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Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben

Spruchbild: Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

Bedeutung

Paul Heyse, der erste deutsche Nobelpreisträger für Literatur, formuliert in diesem Zitat eine Unterscheidung zwischen Wissen und Erlebnis: Was man sich ausdenkt oder gelesen hat, kann zum Nachdenken anregen – aber nur was man wirklich erlebt hat, belebt. Das Erdachte bleibt abstrakt; das Erlebte ist lebendig, weil es im ganzen Menschen verankert ist. Heyse, der selbst ein außerordentlich produktiver Erzähler war, wusste, dass die stärkste Literatur aus gelebter Erfahrung schöpft und nicht aus bloßer Kombination von Ideen.

Verwendung

Passend als Heyse-Zitat in Texten über Erfahrung, Literatur und die Grenzen des bloßen Denkens sowie für Beiträge über Bildung, kreatives Schreiben und den Wert des Erlebten gegenüber dem Erdachten. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Lernen durch Erfahrung und die Lebendigkeit des Gelebten.

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Über Paul Johann Ludwig von Heyse

Über den Autor

1830 - 1914

Paul Johann Ludwig von Heyse (1830–1914) war der erste deutsche Belletrist, dem 1910 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde, und hinterließ u. a. rund 180 Novellen.

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Heyse wurde in Berlin geboren und verbrachte den Großteil seines Lebens in München, wo er als einflussreicher „Dichterfürst" Freundschaften mit den führenden Geistern seiner Zeit pflegte. Sein Gesamtwerk umfasst neben den Novellen auch 68 Dramen, acht Romane und zahlreiche Gedichte – verlegt in 15 Bänden von je rund 700 Seiten. Theodor Fontane traute ihm zu, seiner Epoche den Namen zu geben und ein „Heysesches Zeitalter" einzuleiten.

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