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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 42

  1. Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.

    Friedrich Georg Jünger

  2. Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Innern hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.

    Jean Paul

  3. Das hat die Freude mir dem Schmerz gemein, dass sie die Menschen der Vernunft beraubt.

    August von Platen

  4. Das Alter ist ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.

    François de la Rochefoucauld

  5. Nur in der Jugend ist man Weltbürger. Die besten unter den Alten sind nur Erdenbürger.

    Ludwig Börne

  6. Wir mögen die Himmel erstürmen und neue Sterne ohne Zahl finden: Es gibt immer noch den neuen Stern, den wir nicht gefunden haben - jenen, auf dem wir geboren sind.

    Gilbert Keith Chesterton

  7. Wer über den See geht, wechselt den Himmel, doch nicht den Charakter.

    Horaz

  8. Es ist mit der Weltenuhr wie mit der des Zimmers. Am Tage sieht man sie wohl, aber hört sie fast gar nicht. Des Nachts aber hört man sie gehen wie ein großes Herz.

    Christian Morgenstern

  9. Durch bloße Lehren sind nie die Menschen zu bekehren: Das gute Beispiel prägt allein der Lehre Sinn dem Herzen ein.

    Friedrich von Bodenstedt

  10. Die Einfachheit des Geistes ist Dummheit, die des Herzens Unschuld.

    Giacomo Casanova

  11. Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.

    Friedrich von Schiller

  12. Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat

    Christian Johann Heinrich Heine

  13. Jeder will Freiheit haben, und niemand will sie geben.

    Oliver Cromwell

  14. Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firnament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  15. Immer wieder, wenn wir sinnen, stürzt die Welt in wilde Stücke; immer wieder, still von innen, fügen wir die schöne Brücke.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  16. Trübe Tage werden gegen Abend, wenn die Sonne hinabsteigt, heller; und manches trübe Leben erfährt dieselbe Begnadigung.

    Moritz Heimann

  17. Der Mensch lebt in einem beständigen Krieg mit dem Zufall. Wir wandern auf Glatteis und sind keinen Augenblick sicher, dass wir nicht fallen

    Friedrich Vischer

  18. Die Strafe, die züchtigt ohne zu verhüten, heißt Rache.

    Albert Camus

  19. Man sieht es den Menschen oft noch im hohen Alter an, dass sie einmal jung waren.

    George Bernard Shaw

  20. Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.

    Jean Paul

  21. Die Freiheit ist ein Gut, das alle anderen Güter zu genießen erlaubt.

    Charles-Louis de Montesquieu

  22. Unbestechlichkeit ist nicht an Regeln gebunden.

    Albert Camus

  23. Wir müssen ein Schiff bauen, mit dem wir die Raumozeane des Weltalls befahren können.

    Johannes Kepler

  24. Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.

    Horaz

  25. Die Jahre lehren viel, wovon der Tag keine Ahnung hat.

    Ralph Waldo Emerson

  26. Gerechtigkeit ist Wahrheit in Aktion.

    Joseph Joubert

  27. Unsere Seele muss, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln.

    Gottfried Keller

  28. Die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

    Samuel Johnson

  29. Es ist kein Leben davon frei, ein jedes hat seine Regenzeit und Tage trüb und traurig.

    Henry Wadsworth Longfellow

  30. Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.

    Nicolaus Machiavelli

  31. Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue.

    Friedrich Rückert

  32. Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.

    Friedrich Rückert

  33. Jeder Segen der Zivilisation ist entweder ein Fluch oder überflüssig.

    August Strindberg

  34. Geschichte ist nichts anderes als die Unfallchronik der Menschheit.

    Charles de Talleyrand

  35. Es fliessen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge, Sicherheit ist nirgendwo.

    Arthur Schnitzler

  36. Für die Unwissenden ist das Alter die Zeit des Winters. Für die Weisen ist es die Zeit der Ernte.

    James Beattie

  37. Dein tägliches Quantum Sonnenschein mußt du dir täglich selbst verdienen.

    Hermann Sudermann

  38. Labyrinthe reizen zwar zum Hindurchgehen, aber meist nur, solange es ein übersichtliches Vergnügen ist.

    Johann Jakob Bachofen

  39. In deiner Zelle erlangst du wieder, was du draußen häufig verlierst

    Thomas à Kempis

  40. Die Waage gleicht der großen Welt: Das Leichte steigt, das Schwere fällt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  41. Sich sorgen ist fast so gut wie sich freuen. Unerträglich wird das Leben für den, der weder Freuden noch Sorgen hat.

    Henry Wadsworth Longfellow

  42. Ich singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet. Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet.

    Johann Wolfgang von Goethe

  43. Das Warten lässt mich nicht verdrießen.

    Gottlieb Konrad Pfeffel

  44. Die Schritte der Menschheit sind langsam. Man kann sie nur in Jahrhunderten messen.

    Georg Büchner

  45. Warum hat Gott den Menschen das Gefühl der Schamhaftigkeit eingeflößt? Damit der Schneider leben kann.

    Georg Büchner

  46. Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.

    Joseph Joubert

  47. Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, dass sie die Seele des Menschen in seinem Körper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quart …

    Denis Diderot

  48. Eine Sache, die niemand glaubt, kann nicht oft genug bewiesen werden.

    George Bernard Shaw

  49. Die feine Lebensart schließt nicht immer Güte, Billigkeit, Gefälligkeit, Dankbarkeit in sich. Aber sie verleiht wenigstens den Anschein davon und stellt den Menschen äußerlich dar, wie er innerlich se …

    Jean de la Bruyère

  50. Wir verdanken den Leidenschaften vielleicht die größten Vorzüge des Verstandes

    Marquis de Vauvenargues

  51. Verstanden zu werden bedeutet heutzutage, ertappt zu sein.

    Oscar Wilde

  52. Wer fällt ein Urteil oder kennt den Sachverhalt, bevor er beide Teile klar vernommen hat?

    Euripides

  53. Das einzige, was der Illusionslose respektiert, ist die Hoffnung

    Marquis de Vauvenargues

  54. Ruhmsucht beweist ebenso sehr unsere Anmaßung als die Unsicherheit über unseren Wert.

    Marquis de Vauvenargues

  55. Wenn man die Verteidigung nicht widerlegen kann, tadelt man die Art derselben

    Joseph Joubert

  56. Umsonst fragst du die Schrift um Auskunft, frage lieber die Erfahrung.

    Bernhard von Clairvaux

  57. Die nicht zivilisierte, unverdorbene Welt ist das beste Verjüngungsmittel.

    Paul Gauguin

  58. Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.

    Paul Gauguin

  59. Das Volk, welches seine Vergangenheit von sich wirft, entblößt seine feinsten Lebensnerven allen Stürmen der wetterwendischen Zukunft.

    Johann Joseph von Görres

  60. Die schlechte Absicht ist immer auf den Beinen.

    Emil Gött