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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 45

  1. Der Fanatismus ist verderblicher als der Atheismus.

    Pierre Bayle

  2. Ein siebenmal verschlossener Schrank imponiert der Menge immer. Wenn er auch gänzlich leer ist. Das wissen die Schlauen unter den Dummen und hüllen sich in Schweigen.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  3. Es gibt auch seelisch Farbenblinde, denen just für Hoffnungsgrün und Freudenrot das Auge fehlt.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  4. Ein jeder Kelch verschäumt, das Schönste welkt, und nichts auf Erden währt.

    Rupert Johann Hammerling

  5. Auf alle wartet ein und dieselbe Nacht.

    Horaz

  6. Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.

    Else Pannek

  7. Das Bemühen zu leben währt lebenslänglich.

    Else Pannek

  8. Wer Vorschriften braucht, der soll sie machen — aber nur für sich.

    Else Pannek

  9. Gekaufte Freuden, die eine gähnende Leere ausfüllen sollen, sind wachsende Ungeheuer.

    Else Pannek

  10. Wünsche in die Realität umzusetzen, ist die Herausforderung, an der alles scheitert oder zu einem großen Abenteuer wird.

    Else Pannek

  11. Die gute alte Zeit ist die gute alte Zeit, weil man damals jung gewesen ist.

    Else Pannek

  12. Wer begreift, was er fühlt, kann für sich handeln.

    Else Pannek

  13. Freude ist wie das Erblühen einer Knospe, ein Sonnenaufgang, ein erfrischender Quell auf der Wanderung.

    Else Pannek

  14. Horoskope liest, wer nicht hat, was er braucht. Die Horoskope bringen's nicht.

    Else Pannek

  15. Vergangenheit ist unabänderlich. Getragen wiegt sie leichter als geschleppt.

    Else Pannek

  16. Ängste beeinflussen die Entwicklung. — Entfaltung geschieht im Freisein von Angst.

    Else Pannek

  17. Fortschritt ist, wenn Menschen gezüchtet werden, die die Schadstoffe ihres Fortschritts überleben.

    Else Pannek

  18. Alt zu werden ist eine Gnade — aber nicht immer ein Vergnügen.

    Else Pannek

  19. Wir wurden nicht aus dem Paradies vertrieben. Es war umgekehrt, wir haben das Paradies vertrieben.

    Else Pannek

  20. Alles hat seine Gültigkeit — alles und immer — Gestern, Heute und Morgen. Und doch muss jeder, muss jede Generation alles neu erleben und durchleiden, erkennen und begreifen.

    Else Pannek

  21. Jugend weiß alles. Das Alter weiß was alles möglich ist.

    Else Pannek

  22. Für Ehrfurcht vor dem Leben können wir uns nichts kaufen. Alles, was gut und unbezahlbar ist, bekämen wir als Geschenk.

    Else Pannek

  23. Gleichgültigkeit nimmt die Farbe aus dem Leben.

    Else Pannek

  24. Seine eisernen Grundsätze lässt man nicht durch Ereignisse oder Tatsachen erschüttern.

    Else Pannek

  25. Man lernt nie aus. Nicht einmal dann, wenn man darauf verzichten möchte.

    Else Pannek

  26. Nicht ärgern, nur wundern. — Und das Wundern hört dann niemals auf.

    Else Pannek

  27. Geniesse mit Phantasie. Alle Genüsse sind letztlich Einbildung, und wer die beste Phantasie hat, hat den größten Genuss.

    Theodor Fontane

  28. Alle haben wir die Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen.

    Theodor Fontane

  29. Viele sind Postillione des Lebens, die zu dem allgemein raschen Lauf der Zeit noch das ihnen eigene Stürzen hinzufügen.

    Baltasar Gracián y Morales

  30. Wir haben weder die Kraft noch die Gelegenheit, all das Gute und Böse zu tun, das wir planen

    Marquis de Vauvenargues

  31. Wir wissen wenigstens, dass wir nichts taugen, und in dieser Erkenntnis ist die Möglichkeit der Besserung gegeben

    Theodor Fontane

  32. Nackt einst kam ich zur Welt, nackt wandle ich unter die Erde. Solch ein nacktes Geschick ist es der Mühen wohl wert?

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  33. Bescheidenheit ist eine Zier Bescheidenheit ist der einzige sichere Köder, wenn du nach Lob angelst.

    Philip Chesterfield

  34. Frei ist, wer der Vernunft gehorcht

    John Milton

  35. Die Erinnerungen früherer Zeiten nehmen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt eine andere Gestalt und Wirkung für uns an.

    Jean Paul

  36. Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist.

    Sophokles

  37. Was die Theologen auch sagen mögen: Die Menscheit hat im ganzen viel mehr Tugenden als Laster.

    Henry Thomas Buckle

  38. Der Mensch wächst mit seinen höhern Zielen - der Wachsende hat immer etwas zu geben, der Nichtwachsende verleidet einem.

    Rudolf von Tavel

  39. Tugend besteht nicht aus der Abwesenheit der Leidenschaften, sondern in deren Kontrolle.

    Joseph Billings

  40. Erfahrung vermehrt unsere Weisheit, verringert aber nicht unsere Torheiten.

    Joseph Billings

  41. Durch den Gebrauch unserer zwei Augen wird unser Leben nicht besser

    Voltaire

  42. Ich habe lange genug gelebt, um mir gerade die Dinge sorgfältig ein zweites Mal anzusehen, bei denen ich mir auf den ersten Blick ganz sicher bin.

    Joseph Billings

  43. Man verliert sein Herz an so vieles, da kann man es auch einmal an etwas gewinnen

    Peter Altenberg

  44. Die besten Wahrheiten sind die leisesten.

    Karel Capek

  45. Der erst ist ganz unglücklich, der die kahlen Wände seines Herzens nicht einmal mit den Bildern der Erinnerung schmücken kann.

    Johann Nepomuk Nestroy

  46. Ich liebe alles, was alt: Alte Freunde, Zeiten, Bräuche, Bücher und Weine.

    Oliver Goldsmith

  47. Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.

    Pearl S. Buck

  48. Man muss den schönsten Tag nicht vor dem Abend loben.

    Friedrich von Hagedorn

  49. Die Körper wirken so, als ob es keine Seelen gäbe, und die Seelen so, als ob es keine Körper gäbe; beide zusammen so, als ob sie sich gegenseitig beeinflussten.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  50. Alles ist also im Menschen, wie überall, im voraus sicher und bestimmt, und die menschliche Seele ist somit eine Art geistiger Automat.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  51. Nur die Vorstellung des Guten, welche die entgegengesetzte Vorstellung überwiegt, treibt stets den Willen zur Handlung an.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  52. Das Vermögen, welches die Verbindung der Wahrheiten untereinander einsieht, heißt im eigentlichen Sinne die Vernunft.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  53. Denn man hat über Dinge, die man nicht kennt, immer eine bessere Meinung, und Geheimnisse, die enthüllt werden, fordern oft den Spott heraus.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  54. Was besteht und wirkt, muss einen Grund seines Bestehens und Wirkens haben.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  55. Wahrheit leidet oft mehr durch den Übereifer ihrer Verteidiger als durch die Argumente ihrer Gegner.

    William Penn

  56. Gerechtigkeit ist die Versicherung, die auf unserem Leben und auf dem Vermögen ruht. Gehorsam ist die Prämie, die wir dafür bezahlen.

    William Penn

  57. Der irrende Glaube ist immer der tiefste.

    Jakob Bosshart

  58. Einsamkeit hat den großen Vorteil, dass man die Flucht vor sich selber einstellt.

    Marcel Proust

  59. Die Menschen werden nicht von den Dingen, sondern von den Meinungen über die Dinge gepeinigt.

    Carl Leberecht Immermann

  60. Die Ahnung ist des Herzens Licht.

    Carl Leberecht Immermann