Sprüche über das Leben
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Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.
— Friedrich Georg Jünger
Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Innern hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.
— Jean Paul
Das hat die Freude mir dem Schmerz gemein, dass sie die Menschen der Vernunft beraubt.
— August von Platen
Das Alter ist ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.
— François de la Rochefoucauld
Nur in der Jugend ist man Weltbürger. Die besten unter den Alten sind nur Erdenbürger.
— Ludwig Börne
Wir mögen die Himmel erstürmen und neue Sterne ohne Zahl finden: Es gibt immer noch den neuen Stern, den wir nicht gefunden haben - jenen, auf dem wir geboren sind.
— Gilbert Keith Chesterton
Wer über den See geht, wechselt den Himmel, doch nicht den Charakter.
— Horaz
Es ist mit der Weltenuhr wie mit der des Zimmers. Am Tage sieht man sie wohl, aber hört sie fast gar nicht. Des Nachts aber hört man sie gehen wie ein großes Herz.
— Christian Morgenstern
Durch bloße Lehren sind nie die Menschen zu bekehren: Das gute Beispiel prägt allein der Lehre Sinn dem Herzen ein.
— Friedrich von Bodenstedt
Die Einfachheit des Geistes ist Dummheit, die des Herzens Unschuld.
— Giacomo Casanova
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.
— Friedrich von Schiller
Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat
— Christian Johann Heinrich Heine
Jeder will Freiheit haben, und niemand will sie geben.
— Oliver Cromwell
Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firnament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.
— Friedrich Maximilian von Klinger
Immer wieder, wenn wir sinnen, stürzt die Welt in wilde Stücke; immer wieder, still von innen, fügen wir die schöne Brücke.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Trübe Tage werden gegen Abend, wenn die Sonne hinabsteigt, heller; und manches trübe Leben erfährt dieselbe Begnadigung.
— Moritz Heimann
Der Mensch lebt in einem beständigen Krieg mit dem Zufall. Wir wandern auf Glatteis und sind keinen Augenblick sicher, dass wir nicht fallen
— Friedrich Vischer
Die Strafe, die züchtigt ohne zu verhüten, heißt Rache.
— Albert Camus
Man sieht es den Menschen oft noch im hohen Alter an, dass sie einmal jung waren.
— George Bernard Shaw
Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.
— Jean Paul
Die Freiheit ist ein Gut, das alle anderen Güter zu genießen erlaubt.
— Charles-Louis de Montesquieu
Unbestechlichkeit ist nicht an Regeln gebunden.
— Albert Camus
Wir müssen ein Schiff bauen, mit dem wir die Raumozeane des Weltalls befahren können.
— Johannes Kepler
Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.
— Horaz
Die Jahre lehren viel, wovon der Tag keine Ahnung hat.
— Ralph Waldo Emerson
Gerechtigkeit ist Wahrheit in Aktion.
— Joseph Joubert
Unsere Seele muss, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln.
— Gottfried Keller
Die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
— Samuel Johnson
Es ist kein Leben davon frei, ein jedes hat seine Regenzeit und Tage trüb und traurig.
— Henry Wadsworth Longfellow
Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.
— Nicolaus Machiavelli
Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue.
— Friedrich Rückert
Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.
— Friedrich Rückert
Jeder Segen der Zivilisation ist entweder ein Fluch oder überflüssig.
— August Strindberg
Geschichte ist nichts anderes als die Unfallchronik der Menschheit.
— Charles de Talleyrand
Es fliessen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge, Sicherheit ist nirgendwo.
— Arthur Schnitzler
Für die Unwissenden ist das Alter die Zeit des Winters. Für die Weisen ist es die Zeit der Ernte.
— James Beattie
Dein tägliches Quantum Sonnenschein mußt du dir täglich selbst verdienen.
— Hermann Sudermann
Labyrinthe reizen zwar zum Hindurchgehen, aber meist nur, solange es ein übersichtliches Vergnügen ist.
— Johann Jakob Bachofen
In deiner Zelle erlangst du wieder, was du draußen häufig verlierst
— Thomas à Kempis
Die Waage gleicht der großen Welt: Das Leichte steigt, das Schwere fällt.
— Gotthold Ephraim Lessing
Sich sorgen ist fast so gut wie sich freuen. Unerträglich wird das Leben für den, der weder Freuden noch Sorgen hat.
— Henry Wadsworth Longfellow
Ich singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet. Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Warten lässt mich nicht verdrießen.
— Gottlieb Konrad Pfeffel
Die Schritte der Menschheit sind langsam. Man kann sie nur in Jahrhunderten messen.
— Georg Büchner
Warum hat Gott den Menschen das Gefühl der Schamhaftigkeit eingeflößt? Damit der Schneider leben kann.
— Georg Büchner
Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.
— Joseph Joubert
Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, dass sie die Seele des Menschen in seinem Körper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quart …
— Denis Diderot
Eine Sache, die niemand glaubt, kann nicht oft genug bewiesen werden.
— George Bernard Shaw
Die feine Lebensart schließt nicht immer Güte, Billigkeit, Gefälligkeit, Dankbarkeit in sich. Aber sie verleiht wenigstens den Anschein davon und stellt den Menschen äußerlich dar, wie er innerlich se …
— Jean de la Bruyère
Wir verdanken den Leidenschaften vielleicht die größten Vorzüge des Verstandes
— Marquis de Vauvenargues
Verstanden zu werden bedeutet heutzutage, ertappt zu sein.
— Oscar Wilde
Wer fällt ein Urteil oder kennt den Sachverhalt, bevor er beide Teile klar vernommen hat?
— Euripides
Das einzige, was der Illusionslose respektiert, ist die Hoffnung
— Marquis de Vauvenargues
Ruhmsucht beweist ebenso sehr unsere Anmaßung als die Unsicherheit über unseren Wert.
— Marquis de Vauvenargues
Wenn man die Verteidigung nicht widerlegen kann, tadelt man die Art derselben
— Joseph Joubert
Umsonst fragst du die Schrift um Auskunft, frage lieber die Erfahrung.
— Bernhard von Clairvaux
Die nicht zivilisierte, unverdorbene Welt ist das beste Verjüngungsmittel.
— Paul Gauguin
Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.
— Paul Gauguin
Das Volk, welches seine Vergangenheit von sich wirft, entblößt seine feinsten Lebensnerven allen Stürmen der wetterwendischen Zukunft.
— Johann Joseph von Görres
Die schlechte Absicht ist immer auf den Beinen.
— Emil Gött