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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 14

  1. Jede Gewöhnung, sogar die Verstellung, wird Eigenschaft schließlich; Schwermut, stelle dich leicht, bis du zum Gleichmut gedeihst!

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  2. Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen.

    Leo Tolstoi

  3. Ein jeder achte wohl darauf, welche Träume er im heimlichen Winkel seiner Seele hegt; denn wenn sie erst großgewachsen sind, werden sie leicht seine Herren!

    Gustav Freytag

  4. Es fliehen nicht alle, die den Rücken kehren.

    Christoph Lehmann

  5. Jugend ist die Zeit des Lebensgenusses, die Triumphe des Mannesalters und der Reichtum vorgerückter Jahre bieten keinen Ersatz für eine in genußloser Anstrengung vergeudete Jugend.

    Johann Nepomuk Nestroy

  6. Die echte Freiheit ist nicht eine Freiheit von etwas, sondern eine Freiheit zu etwas.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  7. Der beste Teil der Schönheit ist der, den ein Bild nicht wiedergeben kann

    Francis Bacon

  8. Nach einem bösen Traum sieht man, welchen Stoff zu einer Hölle ein bloßes Gehirn in sich aufbewahrt.

    Jean Paul

  9. Anmut ist ein Ausströmen der inneren Harmonie.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  10. Im Prinzip bin ich ja nicht abergläubisch, aber wenn wir heute Freitag den 13. hätten, käme ich doch lieber ein andermal wieder.

    Alexander Puschkin

  11. In der vollkommenen Stille hört man die ganze Welt.

    Kurt Tucholsky

  12. Es ist ein Tasten in der Welt, als wären wir alle abgestürzt und suchten in der Finsternis nach irgendeinem Stützpunkt zum Aufschwung.

    Carl Ludwig Schleich

  13. Zaghaftigkeit in der Ausführung macht tollkühne Unternehmungen zunichte.

    Marquis de Vauvenargues

  14. Die Zeit bekehrt mehr Menschen als die Vernunft.

    Thomas Paine

  15. Kein Weiser, glaube mir, spricht: "Morgen will ich leben." Der Morgen ist zu spät; heut ziemt sich's anzuheben.

    Martin Opitz

  16. Der Mensch kann nicht anders als menschlich urteilen.

    Nikolaus von Kues

  17. Aus der Geduld geht der unschätzbare Frieden hervor, welcher das Glück der Welt ist.

    Baltasar Gracián y Morales

  18. Wie Fackeln und Feuerwerk vor der Sonne blass und unscheinbar werden, so wird sowohl Schönheit als Geist, ja Genie, überstrahlt von der Güte des Herzens.

    Arthur Schopenhauer

  19. Vorsicht ist die Einstellung, die das Leben sicherer macht, aber selten glücklich.

    Samuel Johnson

  20. Um überhaupt etwas zu sehen, muss man den Sand aus den Augen kriegen, den die Gegenwart ständig hineinstreut.

    Hugo von Hofmannsthal

  21. Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.

    Albert Einstein

  22. Wir verbringen so viel Zeit mit Dingen, die dringend sind, so dass keine mehr übrig ist für Dinge, die wichtig sind.

    Henry Ward Beecher

  23. Wenn alles auf Erden vernünftig wäre, würde nichts geschehen.

    Fjodor M. Dostojewski

  24. Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.

    José Ortega y Gasset

  25. An seinen Feinden rächt man sich am besten dadurch, dass man besser wird als sie.

    Diogenes Laertius

  26. Alle Menschen haben eine Ahnung und Idee der Wahrheit in sich.

    Matthias Claudius

  27. Wenn man seine Kindheit bei sich hat, wird man nie älter

    Johann Wolfgang von Goethe

  28. Die Vorsehung wirkt ihre höchsten Ziele durch scheinbare Zufälle.

    John Henry Newman

  29. Von allen Qualen, die den Menschen heimsuchen, ist die Selbstverachtung die höchste.

    Berthold Auerbach

  30. Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  31. Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter einfach dadurch, dass es häufig vorkommt.

    Bertolt Brecht

  32. Diese Welt ist eine Treppe; der eine steigt hinauf, der andere steigt hernieder.

    Katharina von Siena

  33. Was gestern absurd schien, wird heute allgemein geglaubt und ist morgen banal

    Daniel Spitzer

  34. Tadle nichts Menschliches! Alles ist gut, nur nicht überall, nur nicht immer, nur nicht für alle.

    Novalis

  35. Kluge Leute sind selten mutig. Sie sind vorsichtig und maßvoll, also eigentlich feige. Wirklichen Mut haben nur die Narren.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  36. Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.

    Karl Marx

  37. Wer nicht weiß, dass er eine Maske trägt, trägt sie am vollkommensten

    Theodor Fontane

  38. Zwei Dinge sollte ein Mensch nie beklagen: das, was er ändern kann, und das, was er nicht ändern kann.

    Thomas Fuller

  39. Der Mensch ist für eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes Wesen sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen als seinem Ursprung und Ziel.

    Matthias Claudius

  40. Träume verhauchen - und nackte, geschundene Menschen erwachen

    Emil Gött

  41. Alle Tragödien beendet der Tod, alle Komödien die Ehe

    Lord Byron

  42. Nach den Jahren der Last kommt die Last der Jahre

    Johann Wolfgang von Goethe

  43. Es gibt keinen Ausweg, den ein Mensch nicht beschreitet, um die tatsächliche Arbeit des Denkens zu vermeiden.

    Thomas Alva Edison

  44. Das Leben ist ein Paradies, und alle sind wir im Paradiese, wir wollen es nur nicht wahrhaben; wenn wir es aber wahrhaben wollten, so würden wir morgen im Paradiese sein

    Fjodor M. Dostojewski

  45. Leben ist die Kunst, aus falschen Voraussetzungen die richtigen Schlüsse zu ziehen

    Samuel Butler

  46. Das Gedächtnis hebt die Zeit auf: Es vereint, was dem Anschein nach getrennt vor sich geht.

    Leo Tolstoi

  47. Das Gesetz ist lückenhaft, das Recht ist lückenlos.

    Joseph Unger

  48. Das Wetter und meine Launen haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meine Nebel und meinem Sonnenschein in meinem Inneren.

    Blaise Pascal

  49. In einer Welt, die allem fragwürdig geworden ist, suchen wir philosophierend die Richtung zu halten, ohne das Ziel zu kennen.

    Karl Theodor Jaspers

  50. Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht

    Albert Schweitzer

  51. Für gewöhnlich stehen nicht die Worte in der Gewalt der Menschen, sondern die Menschen in der Gewalt der Worte.

    Hugo von Hofmannsthal

  52. Der Mensch kann wohl die höchsten Gipfel erreichen, aber nicht lange dort verweilen

    George Bernard Shaw

  53. Was eine Nation groß macht, sind nicht in erster Linie die großen Männer. Es ist das Format der Mittelmäßigen.

    José Ortega y Gasset

  54. Schweigen ist die unerträglichste Erwiderung.

    Gilbert Keith Chesterton

  55. Überhaupt hat der Fortschritt an sich, dass er viel größer ausschaut, als er wirklich ist.

    Johann Nepomuk Nestroy

  56. Wie vergänglich ist doch der Mensch auf dieser Erde, ein Baum überdauert ihn, eine Steinstufe wird hundertmal älter, als der Menschenfuß, der sie tritt.

    Paul Keller

  57. Die Wahrheit ist zu schwer für uns. Wir lügen oft, weil wir es gut meinen.

    Paul Keller

  58. Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühle, der es an Steinen fehlt.

    Christian Friedrich Hebbel

  59. Kräfte lassen sich nicht mitteilen, sondern nur wecken.

    Georg Büchner

  60. Unruhe ist der ärgste Dämon im Leben.

    Berthold Auerbach