
Der Mensch ist für eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes Wesen sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen als seinem Ursprung und Ziel.
Bedeutung
Matthias Claudius, der norddeutsche Dichter und Herausgeber, formuliert in diesem Zitat eine anthropologische Grundüberzeugung: Der Mensch ist nicht für Enge, Zwang und Beschränkung gemacht, sondern für Freiheit. Und sein innerstes Wesen – sein Herz, seine Seele – sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen, weil er von dort kommt und dorthin strebt. Das ist eine religiös gefärbte Sicht: Der Mensch ist ein Wesen zwischen Erde und Himmel, zwischen Endlichkeit und Sehnsucht nach dem Unendlichen. Claudius, der tief gläubig war und Schlichtheit mit Tiefe verband, beschreibt damit die menschliche Grundverfassung.
Verwendung
Passend als Claudius-Zitat in Texten über Freiheit, menschliche Würde und die religiöse Sehnsucht des Menschen sowie für Beiträge über Anthropologie, Glaube und die Natur des menschlichen Strebens. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Tiefe der menschlichen Seele und ihre Ausrichtung auf das Unendliche.
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Über Matthias Claudius
Über den Autor
Dichter und Lyriker · Deutsch · 1740 - 1815
Matthias Claudius (1740–1815) war ein deutscher Dichter und Journalist, der unter dem Pseudonym Asmus volksliedhafte, intensiv empfundene Lyrik schrieb.
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Geboren in Reinfeld (Holstein), wirkte Claudius als Journalist und Herausgeber des „Wandsbecker Bothen", in dem viele seiner Gedichte erschienen. Sein bekanntestes Werk „Der Mond ist aufgegangen" wurde zum geistlichen Volkslied. Er starb am 21. Januar 1815 in Hamburg.
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