Sprüche über das Leben
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Es ist besser, für etwas zu kämpfen, als gegen etwas.
— Amos Bronson Alcott
Die meisten Menschen bringen so das ganze Leben hin, dass sie sich von Pfingsten nach Weihnachten und von Weihnachten nach Pfingsten sehnen.
— Theodor Fontane
Rein verstandlich betrachtet erscheint das Leben nicht anders als eine sinnvolle Sinnlosigkeit.
— Paul Bertololy
Es ist gut, in Bedrängnis zu leben. Das wirkt wie eine gespannte Feder
— Charles-Louis de Montesquieu
Alle Worte, die von Herzen kommen, sind gute Worte, und wenn sie mir helfen so frag ich nicht danach, ob es so genannte richtige Worte sind oder nicht.
— Theodor Fontane
Welcher Raum in der Welt ist nicht schon voll von unserem Mühen?
— Vergil
Wenn nur die Zeit nicht so verginge, aber sie vergeht so wahnsinnig.
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Wahrheit kann durch äußere Berührung ebenso wenig befleckt werden wie ein Sonnenstrahl.
— John Milton
Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?
— Vincent van Gogh
Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.
— Johann Gottlieb Fichte
Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein.
— Oswald Spengler
Es liegt tief in der Natur des Menschen, dass er alles essen will, was er liebt.
— Oswald Spengler
Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.
— Friedrich Schleiermacher
Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.
— Abraham a Sancta Clara
Älter werde ich stets, niemals doch lerne ich aus.
— Solon
Die Schönheit ist Lebensnahrung der Seele.
— Bettina von Arnim
Tiefe Seelen brauchen keinen Weltraum, Welteroberer brauchen keine Seelentiefe.
— Oswald Spengler
Der Seele Grenzen kannst du nicht finden, auch wenn du gehst und jede Strasse abwanderst; so tief ist ihr Sinn.
— Heraklit von Ephesos
Der Körper kann eine grössere Last tragen, wenn man ihn strafft; mit der Seele ist es genauso.
— Michel de Montaigne
Die Welt ist wahrhaft zu ernsthaft, um damit zu spaßen.
— Achim von Arnim
Jeder Mensch wird als Zwilling geboren – als der, der er ist und als der, für den er sich hält.
— Martin Kessel
Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht
— Carl Friedrich Paul Ernst
Was unerreichbar ist, das rührt uns nicht! Doch was erreichbar, sei uns goldne Pflicht.
— Gottfried Keller
Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.
— Gottfried Keller
Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Wer bist du, Mensch? Ein Garten voller Disteln. Is nit gnug das. Eine Rose voller Dornen. Is noch nit gnug. Ein Himmel voller Finsternis.
— Abraham a Sancta Clara
Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.
— Albert Camus
Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.
— Berthold Auerbach
Köpfe, die nur den Nutzen und das Brauchbare bedenken, vernutzen und verbrauchen die Welt.
— Friedrich Georg Jünger
Die Welt ist wie ein Meer; ein jeder geht und fischt, nur dass den Walfisch der, den Stockfisch er erwischt.
— Friedrich von Logau
Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Die Entsagungen sind vergänglich, ihr Lohn aber bleibt beständig.
— Jean-Jacques Rousseau
Freiheit ist nicht ein Vorrecht, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die man erwerben muss.
— David Lloyd George
Jeder sagt mal Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut.
— Michel de Montaigne
Hoffnung, das ist die Illusionskraft der Seele, die in ihrer Illusion neun Zehntel des Glücks, das sie erwartet, vorweg genießt.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Die reichste Empfindung des Lebens liegt im Atmen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Auch der Zufall ist nicht unergründlich - er hat seine Regelmäßigkeit.
— Novalis
Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.
— Nicolas Chamfort
Für einen Mann von Verstand ist der Anblick einer schönen Frau allemal etwas Unterhaltendes.
— Christoph Martin Wieland
Den Tugenden benachbart sind die Laster.
— Hieronymus
Unerfahrenheit führt zu Selbstvertrauen, Bildung zu Scheu.
— Hieronymus
Nur die Liebe zur Wahrheit schafft Wunder.
— Johannes Kepler
Auf die Feinde muss man wohl Acht haben, denn niemand bemerkt unsere Fehler eher als sie.
— Diogenes Laertius
Tadeln können zwar die Toren, aber klüger handeln nicht.
— August Friedrich Langbein
Eine schöne Jungfrau trägt ihr Heiratsgut im Angesicht
— Christoph Lehmann
Schönheit ist wie eine Leibrente; wenn die Schönheit stirbt, so hört die Zahlung auf, und sie stirbt immer jung
— August von Kotzebue
Wirkliche Schönheit kann ohne Güte nicht existieren; denn es sind nicht die Züge allein, sondern es ist der Ausdruck, der den Zügen ihren übernatürlichen Reiz gibt
— August Strindberg
Es ist ein grundsätzlicher Irrtum, Heftigkeit und Starrheit Stärke zu nennen
— Thomas Carlyle
So war der Mensch zu allen Zeiten, so ist er jung, so bleibt er alt; Heiß ist er gegen Kleinigkeiten, und gegen große Dinge kalt.
— Magnus Gottfried Lichtwer
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
— Ludwig Marcuse
Nichts ist dem Menschen schwerer zu tragen als eine Last von guten Tagen.
— Wilhelm Müller
Eine vollkommene Ordnung wäre der Ruin allen Fortschritts und Vergnügens.
— Robert Musil
Was ist des Menschen Leben? Ein Schwanken hierhin - dorthin - von Sorge zu Sorge. Ein Loch stopft man zu, - ein anderes ist gleich wieder da.
— Laurence Sterne
Eines Schatten Traum sind Menschen.
— Pindar
Trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus!
— Pindar
Das Alter wägt und misst es, die Jugend spricht: So ist es.
— August von Platen
Die Bekanntschaft mit einem einzigen guten Buch kann ein Leben ändern.
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist.
— Charles-Louis de Montesquieu
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Feuer machen kann, und das hat ihm die Herrschaft über die Welt gegeben.
— Antoine de Rivarol
Die Erinnerung begnügt sich mit Teppichen, aber die Phantasie umgibt sich mit Gobelinbehängen.
— Antoine de Rivarol