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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 35

  1. Individualität ist überall zu schonen und zu ehren als Wurzel jedes Guten.

    Jean Paul

  2. Warten bringt die jungen Trauben zur Reife und wandelt, was nur sprossender Keim war, zu kraftvoller Saat.

    Ovid

  3. Nur die Ruhe in der Bewegung hält die Welt und macht den Mann.

    Gottfried Keller

  4. Das Leben ist vielleicht auch nur ein höchster Begriff wie Raum und Zeit; es ist die Kategorie der Möglichkeit

    Christian Friedrich Hebbel

  5. Das Unrecht bestraft sich selbst.

    Ludwig Tieck

  6. Keine Ruh bei Tag und Nacht, Nichts, was mir Vergnügen macht, Schmale Kost und wenig Geld, Das ertrage, wem's gefällt.

    Lorenzo da Ponte

  7. Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit.

    Bernhard von Clairvaux

  8. Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  9. Sei weder der erste, Neuem nachzujagen, noch der letzte, Altem zu entsagen.

    Alexander Pope

  10. Es ist merkwürdig: die Welt ist das größte Wunder und gerade an dieses wollen die Frommen nicht glauben.

    Daniel Spitzer

  11. Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.

    Carl Spitteler

  12. Sehen ist nicht sehen: sehen ist denken.

    Alexander von Villers

  13. Diejenige schlechte Gewohnheit, die man als letztes aufgibt, ist wohl die, anderen Leuten Ratschläge zu erteilen.

    John Steinbeck

  14. Ob wir wachen oder schlafen, nie sollten wir uns durch etwas anderes lenken lassen, als durch die Klarheit unserer Vernunft.

    René Descartes

  15. Furcht macht verächtlich, und Verachtung ist gefahrvoller als Hass.

    Johann Jakob Engel

  16. Man trägt ein göttliches Gefühl in seiner Brust, wenn man erst weiß, dass man etwas kann, wenn man nur will.

    Friedrich Ludwig Jahn

  17. Die Jahre lehren viel, was die Tage niemals wissen.

    Ralph Waldo Emerson

  18. Angst mahnt zur Vorsicht. Vorsichtige leben länger.

    Wilhelm Hasenclever

  19. Angst ist lebenswichtig, denn sie mahnt zur Vorsicht; Vorsicht aber ist ein Zeichen von Klugheit.

    Wilhelm Hasenclever

  20. Geist ist die Jugend des Alters.

    Emanuel Wertheimer

  21. Die Vorsicht ist die rechte Tapferkeit.

    Euripides

  22. Ernte heute und vertraue so wenig auf morgen wie nur möglich.

    Horaz

  23. Wer Aufopferung als Lebensinhalt akzeptiert, wird ein Opfer seiner selbst.

    Else Pannek

  24. Von einem bestimmten Alter an ist "Mittelalter" immer das Alter, in dem man gerade selber ist.

    Else Pannek

  25. Es gibt Menschen, die das Leben erleiden und es gibt Menschen, die das Leben nach eigenem Willen gestalten.

    Charles Ferdinand Ramuz

  26. Alles, was sich nicht mit Mitteln der Volkssprache auseinandersetzen läßt, damit ist es nichts.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  27. Die Einsicht in das Mögliche und Unmögliche ist es, die den Helden vom Abenteurer scheidet

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  28. Hätte ich mich mit dem Schöpfer beraten, als er das Menschengeschlecht schuf, so würde ich ihn gebeten haben, die Runzeln unterhalb der Ferse anzubringen.

    Ninon de Lenclos

  29. Freude treibt zum Genuß, Seligkeit zur Arbeit.

    Johann Heinrich Jung-Stilling

  30. Schlummer nicht in den Zelten deiner Väter. Die Welt rückt vor.

    Giuseppe Mazzini

  31. Denkmäler für berühmte Leute: Steine, die wir nach dem Tode denen geben, für die wir bei Lebzeiten kein Brot übrig hatten.

    Kazimierz Bartoszewicz

  32. Holde Freundin Phantasie, bleibst du mir zugegen, fehlt ein tröstlich Licht mir nie auch auf dunklen Wegen.

    Karl Friedrich von Gerok

  33. Der Mensch tut nicht alles aus sich selbst, er arbeitet auch dem Schicksal in die Hände.

    Ludwig Anzengruber

  34. Der Verstand ist das einzige, was mancher verliert, ohne es besessen zu haben.

    Peter Sirius

  35. Man muss im Leben wählen zwischen Langeweile und Leiden

    Germaine Madame de Stael

  36. Die Wahrheit ist die Grammatik des Lebens und die Ehre ein Examen mit Nr. 1.

    Bogumil Goltz

  37. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Es mahnt ihn, er soll nichts fürchten und soll nichts versäumen, was das Herz von ihm fordert.

    Bettina von Arnim

  38. Gegen einen matten, von tausend Rücksichten gelähmten, kaum noch vorhandenen Entschluß ist oft der Schein des Widerstandes genug.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  39. Wir empfangen die Weisheit nicht, wir müssen sie für uns selbst entdecken im Verlauf einer Reise, die niemand für uns unternehmen oder uns ersparen kann

    Marcel Proust

  40. Modern zu sein ist das einzige, was heutzutage das Leben lebenswert macht.

    Richard Rothe

  41. Einfühlsam zu sein und zu fühlen sind zwei verschiedene Dinge. Das eine ist eine Frage des Herzens, das andere ist eine Frage des Urteilsvermögens

    Denis Diderot

  42. Verschwendete Zeit ist Dasein; gebrauchte Zeit ist Leben.

    Edward Young

  43. Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.

    Ernst Benjamin Salomo Raupach

  44. Nicht genug glauben ist ebensogut ein Zeichen von Unkenntnis wie zu viel glauben

    Claude Tillier

  45. Die Geschichte ist eine Gemäldegalerie, wo wenig Originale und viele Kopien hängen

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  46. Geduld ist mehr wert als hektische Geschäftigkeit

    Margery Kempe

  47. Darauf kommt es dem Schicksal auch nicht an, dass der Mensch das höchste Glück erlebe, sondern darauf, dass er sich vollende und immer mehr die Fesseln des Egoismus und der Mängel, die die Welt der Tä …

    Malwida von Meysenbug

  48. Manche Leute wollen nie, sondern "möchten" bloß

    Walter Calé

  49. Der erste Schritt zum Laster ist der letzte auf der Bahn der Tugend und der wahren Glückseligkeit.

    Joachim Heinrich Campe

  50. Der Moment der wirklichen Ruhe ist nicht der, wo du schläfst, sondern der, wo dein Gewissen schläft.

    Polybios Dimitrakopoulos

  51. Argwöhne immer dem Lärm. Ein volles Fass lärmt niemals. Ein leeres ist ein ganzes Orchester.

    Polybios Dimitrakopoulos

  52. Hoffnung ist der krankhafte Glaube an den Eintritt des Unmöglichen.

    H. L. Mencken

  53. Ein Blick ins Glas gibt mehr Sehschärfe als das beste Scherenfernrohr

    Joachim Ringelnatz

  54. Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.

    Julius Caesar

  55. Das Leben ist kein Problem, das man lösen, sondern eine Wirklichkeit, die man erfahren muss.

    Sören Kierkegaard

  56. Wir wollen lieber empfinden als wissen, lieber selbst und vielleicht zu viel erraten, als langsam hergezählt haben.

    Johann Gottfried Herder

  57. Es ist eine weise Fügung der Weltordnung, dass wir nicht wissen, wieweit wir selbst das Leben vergangener Menschen fortsetzen, und dass wir nur zuweilen erstaunt merken, wie wir in unseren Kindern …

    Gustav Freytag

  58. Egoismus ist das verabscheuungswürdigste Laster, das keiner beim anderen vergeben will und ohne das er selbst nicht sein kann.

    Henry Ward Beecher

  59. Der Mensch befindet sich niemals im Besitz uneingeschränkter Freiheit, sondern er besitzt nur eine zweiter Ordnung, zum Beispiel steht es ihm frei, das oder das zu essen, nicht aber, überhaupt nicht z …

    Antoine de Rivarol

  60. Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.

    Arthur Schopenhauer