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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 46

  1. Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen

    Theodor Körner

  2. Seien wir neu und erfinderisch von Grund aus. Dichten wir das Leben täglich um.

    Hugo Ball

  3. Ich lehne es ab, anzuerkennen, dass es Unmöglichkeiten gibt.

    Henry Ford

  4. Jede Bedrängnis ist nur ein Engpass zu einer Weite.

    Johannes Peter Müller

  5. Unsere Kultur ist wirklich fortgeschritten, wir fressen einander nicht, wir schlachten uns bloß.

    Georg Christoph Lichtenberg

  6. Eine Zierde zwar ist das Alter des Geschlechts, aber eigentlich doch nur eine Aufforderung, den Ahnen ähnlich zu werden.

    Ulrich von Hutten

  7. Ich verachte den Adel, welchem bloß das Glück der Geburt erteilt und der nicht durch persönliche Verdienste erworben und unterstützt ist.

    Ulrich von Hutten

  8. Eine große Landstraß' ist unsere Erd, wir Menschen sind Passagiere.

    Christian Johann Heinrich Heine

  9. Die Dummheit schützt vor Schande, gleich wie die Dreistigkeit vor Armut.

    Leonardo da Vinci

  10. Alles hängt vom Geschmack ab und von der Fähigkeit, die Dinge anzuordnen.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  11. Die einfältige Menge läßt sich ohne großes Überlegen vom Blendenden gefangennehmen.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  12. Auch das Tier liebt sein Junges. Eine Seelen- und nicht Blutsverwandtschaft kennt nur der Mensch.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  13. Gefragt, was auf Erden das Seltenste sei, antwortet einer: was allen gehört, der gemeine Verstand.

    Giacomo Leopardi

  14. Wehe, die Welt ist alt, und der Abend für die menschlichen Dinge ist gekommen; und wer jetzt geboren wird, erhält Vernunft und Bewegung zu spät.

    Giacomo Leopardi

  15. Nichts beweist mehr Mangel an Lebensweisheit und Vernunft, als das Verlangen, das ganze Leben solle immer weise und vernunftgemäß sein.

    Giacomo Leopardi

  16. Dass die Vernunft eine Feindin jeder Größe ist, ist eine Erkenntnis, die man nicht wichtig genug nehmen kann.

    Giacomo Leopardi

  17. Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.

    Hermann Löns

  18. Zukünftig wird es nicht mehr darauf ankommen, dass wir überall hinfahren können, sondern, ob es sich lohnt, dort anzukommen

    Hermann Löns

  19. Wie für unterschiedliche Jahreszeiten, so ziemt sich auch für unterschiedliche Lebensalter eine andere Handlungsweise.

    Titus Maccius Plautus

  20. Jedes Alter kann einen guten Gebrauch vom Leben machen, aber man kennt die Möglichkeiten nur, wenn man dieses Alter durchlebt hat.

    Sully Prudhomme

  21. Jede große Zeit erfasst den ganzen Menschen.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  22. Das Ideal ist nichts als die Wahrheit von weitem.

    Alphonse de Lamartine

  23. Leidenschaften sind die Pferde am Wagen des Lebens; aber wir fahren nur gut, wenn Fuhrmann Vernunft die Zügel lenkt.

    Karl Julius Weber

  24. Die Leidenschaft ist der Pöbel im Menschen, der einen Aufruhr gegen seine Vernunft herbeiführt.

    William Penn

  25. Der Weise mit Hoffnung erträgt die Qualen des Lebens.

    Euripides

  26. Vernunft ist Begabung, Dummheit Veranlagung.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  27. Man glaub gewöhnlich, es gibt keine Steigerungsform von tot. Diese gibt es aber doch: ausgestorben

    Martin Kessel

  28. Das Leben ist eine Krankheit, die tödlich endet

    Abraham Cowley

  29. Ein Grab ist doch immer die beste Befestigung wider die Stürme des Schicksals.

    Georg Christoph Lichtenberg

  30. Sobald eine Wahrheit aus mehr als fünf Zeilen besteht, nähert sie sich schon dem Roman

    Jules Renard

  31. Nichts existiert außer Atomen und leerem Raum. Alles andere ist nur Meinung.

    Demokrit

  32. Die Zukunft wird von der Gegenwart verfolgt

    Samuel Johnson

  33. Besser gute Einfälle als viele.

    John Galsworthy

  34. Um Wunder zu erleben, muss man an sie glauben

    Carl Ludwig

  35. Es wird sehr oft vergessen, dass es weit schwerer ist, zu erhalten und zu verwalten, als zu erobern.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  36. Nicht darin besteht die objektive Gerechtigkeit, dass der Gute, sondern dass das Gute gedeihe, nicht darin, dass der Böse, sondern dass das Böse scheitere.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  37. Wir sind das, was dann übrig bleibt, wenn das Vergängliche von uns genommen ist.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  38. Jede wahre Kraft, der entgegengewirkt wird, verstärkt sich.

    Johann Heinrich Jung-Stilling

  39. Wann die Ordnung zur Unordnung geworden ist, muss die Unordnung wohl oder übel Ordnung schaffen und das Gesetz wiederherstellen

    Romain Rolland

  40. Idole und Ideen sind wandelbar. Ideale allein sind unsterblich

    Ottokar Kernstock

  41. Ein fester Wille tut überall Wunder.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  42. Viel Obst ist ungesund; wir kauen alle dran, was eines Apfels Kost für Leid uns angetan.

    Friedrich von Logau

  43. Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen, nicht in den Zeiten der Meeresstille mit dem Sturm zu rechnen.

    Nicolaus Machiavelli

  44. Die Meinung ist die Königin der Welt, weil die Dummheit die Königin der Schwachköpfe ist

    Nicolas Chamfort

  45. Im bloßen Wünschen bleiben Narren untätig. Wo aber ein Wille ist, findet die Weisheit ihren Weg.

    George Crabbe

  46. Der Mensch ist frei wie der Vogel im Käfig; er kann sich innerhalb gewisser Grenzen bewegen.

    Johann Kaspar Lavater

  47. Was ist der Mensch? Jedenfalls nicht das, was er sich einbildet zu sein, nämlich die Krone der Schöpfung

    Wilhelm Raabe

  48. Es schadet niemals, sich für alle Lebensabschnitte ein Stück Jugend zu bewahren, und es ist immer besser, im Alter jugendfrisch zu sein, als greisenhaft in jungen Tagen.

    Wilhelm Riehl

  49. Begeisterung ist darum so schätzbar, weil sie der menschlichen Seele die Kraft einflößt, ihre schönsten Anstrengungen zu machen und fortzusetzen.

    Samuel Smiles

  50. Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat.

    Jean Paul

  51. Wer nach den fernsten Gipfeln seinen Wanderwillen richtet, dessen Taschen seien unbeschwert.

    Johann Georg Zimmermann

  52. Des Menschen Schuldbuch ist sein eigenes Gewissen, darin durchstrichen wird kein Blatt, noch ausgerissen

    Friedrich Rückert

  53. Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewußte gestaltet es.

    Marcus Tullius Cicero

  54. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  55. Ohne Fantasie hätte die Menschheit den Mut zum Weiterexistieren längst verloren.

    Christian Morgenstern

  56. Die Leuchte des Geistes ohne Wärme des Herzens wird oft zum Irrlicht.

    Peter Sirius

  57. Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  58. Der vornehmste Beruf ist der zum Menschen und eben darum auch der am häufigsten verfehlte.

    Peter Sirius

  59. Zu den Blitzen des Genies machen die Talente den Donner

    Peter Sirius

  60. Man kann sich das Leben auch durch zu großen Ernst verscherzen

    Peter Sirius