis

  12. Dem wahrhaft Neugierigen erschließt sich alles, was das Leben zu bieten hat.

    William Morris Davis

  13. Gut vertragen sich miteinander ein stumpfer Geist und eine spitze Zunge.

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  14. Eine abgeklärte Seele bringt unserm Geschlechte mehr Segen als ein ganzes Dutzend aufgeklärter Köpfe.

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  15. Auf die hohe Kunst des Schweigens verstehen sich am schlechtesten nichtssagende Naturen

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  16. Nächst dem Hunger ist die Eitelkeit die stärkste Triebkraft.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)

  17. Was wir nicht zu erkennen vermögen, ist uns zu wissen nicht notwendig.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)

  18. Furcht vor Gefahr ist zehntausendmal beängstigender als die Gefahr selbst.

    Daniel Defoe

  19. Je sinnlicher wir leben, desto leichter geht der ganze Stoffwechsel vor sich, desto heiterer wird der Geist, desto gesünder der Körper.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  20. Was wir an Schönheit und Kühnheit durchs Leben verlieren, gewinnen wir an Weisheit und Freiheit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  21. Einige Wochen selbstbeschaulicher Muße lassen dich begreifen, wie leicht man sich die Augen für sein Eigenstes monate- und jahrelang durch fremde Brillen verdirbt.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  22. Wir alle lassen uns durch die Gewöhnung viel lieber, weit bequemer, überzeugen als durch das ursprüngliche Gefühl.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  23. Zwei Dinge gibt es, die uns die Erfahrung lehren sollte: dass man erstens eine Menge verbessern muss, aber zweitens nicht zu viel verbessern darf.

    Ferdinand Victor Eugene Delacroix

  24. Das Talent liebt Schwierigkeiten, aber solche, die es sich selber wählt.

    Ferdinand Victor Eugene Delacroix

  25. Ich glaube, es gibt niemanden, der die Enttäuschung oder vielmehr die Verzweiflung des reiferen und des hohen Alters jemals beschrieben hätte.

    Ferdinand Victor Eugene Delacroix

  26. Bücher sind für viele Leute nur Möbel aus Papier

    George Prentice Denison

  27. Ein jeder hat Luftschlösser und der Arme zumeist

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  28. Ich habe einen Horror vor dem Tod. Die Toten sind so schnell vergessen. Aber nach meinem Tod muss man sich einfach an mich erinnern.

    Emily Elizabeth Dickinson

  29. Wir wissen nicht, wie groß wir sind, bis sie uns zum Aufstehen zwingen. Und wenn wir es dann wirklich tun, wird unser Kopf durch die Wolken dringen.

    Emily Elizabeth Dickinson

  30. Sterben ist eine wilde Nacht und ein neuer Weg.

    Emily Elizabeth Dickinson

  31. Das Alter kommt plötzlich und nicht nach und nach, wie man immer sagt.

    Emily Elizabeth Dickinson

  32. Ist deine letzte innerste Wahrheit, die du gefunden hast, auch eins mit deinem Handeln?

    Eugen Diederichs

  33. Eigentlich jung kann man nur im Alter sein

    Eugen Diederichs

  34. Nicht auf das Orientiertsein kommt es an, nicht auf das Reden, sondern auf die Leistungen: die Tat.

    Eugen Diederichs

  35. Je freier die Institution des Volkes, desto strenger muss die Erziehung sein. Das ist einer meiner fundamentalsten Erziehungsgrundsätze.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  36. Das Leben wirft bald tiefe Schatten über unsere Seele, bald teilt es ihr Licht und Freude mit.

    Wilhelm Dilthey

  37. Das Leben verlangt gebieterisch eine Leitung durch den Gedanken.

    Wilhelm Dilthey

  38. Wenn der Magen Geige spielt, fängt das Gehirn einen bösen Tanz an.

    Polybios Dimitrakopoulos