Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 39
Jede Zeit hat ihre Wehen.
— Hermann Ferdinand Freiligrath
Leichter trägt, was er trägt, wer Geduld zur Bürde legt
— Friedrich von Logau
Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.
— Friedrich Nietzsche
Ein guter Mensch ist immer ein Anfänger.
— Martial
Jede Minute des Lebens trägt in sich ihren Wert als Wunder und ihr Gesicht ewiger Jugend.
— Albert Camus
Erst der Ernst macht den Mann, erst der Fleiß das Genie.
— Theodor Fontane
Willst Du nicht Dein Herz öffnen, zu hören, was Regenbogen und Sonne lehren?
— Ralph Waldo Emerson
Die Menschen verkommen, wenn sie kein Festtagskleid anziehen.
— Thomas Carlyle
In unserer Zeit wird viel von Ironie und Humor geredet, besonders von Leuten, die nie vermocht haben, sie praktisch auszuüben.
— Sören Kierkegaard
Das Zuhause ist keineswegs der einzige zivilisierte Ort in einer abenteuerlichen Welt, sondern der einzige unzivilisierte in einer Welt der Zwänge und Pflichten
— Gilbert Keith Chesterton
Keiner will gesund leben, keiner gut sein , jener nur durch ein Wunder kuriert, dieser entsündigt werden.
— Emil Gött
Die Ehre hat gesetzlichen Anspruch auf Feierabend und Pension.
— Emil Gött
Eine kleine Reise tut gut, um die Welt zu erneuern.
— Marcel Proust
Soviel sich auch um und in mir ändere, dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht mich unverändert jetzt an.
— Jean Paul
Kraftvolle Menschen sind versöhnlich.
— Emil Palleske
Wie soll man in der Abgeschiedenheit seine Fehler kennenlernen?
— Basilius von Caesarea
Seit die Vergangenheit aufgehört hat, ihr Licht auf die Zukunft zu werfen, irrt der menschliche Geist in der Finsternis.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Die Welt ist ein seltsames Theater. Man findet dort wohl Augenblicke, wo die schlechtesten Stücke die größten Erfolg haben.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu tun.
— Immanuel Kant
Wer in ein Land reist, ehe er einiges von dessen Sprache erlernt hat, geht in die Schule, aber nicht auf Reisen.
— Francis Bacon
Moral ist ein Maulkorb für den Willen, Logik ein Steigriemen für den Geist.
— Franz Grillparzer
Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.
— Albert Camus
Angenehm ist am Gegenwärtigen die Tätigkeit, am Künftigen die Hoffnung und am Vergangenen die Erinnerung.
— Aristoteles
Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen.
— John Milton
Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.
— François de la Rochefoucauld
Eine Fahrt mit der Eisenbahn kann ich beim besten Willen nicht als Reise bezeichnen. Man wird ja lediglich von einem Ort zum anderen befördert und unterscheidet sich damit nur sehr wenig von einem Pak …
— John Ruskin
Die Geschichte ist meistens die Schande des Menschengeschlechts.
— Johann Gottfried Seume
Man trägt doch eine eigentümliche Kamera im Kopfe, in die sich manche Bilder so tief und deutlich einätzen, während andere keine Spur zurücklassen.
— Bertha Freifrau von Suttner
Menschenkenntnis macht den Verständigen ebenso nachsichtig als bescheiden.
— Fanny Lewald
Wir wissen, dass wir vom Tag unserer Geburt bis zu unserem Tod betrogen werden. Aber wir leben trotzdem.
— John Steinbeck
Schwarz auf Weiß ist bei weitem nicht die größte Sicherheit auf der Welt. Es gibt nichts Gewisseres als Empfundenes und Geglaubtes.
— Felix Mendelssohn Bartholdy
Geben lernt man, wie viele große Dinge, nur durch Übung. Dann aber wird es eine der größten Lebensfreuden.
— Carl Hilty
Alles in der Welt ist merkwürdig und wunderbar für ein paar wohlgeöffnete Augen.
— José Ortega y Gasset
Zwischen dem Rande der Lippe und des Bechers kann viel sich ereignen.
— Aristoteles
Das Leben ist weder ein Vergnügen noch ein Schmerz, sondern eine ernste Angelegenheit, mit welcher wir beauftragt sind und die wir zu unserer Ehre führen und vollenden müssen.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Schönheit sollte besteuert werden, und jede schöne Frau sollte ihre Steuer selbst festsetzen. Eine solche Steuer würde gerne gezahlt und hätte die besten Wirkungen.
— Jonathan Swift
Es gibt viele Freuden in unserer Herrgotts Welt, nur muss man sich auf das Suchen verstehen
— Sören Kierkegaard
Man darf die Geister nicht einkerkern. Es ist an der Zeit, über die öffentlichen Dinge frei zu reden und zu schreiben. Siegen wird in jedem Fall nur die Wahrheit.
— John Milton
Wenn man sich beim Leben allzusehr auf die Finger sieht, lebt man nicht mehr. Der Blick schafft sich dann das, was er sucht, und man wird zu dem, was zu sein man sich einredet.
— André Gide
Wo der Zorn den Richter macht, hat Gerechter schon verspielt, Weil der Zorn nicht auf das Recht, sondern auf die Rache zielt.
— Friedrich von Logau
Zwischen Vergnügungen und Vergnügung besteht ein großer Unterschied. Ich jedenfalls habe selten Vergnügen an sogenannten Vergnügungen gehabt.
— Gustav Mahler
Nimm alles leicht! Das Träumen lass' und Grübeln! So bleibst du wohlbewahrt von allen Übeln
— Ludwig Uhland
Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche.
— Gustav Mahler
Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschliesst, sie einzunehmen.
— August von Kotzebue
Eine Reise gleicht einem Spiel. Es ist immer etwas Gewinn und Verlust dabei - meist von der unerwarteten Seite.
— Johann Wolfgang von Goethe
Bejahe den Tag, wie er dir geschenkt wird, statt dich am Unwiederbringlichen zu stoßen.
— Antoine de Saint-Exupéry
Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie tun sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind.
— Eckhart von Hochheim
Für Geheimnis und anvertrautes Gut gelten die gleichen Regeln.
— Nicolas Chamfort
Der heutige Tag ist ein Resultat des gestrigen. Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen, wenn wir zu wissen wünschen, was jener will.
— Christian Johann Heinrich Heine
Das Leben muss wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Kein Haus ist noch so fest, kein Himmel noch so hoch, im Balken nagt der Wurm, die Ratt' im Kellerloch.
— Carl Spitteler
Die lächerlichsten aller Träume sind die Träumereien der Weltverbesserer.
— Jean-Baptiste Molière
Der echte Revolutionär rebelliert nicht gegen Mißbräuche, sondern gegen Bräuche.
— José Ortega y Gasset
Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang
— Hippokrates von Kós
Was ist eigentlich Alt? Was Jung? Jung, wo die Zukunft vorwaltet. Alt, wo die Vergangenheit die Übermacht hat.
— Novalis
Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist.
— Wolfgang Amadeus Mozart
Der Ruhm eines Hochmütigen wird schnell zur Schande.
— Publius Syrus
Wer Freiheit zugunsten von Sicherheit aufgibt, hat keines von beiden verdient.
— Benjamin Franklin
Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.
— Albert Schweitzer