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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 41

  1. Die Vernunft besteht aus Wahrheiten, die man sagen, und aus solchen, die man verschweigen muss.

    Antoine de Rivarol

  2. Völlige Sicherheit, stets geheiligtes Eigentum eines jeden über seine Person und sein Vermögen, darin besteht die wahre soziale Freiheit.

    Antoine de Rivarol

  3. Demokratie ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten die Wolle abzuscheren.

    Romain Rolland

  4. Die leere Form ist nicht Schönheit, sie ist das Gewand der Schönheit.

    Romain Rolland

  5. Wer die Zeit nur wie eine Ware betrachtet, die rationell und gewinnbringend einzusetzen ist, wird ihre besten Seiten niemals kennen lernen.

    Rainer Haak

  6. Der Mensch gleicht einer Münze, Freund! Ist er von gutem Korn, und scheint dir echt sein Schlag und ist noch scharf sein Rand, dann reich ihm unverweilt die Hand. Griff aber schon die Welt zu seh …

    Aloys Blumauer

  7. Es ist vielleicht die größte Tragödie des Alters, dass die Vorzüge der Jugend - Leichtsinn, Beweglichkeit, Liebesbereitschaft - beim alten Mann komisch wirken.

    Alexander Roda Roda

  8. Ein Tor, der kein Wort sagt, unterscheidet sich nicht von einem Gelehrten, der still ist.

    Jean-Baptiste Molière

  9. Fanatiker sind zu allem fähig, sonst aber zu nichts.

    Georg Christoph Lichtenberg

  10. Lehren und nicht tun, das ist klein, lehren und tun, das ist groß.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  11. Die letzte Schlußfolgerung der Vernunft ist, dass sie einsieht, dass es eine Unzahl von Dingen gibt, die ihr Fassungsvermögen übersteigen. Sie ist nur schwach, wenn sie nicht zu dieser Einsicht gelang …

    Blaise Pascal

  12. Es ist nicht gut, dass alles geschieht, was die Menschen wünschen

    Heraklit von Ephesos

  13. Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten

    Marcel Proust

  14. Ich bin zu alt, um nur zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  15. Ein Unverschämter kann bescheiden aussehen, wenn er will, aber kein Bescheidener unverschämt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  16. Manche wären sehr erstaunt zu erfahren, worauf ihre Achtung vor den Menschen beruht.

    Marquis de Vauvenargues

  17. Kraft und Wohlgestalt sind Vorzüge der Jugend, der des Alters aber ist die Blüte der Besonnenheit.

    Demokrit

  18. In der Nacht hat der Mensch nur ein Nachthemd an, und darunter kommt gleich sein Charakter.

    Robert Musil

  19. Im Leben einer Frau zählt nur die Jugend.

    Henry de Montherlant

  20. Der Mensch ist mit Fähigkeiten begabt, die sich nur bei zufälligen Gelegenheiten äußern.

    Georg Christoph Lichtenberg

  21. Wir stimmen den anderen nur zu, wenn wir eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen und uns empfinden.

    Jean de la Bruyère

  22. Irrtum erregt, Wahrheit beruhigt.

    Joseph Joubert

  23. Es kommt darauf an, dass sich ein Kapital bildet, was nie ausgeht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  24. Was glänzt, ist für den Augenblick geboren, das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.

    Johann Wolfgang von Goethe

  25. Man traue keinem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden lässt.

    Edward Gibbon

  26. Die Macht ist die Königin der Welt, und nicht die Meinung der Leute. Aber die Macht gebraucht die Meinung. Und die Macht macht die Meinungen.

    Blaise Pascal

  27. Gerade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  28. Rosen pflücke, Rosen blühn Morgen ist nicht heut! Keine Stunde laß entfliehen, Flüchtig ist die Zeit!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  29. Kannst du nicht allen gefallen Durch deine Tat und dein Kunstwerk, Mach' es wenigen recht; Vielen gefallen, ist schlimm.

    Friedrich von Schiller

  30. Erkenne, suche, lieb' und ehre, was gut und schön ist, und vermehre nach Möglichkeit mit weiser Wahl des Guten und des Schönen Zahl! Das ist die ganze Sittenlehre.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  31. Der Irrtum ist, Charakter sei keinen Widerspruch in sich selbst zu dulden.

    Hermann Bahr

  32. Ich frage mich schon längst nicht mehr: Was soll ich da tun? Ich frage nur noch: Was wird da jetzt mit mir geschehen? Und erst, wenn sich mir dies dann deutlich angekündigt hat, setzt mein eigener W …

    Hermann Bahr

  33. Das letzte Vergnügen im Leben ist das Bewußtsein, aus der Pflicht entlassen zu sein.

    William Hazlitt

  34. Wir reden wenig, wenn wir nicht über uns reden.

    William Hazlitt

  35. Geiz ist die regelmäßigste Leidenschaft und daher leichter zu betrachten als Ehrgeiz, Liebe, Wollust und andere

    Karl Julius Weber

  36. Eitelkeit ist die Klippe, an der die meisten Großen, gar viele Gelehrte und alle Weiber scheitern

    Karl Julius Weber

  37. Wer die Welt zuviel liebt, kommt nicht dazu, über sie nachzudenken; wer sie zu wenig liebt, kann nicht gründlich genug über sie denken.

    Christian Morgenstern

  38. Der einzige Trost ist, dass Lügen vielen Menschen Brot geben und niemand gezwungen ist, sie zu glauben.

    Karl Julius Weber

  39. Jeder Luxus verdirbt die Sitten oder den Geschmack

    Joseph Joubert

  40. Freiheit kann man einem Menschen zwar lassen, aber nicht geben.

    Friedrich von Schiller

  41. Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, dass man sie kaum spürt. Doch wenn man sie spürt, sind sie so stark, dass sie sich (offenbar) nicht mehr zerreissen lassen.

    Samuel Johnson

  42. Niemand ist härter als die Sanftmütigen aus Berechnung.

    Marquis de Vauvenargues

  43. Dass sich die Wogen senken und heben, das ist eben des Meeres Leben. Und dass es hofft von Tag zu Tag, das ist des Herzens Wellenschlag

    Friedrich Rückert

  44. Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  45. In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.

    Theodor Fontane

  46. Ich möchte was drum geben, genau zu wissen, für wen eigentlich die Taten getan worden sind, von denen man öffentlich sagt, sie seien "für das Vaterland" getan worden.

    Georg Christoph Lichtenberg

  47. Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.

    Friedrich von Schlegel

  48. Man muß die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten

    Charles de Talleyrand

  49. Ein angenehmes Leben und heiteres Leben kommt nicht von äußeren Dingen.

    Plutarch

  50. Der eigentliche Redner der Volksversammlung ist die Leidenschaft.

    Antoine de Rivarol

  51. Ein Ideal, für das ein Mann oder eine Frau nicht kämpfen wollen, stirbt - das ist ein Naturgesetz.

    Kurt Tucholsky

  52. Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.

    Rosa Luxemburg

  53. Das Geheimnis der kleinsten natürlichen Freuden geht über die Vernunft hinaus.

    Marquis de Vauvenargues

  54. Zu sagen, was ist, ist und bleibt die revolutionärste Tat.

    Rosa Luxemburg

  55. Man muss keine Jugendfehler ins Alter hineinnehmen, denn das Alter führt seine eigenen Mängel mit sich.

    Johann Peter Eckermann

  56. Wahres und Gutes wird sich versöhnen, wenn sich beide vermählen im Schönen.

    Friedrich Rückert

  57. Wahre Menschlichkeit ist köstlicher als alle Schönheit der Erde.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  58. Die Schönheit strahlt nur aus dem innern Leben.

    Theodor Körner

  59. Schönheit ist Gesetzmäßigkeit. Schönheit erscheint, solange die Gesetzmäßigkeit empfunden wird. Sie schwindet, wenn unsere Sinne die Gesetzmäßigkeit nicht mehr erkennen.

    Walter Rathenau

  60. Nicht immer sind es Mut und Keuschheit, die die Männer mutig machen und die Weiber keusch.

    François de la Rochefoucauld