Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 35
Individualität ist überall zu schonen und zu ehren als Wurzel jedes Guten.
— Jean Paul
Warten bringt die jungen Trauben zur Reife und wandelt, was nur sprossender Keim war, zu kraftvoller Saat.
— Ovid
Nur die Ruhe in der Bewegung hält die Welt und macht den Mann.
— Gottfried Keller
Das Leben ist vielleicht auch nur ein höchster Begriff wie Raum und Zeit; es ist die Kategorie der Möglichkeit
— Christian Friedrich Hebbel
Das Unrecht bestraft sich selbst.
— Ludwig Tieck
Keine Ruh bei Tag und Nacht, Nichts, was mir Vergnügen macht, Schmale Kost und wenig Geld, Das ertrage, wem's gefällt.
— Lorenzo da Ponte
Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit.
— Bernhard von Clairvaux
Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Sei weder der erste, Neuem nachzujagen, noch der letzte, Altem zu entsagen.
— Alexander Pope
Es ist merkwürdig: die Welt ist das größte Wunder und gerade an dieses wollen die Frommen nicht glauben.
— Daniel Spitzer
Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.
— Carl Spitteler
Sehen ist nicht sehen: sehen ist denken.
— Alexander von Villers
Diejenige schlechte Gewohnheit, die man als letztes aufgibt, ist wohl die, anderen Leuten Ratschläge zu erteilen.
— John Steinbeck
Ob wir wachen oder schlafen, nie sollten wir uns durch etwas anderes lenken lassen, als durch die Klarheit unserer Vernunft.
— René Descartes
Furcht macht verächtlich, und Verachtung ist gefahrvoller als Hass.
— Johann Jakob Engel
Man trägt ein göttliches Gefühl in seiner Brust, wenn man erst weiß, dass man etwas kann, wenn man nur will.
— Friedrich Ludwig Jahn
Die Jahre lehren viel, was die Tage niemals wissen.
— Ralph Waldo Emerson
Angst mahnt zur Vorsicht. Vorsichtige leben länger.
— Wilhelm Hasenclever
Angst ist lebenswichtig, denn sie mahnt zur Vorsicht; Vorsicht aber ist ein Zeichen von Klugheit.
— Wilhelm Hasenclever
Geist ist die Jugend des Alters.
— Emanuel Wertheimer
Die Vorsicht ist die rechte Tapferkeit.
— Euripides
Ernte heute und vertraue so wenig auf morgen wie nur möglich.
— Horaz
Wer Aufopferung als Lebensinhalt akzeptiert, wird ein Opfer seiner selbst.
— Else Pannek
Von einem bestimmten Alter an ist "Mittelalter" immer das Alter, in dem man gerade selber ist.
— Else Pannek
Es gibt Menschen, die das Leben erleiden und es gibt Menschen, die das Leben nach eigenem Willen gestalten.
— Charles Ferdinand Ramuz
Alles, was sich nicht mit Mitteln der Volkssprache auseinandersetzen läßt, damit ist es nichts.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Die Einsicht in das Mögliche und Unmögliche ist es, die den Helden vom Abenteurer scheidet
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Hätte ich mich mit dem Schöpfer beraten, als er das Menschengeschlecht schuf, so würde ich ihn gebeten haben, die Runzeln unterhalb der Ferse anzubringen.
— Ninon de Lenclos
Freude treibt zum Genuß, Seligkeit zur Arbeit.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Schlummer nicht in den Zelten deiner Väter. Die Welt rückt vor.
— Giuseppe Mazzini
Denkmäler für berühmte Leute: Steine, die wir nach dem Tode denen geben, für die wir bei Lebzeiten kein Brot übrig hatten.
— Kazimierz Bartoszewicz
Holde Freundin Phantasie, bleibst du mir zugegen, fehlt ein tröstlich Licht mir nie auch auf dunklen Wegen.
— Karl Friedrich von Gerok
Der Mensch tut nicht alles aus sich selbst, er arbeitet auch dem Schicksal in die Hände.
— Ludwig Anzengruber
Der Verstand ist das einzige, was mancher verliert, ohne es besessen zu haben.
— Peter Sirius
Man muss im Leben wählen zwischen Langeweile und Leiden
— Germaine Madame de Stael
Die Wahrheit ist die Grammatik des Lebens und die Ehre ein Examen mit Nr. 1.
— Bogumil Goltz
Jeder Mensch hat ein Gewissen. Es mahnt ihn, er soll nichts fürchten und soll nichts versäumen, was das Herz von ihm fordert.
— Bettina von Arnim
Gegen einen matten, von tausend Rücksichten gelähmten, kaum noch vorhandenen Entschluß ist oft der Schein des Widerstandes genug.
— Carl Philipp Gottfried von Clausewitz
Wir empfangen die Weisheit nicht, wir müssen sie für uns selbst entdecken im Verlauf einer Reise, die niemand für uns unternehmen oder uns ersparen kann
— Marcel Proust
Modern zu sein ist das einzige, was heutzutage das Leben lebenswert macht.
— Richard Rothe
Einfühlsam zu sein und zu fühlen sind zwei verschiedene Dinge. Das eine ist eine Frage des Herzens, das andere ist eine Frage des Urteilsvermögens
— Denis Diderot
Verschwendete Zeit ist Dasein; gebrauchte Zeit ist Leben.
— Edward Young
Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.
— Ernst Benjamin Salomo Raupach
Nicht genug glauben ist ebensogut ein Zeichen von Unkenntnis wie zu viel glauben
— Claude Tillier
Die Geschichte ist eine Gemäldegalerie, wo wenig Originale und viele Kopien hängen
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Geduld ist mehr wert als hektische Geschäftigkeit
— Margery Kempe
Darauf kommt es dem Schicksal auch nicht an, dass der Mensch das höchste Glück erlebe, sondern darauf, dass er sich vollende und immer mehr die Fesseln des Egoismus und der Mängel, die die Welt der Tä …
— Malwida von Meysenbug
Manche Leute wollen nie, sondern "möchten" bloß
— Walter Calé
Der erste Schritt zum Laster ist der letzte auf der Bahn der Tugend und der wahren Glückseligkeit.
— Joachim Heinrich Campe
Der Moment der wirklichen Ruhe ist nicht der, wo du schläfst, sondern der, wo dein Gewissen schläft.
— Polybios Dimitrakopoulos
Argwöhne immer dem Lärm. Ein volles Fass lärmt niemals. Ein leeres ist ein ganzes Orchester.
— Polybios Dimitrakopoulos
Hoffnung ist der krankhafte Glaube an den Eintritt des Unmöglichen.
— H. L. Mencken
Ein Blick ins Glas gibt mehr Sehschärfe als das beste Scherenfernrohr
— Joachim Ringelnatz
Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.
— Julius Caesar
Das Leben ist kein Problem, das man lösen, sondern eine Wirklichkeit, die man erfahren muss.
— Sören Kierkegaard
Wir wollen lieber empfinden als wissen, lieber selbst und vielleicht zu viel erraten, als langsam hergezählt haben.
— Johann Gottfried Herder
Es ist eine weise Fügung der Weltordnung, dass wir nicht wissen, wieweit wir selbst das Leben vergangener Menschen fortsetzen, und dass wir nur zuweilen erstaunt merken, wie wir in unseren Kindern …
— Gustav Freytag
Egoismus ist das verabscheuungswürdigste Laster, das keiner beim anderen vergeben will und ohne das er selbst nicht sein kann.
— Henry Ward Beecher
Der Mensch befindet sich niemals im Besitz uneingeschränkter Freiheit, sondern er besitzt nur eine zweiter Ordnung, zum Beispiel steht es ihm frei, das oder das zu essen, nicht aber, überhaupt nicht z …
— Antoine de Rivarol
Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.
— Arthur Schopenhauer