Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 46
Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen
— Theodor Körner
Seien wir neu und erfinderisch von Grund aus. Dichten wir das Leben täglich um.
— Hugo Ball
Ich lehne es ab, anzuerkennen, dass es Unmöglichkeiten gibt.
— Henry Ford
Jede Bedrängnis ist nur ein Engpass zu einer Weite.
— Johannes Peter Müller
Unsere Kultur ist wirklich fortgeschritten, wir fressen einander nicht, wir schlachten uns bloß.
— Georg Christoph Lichtenberg
Eine Zierde zwar ist das Alter des Geschlechts, aber eigentlich doch nur eine Aufforderung, den Ahnen ähnlich zu werden.
— Ulrich von Hutten
Ich verachte den Adel, welchem bloß das Glück der Geburt erteilt und der nicht durch persönliche Verdienste erworben und unterstützt ist.
— Ulrich von Hutten
Eine große Landstraß' ist unsere Erd, wir Menschen sind Passagiere.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die Dummheit schützt vor Schande, gleich wie die Dreistigkeit vor Armut.
— Leonardo da Vinci
Alles hängt vom Geschmack ab und von der Fähigkeit, die Dinge anzuordnen.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Die einfältige Menge läßt sich ohne großes Überlegen vom Blendenden gefangennehmen.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Auch das Tier liebt sein Junges. Eine Seelen- und nicht Blutsverwandtschaft kennt nur der Mensch.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Gefragt, was auf Erden das Seltenste sei, antwortet einer: was allen gehört, der gemeine Verstand.
— Giacomo Leopardi
Wehe, die Welt ist alt, und der Abend für die menschlichen Dinge ist gekommen; und wer jetzt geboren wird, erhält Vernunft und Bewegung zu spät.
— Giacomo Leopardi
Nichts beweist mehr Mangel an Lebensweisheit und Vernunft, als das Verlangen, das ganze Leben solle immer weise und vernunftgemäß sein.
— Giacomo Leopardi
Dass die Vernunft eine Feindin jeder Größe ist, ist eine Erkenntnis, die man nicht wichtig genug nehmen kann.
— Giacomo Leopardi
Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.
— Hermann Löns
Zukünftig wird es nicht mehr darauf ankommen, dass wir überall hinfahren können, sondern, ob es sich lohnt, dort anzukommen
— Hermann Löns
Wie für unterschiedliche Jahreszeiten, so ziemt sich auch für unterschiedliche Lebensalter eine andere Handlungsweise.
— Titus Maccius Plautus
Jedes Alter kann einen guten Gebrauch vom Leben machen, aber man kennt die Möglichkeiten nur, wenn man dieses Alter durchlebt hat.
— Sully Prudhomme
Jede große Zeit erfasst den ganzen Menschen.
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Das Ideal ist nichts als die Wahrheit von weitem.
— Alphonse de Lamartine
Leidenschaften sind die Pferde am Wagen des Lebens; aber wir fahren nur gut, wenn Fuhrmann Vernunft die Zügel lenkt.
— Karl Julius Weber
Die Leidenschaft ist der Pöbel im Menschen, der einen Aufruhr gegen seine Vernunft herbeiführt.
— William Penn
Der Weise mit Hoffnung erträgt die Qualen des Lebens.
— Euripides
Vernunft ist Begabung, Dummheit Veranlagung.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Man glaub gewöhnlich, es gibt keine Steigerungsform von tot. Diese gibt es aber doch: ausgestorben
— Martin Kessel
Das Leben ist eine Krankheit, die tödlich endet
— Abraham Cowley
Ein Grab ist doch immer die beste Befestigung wider die Stürme des Schicksals.
— Georg Christoph Lichtenberg
Sobald eine Wahrheit aus mehr als fünf Zeilen besteht, nähert sie sich schon dem Roman
— Jules Renard
Nichts existiert außer Atomen und leerem Raum. Alles andere ist nur Meinung.
— Demokrit
Die Zukunft wird von der Gegenwart verfolgt
— Samuel Johnson
Besser gute Einfälle als viele.
— John Galsworthy
Um Wunder zu erleben, muss man an sie glauben
— Carl Ludwig
Es wird sehr oft vergessen, dass es weit schwerer ist, zu erhalten und zu verwalten, als zu erobern.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Nicht darin besteht die objektive Gerechtigkeit, dass der Gute, sondern dass das Gute gedeihe, nicht darin, dass der Böse, sondern dass das Böse scheitere.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Wir sind das, was dann übrig bleibt, wenn das Vergängliche von uns genommen ist.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Jede wahre Kraft, der entgegengewirkt wird, verstärkt sich.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Wann die Ordnung zur Unordnung geworden ist, muss die Unordnung wohl oder übel Ordnung schaffen und das Gesetz wiederherstellen
— Romain Rolland
Idole und Ideen sind wandelbar. Ideale allein sind unsterblich
— Ottokar Kernstock
Ein fester Wille tut überall Wunder.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Viel Obst ist ungesund; wir kauen alle dran, was eines Apfels Kost für Leid uns angetan.
— Friedrich von Logau
Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen, nicht in den Zeiten der Meeresstille mit dem Sturm zu rechnen.
— Nicolaus Machiavelli
Die Meinung ist die Königin der Welt, weil die Dummheit die Königin der Schwachköpfe ist
— Nicolas Chamfort
Im bloßen Wünschen bleiben Narren untätig. Wo aber ein Wille ist, findet die Weisheit ihren Weg.
— George Crabbe
Der Mensch ist frei wie der Vogel im Käfig; er kann sich innerhalb gewisser Grenzen bewegen.
— Johann Kaspar Lavater
Was ist der Mensch? Jedenfalls nicht das, was er sich einbildet zu sein, nämlich die Krone der Schöpfung
— Wilhelm Raabe
Es schadet niemals, sich für alle Lebensabschnitte ein Stück Jugend zu bewahren, und es ist immer besser, im Alter jugendfrisch zu sein, als greisenhaft in jungen Tagen.
— Wilhelm Riehl
Begeisterung ist darum so schätzbar, weil sie der menschlichen Seele die Kraft einflößt, ihre schönsten Anstrengungen zu machen und fortzusetzen.
— Samuel Smiles
Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat.
— Jean Paul
Wer nach den fernsten Gipfeln seinen Wanderwillen richtet, dessen Taschen seien unbeschwert.
— Johann Georg Zimmermann
Des Menschen Schuldbuch ist sein eigenes Gewissen, darin durchstrichen wird kein Blatt, noch ausgerissen
— Friedrich Rückert
Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewußte gestaltet es.
— Marcus Tullius Cicero
Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.
— Thales von Milet
Ohne Fantasie hätte die Menschheit den Mut zum Weiterexistieren längst verloren.
— Christian Morgenstern
Die Leuchte des Geistes ohne Wärme des Herzens wird oft zum Irrlicht.
— Peter Sirius
Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Der vornehmste Beruf ist der zum Menschen und eben darum auch der am häufigsten verfehlte.
— Peter Sirius
Zu den Blitzen des Genies machen die Talente den Donner
— Peter Sirius
Man kann sich das Leben auch durch zu großen Ernst verscherzen
— Peter Sirius