Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 38
Nach meinem Tod will ich es Rosen regnen lassen
— Theresia von Lisieux
Geduld ist die Kunst zu hoffen
— Marquis de Vauvenargues
Wer die Kehrseite der Menschen gesehen hat, wie kann der noch stolz sein?
— Walter Rathenau
Es mangelt nie Gelegenheit, was Gutes zu verrichten; es mangelt nie Gelegenheit, was Gutes zu vernichten.
— Friedrich von Logau
Nichts ist dem Interesse so zuwider als Einförmigkeit, und nichts ihm dagegen so günstig als Wechsel und Neuheit.
— Heinrich von Kleist
Was man von der Minute ausgeschlagen, gibt keine Ewigkeit zurück.
— Friedrich von Schiller
Wenn Gott gewollt hätte, dass wir uns waschen, hätte er das Parfum nie zugelassen.
— Napoleon
Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.
— William Hazlitt
Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.
— Charles de Talleyrand
Die Ungeduld des Alters bleibt der Jugend ewig unverständlich.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Herz paßt nicht zu moderner Kleidung, es macht alt
— Oscar Wilde
Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.
— Oscar Wilde
Eigentlich ist jeder Tag wie eine große Schlacht mit vielen Lichtblicken
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit
— Ludwig Andreas Feuerbach
Ich hab es immer gar kläglich gefunden, wenn man Leut von ihrer Heimat ausgetrieben hat, man nimmt ihnen ein gut Stück Leben weg und läßt ihnen ein unklar Träumen…
— Ludwig Anzengruber
Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch der Mensch hofft immer Verbesserung.
— Friedrich von Schiller
Schmeichelei ist eine falsche Münze, die ihren Kurswert nur durch unsere Eitelkeit erhält.
— François de la Rochefoucauld
Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Nur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht.
— Friedrich von Schlegel
Man soll sich trösten, keine großen Talente zu besitzen, wie man sich tröstet, keine großen Posten einzunehmen. Über beides kann uns das Herz erheben.
— Marquis de Vauvenargues
Der Reaktionär ist ein Nachtwandler, der rückwärts geht.
— Franklin D. Roosevelt
Wer wagt, durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.
— E.T.A. Hoffmann
Wenn ganz ohne Sorgen die Tage verschweben, das ist ein hohles, ein halbes Leben, doch glücklich ist der begnadete Mann, der seine Sorgen sich wählen kann.
— Oscar Blumenthal
Wer sich gezwungen sieht, mit den Wölfen zu heulen, mag sich in reiner Notwehr befinden. Aber ist das ein Grund, hinterher mit den Schafen zu blöken?
— Gottfried Keller
Was hilft Gesetz, was helfen Strafen, wenn Obrigkeit und Fürsten schlafen.
— Magnus Gottfried Lichtwer
Mancher meint er kenne jedermann, der sich doch selbst nicht kennen kann.
— Albrecht Dürer
Wer die Vergangenheit liebt, liebt eigentlich das Leben.
— Jean Paul
Niemand vermutet, wie viel von seiner Ehrlichkeit er den Gesetzen zu verdanken hat.
— Emanuel Wertheimer
Jedem Genusse folgt sein Schatten, die Unlust.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Der Mensch ist dazu bestimmt, den Sturz seiner Götter zu überleben.
— David Herbert Lawrence
Denn es liegt, so wie wir beschaffen sind, nicht in unserer Macht, die Schranken zu durchbrechen, welche uns von der Erkenntnis der Welt trennen.
— Helene von Druskowitz
Wie könnte die Macht der Presse bestehen, wenn wir sie einfach ignorierten? Und wie wenig Anstrengung hätte uns das zu kosten!
— Richard Wagner
Stimmung ist Schweigen in Gefühlen, die man nicht hat
— Oscar Wilde
Ich bin nicht mehr jung genug, um alles zu wissen.
— Oscar Wilde
Die Herrlichkeit der Welt ist immer adäquat der Herrlichkeit des Geistes, der sie betrachtet. Der Gute findet hier sein Paradies, der Schlechte geniesst schon hier seine Hölle.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.
— Max Planck
Was ist Reue ? Eine grosse Trauer darüber, dass wir sind, wie wir sind.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der gesunde Verstand sagt uns, dass die Dinge der Erde nur sehr wenig Realität besitzen und dass es wahre Wirklichkeit nur in den Träumen gibt.
— Charles Baudelaire
Heutzutage hat jeder vor sich selbst Angst.
— Oscar Wilde
Aller Laster Anfang ist die Langeweile.
— Sören Kierkegaard
Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die einzige Möglichkeit eine Versuchung loszuwerden, ist ihr nachzugeben.
— Oscar Wilde
Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen.
— Wilhelm Raabe
Der Süden ist immer da, wo man noch nicht hingekommen ist.
— Carl Spitteler
Nicht alle lebendigen Dinge sind leicht zu begreifen.
— Fjodor M. Dostojewski
Wer sich selbst beherrschen kann, beherrscht andere.
— William Hazlitt
Es gibt viele Dinge, die nicht vernünftig und doch ganz natürlich sind.
— George Bernard Shaw
Auf dem Herzen steht, wie auf gewissen Medizinen: Vor Gebrauch schütteln.
— Rainer Maria Rilke
Wahrscheinlich sieht sich jede Generation beauftragt, die Welt neu zu erfinden. Meine Generation aber weiß, dass sie die Welt nicht neu erschaffen kann. Unsere Aufgabe ist größer: die Welt davon abzub …
— Albert Camus
Gleich wichtig ist es, sich bei der Freude wie beim Schmerz zu mäßigen.
— Seneca
Wem zu glauben ist, redlicher Freund, das kann ich dir sagen: Glaube dem Leben; es lehrt besser als Redner und Buch.
— Wilhelm Busch
Ich müßte eine Hölle haben für meinen Zorn, eine Hölle für meinen Stolz – und die Hölle der Zärtlichkeit. Ein Konzert von Höllen.
— Arthur Rimbaud
Jugend bedeutet den Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit, den Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit.
— Perikles
Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch.
— José Ortega y Gasset
Nichts ist so fürchterlich als die Macht der Dummheit in den Klugen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …
— François de la Rochefoucauld
Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.
— Jean-Baptiste Molière
Wir haben viele Sündenböcke, aber der populärste ist die Vorsehung.
— Mark Twain
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagworten.
— Robert Louis Stevenson