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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 22

  1. Oft nennt man Güte, was nur ein Mangel an Geistesgegenwart ist.

    Carmen Sylva

  2. Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen

    Blaise Pascal

  3. Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheit sagen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  4. Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist.

    Augustinus

  5. Runzeln sind die Schützengräben der Haut

    Kurt Tucholsky

  6. Die Welt ist nicht schlimmer und nicht besser, als sie vor tausend Jahren war und nach tausend Jahren sein wird.

    August von Kotzebue

  7. Die meisten Menschen besitzen wie Pflanzen verborgene Eigenschaften, die der Zufall entdeckt.

    François de la Rochefoucauld

  8. Auch der allzu große Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse fördern.

    Johann Peter Hebel

  9. Zweifeln ist Suchen, nicht Ratlosigkeit.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  10. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Heuchelei.

    Ernst Hohenemser

  11. Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.

    Pythagoras

  12. Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen.

    Christian Friedrich Hebbel

  13. Schönheit ist der Sinn der Welt. Schönheit genießen heißt: die Welt verstehen

    Otto Julius Bierbaum

  14. Für sich selbst ist jeder unsterblich; er mag wissen, dass er sterben muss, aber er kann nie wissen, dass er tot ist

    Samuel Butler

  15. Wie mutig man ist, weiß man immer erst nachher

    Ludwig Marcuse

  16. Die Sprache ist ein Gewölke, an dem jede Phantasie ein anderes Gebilde erblickt

    Jean Paul

  17. Der Wunsch ist ein Wille, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt.

    Robert Musil

  18. Dem Verschwender fehlt viel, dem Geizigen alles.

    Publius Syrus

  19. Unterhaltung besteht meistens nicht darin, dass man selbst etwas Gescheites sagt, sondern dass man etwas Dummes anhören muss.

    Wilhelm Busch

  20. Worte sind das schlechteste Mittel, Schönheiten, die das Auge genossen hat, lebhaft wieder erstehen zu lassen.

    Otto Julius Bierbaum

  21. Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da. Leb' also heute!

    Pythagoras

  22. Für die Menschen gibt es nichts Überzeugenderes als die Erfolge, willig beugen sie sich dem Glücke und dem Ruhm.

    Leopold von Ranke

  23. Es gibt Dinge, die jeder leicht haben kann, er muß sich nur danach bücken

    Adalbert Stifter

  24. Wenn du mit Sieg und Niederlage gleichermaßen fertig wirst, dann bist du ein richtiger Mensch

    Rudyard Kipling

  25. Der Irrtum ist recht gut, solange wir jung sind, man muß ihn nur nicht mit ins Alter schleppen

    Johann Wolfgang von Goethe

  26. Jede höhere Stufe, welche der Mensch betritt, erfordert eine andere Lebensordnung

    Christoph Martin Wieland

  27. Das Wichtigste im Verkehr mit Menschen: ihnen ihre Ausreden wegräumen.

    Arthur Schnitzler

  28. Alles, was menschlich ist, muß rückwärts gehen, wenn es nicht vorwärts geht.

    Edward Gibbon

  29. Jedes Schreckbild verschwindet, wenn man es fest ins Auge faßt.

    Johann Gottlieb Fichte

  30. Die Jugend ist die Poesie des Lebens.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  31. Jedermann ist zu bedauern, der gerade genug Verstand hat, seine Mängel wahrzunehmen.

    William Hazlitt

  32. Die Alten sind die einzigen Alten, die nie alt werden.

    Karl Julius Weber

  33. Freiheit ist ein Gut, dessen Anwesenheit weniger Vergnügen bringt als seine Abwesenheit Schmerzen.

    Jean Paul

  34. Niemals bin ich weniger müßig als in meinen Mußestunden und niemals weniger einsam als wenn ich alleine bin.

    Marcus Tullius Cicero

  35. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  36. Ordnung führt zu allen Tugenden. Was aber führt zur Ordnung?

    Georg Christoph Lichtenberg

  37. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  38. Jedes Ding wird mit mehr Genuss erjagt als genossen.

    William Shakespeare

  39. Je jünger, einfacher und frömmer die Völker, desto mehr Tierliebe.

    Jean Paul

  40. Wer ohne Murren sich dem Schicksal unterwirft, ist bei uns weise.

    Euripides

  41. Der Hass ist ein fruchtbares, der Neid ein steriles Laster.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  42. Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder.

    Epikur

  43. Was mit Gewalt gewonnen wird, hat keine Dauer

    Oliver Cromwell

  44. Kalte Umschläge sind besser als warme Ratschläge.

    Peter Rosegger

  45. Der Aufschub ist der Dieb der Zeit.

    William Butler Yeats

  46. Es gibt keine Seele, die nicht ihr Wattenmeer hätte, in dem zu Zeiten der Ebbe jedermann spazieren gehen kann.

    Christian Morgenstern

  47. Zwei Dinge können im Alter Talent und Lebensgenuß zur Not ersetzen: Ruf oder Reichtum.

    Marquis de Vauvenargues

  48. Das beste aller Hausmittel ist eine gute Hausfrau.

    Daphne du Maurier

  49. Reinlichkeit kommt gleich nach der Gottseligkeit, aber es gibt Leute, die auch die Gottseligkeit unausstehlich machen.

    Charles John Huffam Dickens

  50. Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter.

    Marcel Proust

  51. Wenn man viel hineinzustecken hat, so hat ein Tag hundert Taschen.

    Friedrich Nietzsche

  52. Im Stein wird die Bewegung nicht früher geendet, bis er auf dem Boden liegt. Ebenso tun alle Geschöpfe: Sie suchen ihre natürliche Statt.

    Eckhart von Hochheim

  53. Mehr Dampf in einer Lokomotive erzeugen, als nötig ist für ihre höchste Bewegung, ist die Tat eines wahnsinnig gewordenen Maschinenführers. So ist der Mensch! Er rast dahin den Weg des Lebens und wird …

    Peter Altenberg

  54. Es gibt naive Menschen, die sich erkennen und ihre Naivität geschickt zu benutzen verstehen

    François de la Rochefoucauld

  55. Man kann nicht für seinen Mut einstehen, wenn man nie in Gefahr gewesen ist

    François de la Rochefoucauld

  56. Es liegt wenig daran, wie man geboren werde; aber es ist viel daran gelegen, wie man sterbe.

    Christina I. von Schweden

  57. Die Kunst zu leben hat mit der Fechtkunst mehr Ähnlichkeit als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein muss.

    Mark Aurel

  58. Man glaubt für gewöhnlich, es gebe keine Steigerungsform von tot. Diese gibt´s aber doch: ausgestorben

    Martin Kessel

  59. Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.

    Tacitus

  60. Wer längst Vergangenes in der Gegenwart aufsuchen möchte, setzt sich meist einer großen Enttäuschung aus.

    Wilhelm Busch