Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 21
Zuhause sein! Wie sich der ganze Wirrwarr der Gefühle verliert und ordnet, wenn man aus dem Fremden heimkehrt in seine eigenen vier Wände. Nur zuhause ist der Mensch ganz.
— Jean Paul
Es gibt bestimmte Fehler, welche - gut dargestellt - besser glänzen als Tugenden!
— François de la Rochefoucauld
Der faule Mensch ist egoistisch, auch mit gutem Herzen.
— Sully Prudhomme
Über seine Verhältnisse kann man nur leben, wenn man welche hat.
— Max Pallenberg
Furcht, Sehnsucht, Hoffnung drängen uns in die Zukunft.
— Michel de Montaigne
Vieles ist wert dafür zu leben. Nichts aber um dafür zu sterben.
— Else Pannek
Der heutige Mensch lacht über den Unverstand der Vorfahren und beginnt mit stolzem Selbstvertrauen eine Reihe von neuen Verwirrungen, über die dann wieder die Nachkommen lachen werden.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Der Idealismus wächst mit der Entfernung vom Problem
— John Galsworthy
Die Stärke eines Gefühls erkennt man an den Opfern, die man dafür zu bringen bereit ist.
— John Galsworthy
Betrachte den Traum wie das Gebet deiner dir selbst entflohenen Seele
— Carl Ludwig Schleich
Jede Stunde, die wir leben, ist eine Sterbestunde für irgendwen.
— Anton Wildgans
Das Leben der Gefühlvollen hat drei Epochen: Erwartung, Vergessen, Erinnerung.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Ein gutes Argument wirkt wundervoll - nur nicht auf den, der etwas hergeben soll.
— Bertolt Brecht
Jede Erinnerung ist gefärbt durch das jetzige So-Sein, also durch einen trügerischen Blickpunkt.
— Albert Einstein
Die Gewohnheit ist langlebiger als die Liebe und überwindet manchmal sogar die Verachtung.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wer zu geschäftig Gutes tut, hat nicht die Zeit, gut zu sein
— Rabindranath Tagore
Lebenskünstler leben nicht länger, aber mehr.
— Jean Anouilh
Wer zu lange ein Auge zugedrückt hat, wird erstaunt sein, wenn ihm beide plötzlich aufgehen.
— Sören Kierkegaard
Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen
— Francis Bacon
Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist, liest nur ein wenig davon.
— Jean Paul
Ein Brauch, zumal ein sinnlos gewordener, ist in der Regel mächtiger als ein Gesetz.
— John Steinbeck
Eine Seele ohne Phantasie ist wie eine Sternwarte ohne Teleskop.
— Henry Ward Beecher
Geläng es mir, des Weltalls Grund, somit auch meinen, auszusagen, so könnt´ ich auch zur selben Stund mich selbst auf meinen Armen tragen.
— Franz Grillparzer
Vernunft braucht manchmal eine Pause.
— Else Pannek
Luxus und schlechter Geschmack sind unzertrennlich. Überall, wo der Geschmack viel Aufwand erfordert, ist er falsch.
— Jean-Jacques Rousseau
Alle Dinge müssen; der Mensch allein ist das Wesen, welches will.
— Eckhart von Hochheim
Irgendeinen Gegenstand pflegt jeder Mensch zu haben, den er überschätzt und überschätzt sehen will.
— Adolph Freiherr von Knigge
Nie übertreiben! Es ist ein wichtiger Gegenstand unserer Aufmerksamkeit, nicht in Superlativen zu reden; teils um nicht der Wahrheit zu nahe zu treten, teils um nicht unseren Verstand herabzusetzen.
— Baltasar Gracián y Morales
Ich habe immer gedacht, dass man das Menschengeschlecht bessere, wenn man die Jugend bessert.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften.
— Ludwig Börne
Die Seele hat zwei Augen: das eine schaut auf die Zeit, das andere richtet sich in die Ewigkeit.
— Angelus Silesius
Was für ein Ende soll die Ausbeutung der Erde in all den künftigen Jahrhunderten noch finden? Bis wohin soll unsere Habgier noch vordringen?
— Plinius d. Ältere
Wie viele Fehler geschehen in der Welt, weil man ohne Überlegung zu Werke geht.
— Theresia von Avila
Für trügende Hoffnungen entschädigen oft trügende Erinnerungen.
— Peter Sirius
Wer still und unbeobachtet gelebt hat, der hat gut gelebt.
— Ovid
Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin, mit gerade soviel Dampf zu fahren, wie gerade da ist.
— Theodor Fontane
Nur Träumer finden ihren Weg durchs Mondlicht und erleben die Morgendämmerung, bevor die Welt erwacht.
— Oscar Wilde
Ein rollender Stein setzt kein Moos an
— Publius Syrus
Nüchtern sein und zweifeln, das ist der Kern der Weisheit.
— Epicharmos
Wer nichts im Leben liebt, weil er die Wahrheit des Lebens verschmäht, schüttet die Quelle seines Schaffens mit Sand zu.
— Stanislaw Brzozowski
In der Mitte wirst du am sichersten gehen
— Ovid
Rechtzeitige und vorsorgliche Angst ist die Mutter der Sicherheit
— Edmund Burke
Das Gewissen eines jeden Bürgers ist sein Gesetz.
— Thomas Hobbes
Wer aus Gründen handelt, handelt noch lange nicht vernünftig; denn Gründe sind oft unvernünftig.
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Sympathie ist der wichtigste Faktor jedes Schicksals. Sympathie ist Kraft.
— Prentice Mulford
Das Leben ist eine Schule. Wohl dem, der die Prüfung besteht.
Das Leben ist eine Brücke von Seufzern über einen Strom von Tränen.
— Philip James Bailey
Heute gibt es viele, die das Gute für schlecht, das Minderwertige hingegen für gut halten. Diese Leute helfen nicht, sie hindern vielmehr.
— Gottfried von Strassburg
Die Geschichte ist eine ewige Wiederholung.
— Thukydides
Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.
— Johan Peter Uz
Das Leben stirbt, sobald es verglichen wird. Das Leben lebt erst jenseits des Grabes.
— Edward Young
Niemand, der die Geschichte kennt, wird die Gefahren gering schätzen, die darin liegen, dass für Tagesruhm und Geld auch gewandte Redner jederzeit zu kaufen sind.
— Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke
Pläne sind die Träume der Verständigen.
— Ernst von Feuchtersleben
Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee
— Johann Wolfgang von Goethe
Niemand ist so beflissen, immer neue Eindrücke zu sammeln wie der, der die alten nicht zu verarbeiten versteht.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Auch wenn man nur zum Fenster hinaus schaut, sieht man die Welt.
— Wilhelm Raabe
Was wir ein Leben nennen, ist für den ganzen ewigen inneren Menschen nur ein einziger Gedanke, ein unteilbares Gefühl.
— Friedrich von Schlegel
O freilich, wenn Entschlüsse nur Wünsche sind, so ist der Mensch des Zufalls Spiel!
— Friedrich Schleiermacher
Jedes Sehen will gelernt und geübt sein. Man sieht bloß, was man unterscheidet, und man unterscheidet nur, wofür man sich einmal interessierte und was man mit Namen zu nennen weiß.
— Carl Spitteler
Vernunft verhält sich zum Verstande wie ein Kochbuch zu einer Pastete
— Ludwig Börne