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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 52

  1. Es gibt für den Sterblichen kein Zurück; auch nicht eine Minute kehrt in gleicher Weise wieder.

    Sophie Alberti

  2. Das Gegenteil eines erfüllten Lebens ist ein leeres oder überfülltes Leben.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  3. Altersproblem: Die Zeit nimmt ab und die Langsamkeit zu.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  4. Hinter dem Traum der ewigen Jugend steht oft die Realität ewiger Unreife.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  5. Esoterik: Früher wartete man ein Leben lang aufs Jenseits, heute will man es schon im Diesseits.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  6. Die Weltgeschichte liest sich wie eine Krankengeschichte der Menschheit

    Henriette Wilhelmine Hanke

  7. Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben

    Henriette Wilhelmine Hanke

  8. Unserer Welt wäre sehr geholfen, wenn das Befrieden an die Stelle des Befriedigens träte.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  9. Den aufrechten Gang hat der Mensch schon in seinen Anfängen gelernt, aber er macht ihm jetzt noch zu schaffen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  10. Manche Menschen sind bereit, für ihre Sicherheit die größten Risiken einzugehen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  11. Die wenigsten Menschen genießen ein Leben, das nur aus Genuss besteht.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  12. Die Wirklichkeit des Lebens besteht nicht aus Gefühl, sondern aus Aktivität

    Simone Weil

  13. Das Geschöpf muss glauben, dass es nicht ist, um alles zu sein

    Simone Weil

  14. Wir machen keine neuen Erfahrungen, aber es sind immer neue Menschen, die alte Erfahrungen machen.

    Rahel Varnhagen von Ense

  15. Alles ist schwankend, und nur ein Glück ist sicher: seine Pflicht zu tun bis in den Tod.

    Wilhelmine von Hillern

  16. Der Mensch hängt unzerreißbar fest an den Wurzeln seiner Ehre, wie weit sie auch in die graueste Vergangenheit hineinragen.

    Wilhelmine von Hillern

  17. Das, wofür du keinen Sinn hast, geht für dich verloren, wie die Farbenwelt dem Blinden.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  18. In jedem Leben gibt es Augenblicke, in welchen die Gegenwart mächtiger wirkt als die Vergangenheit und Zukunft.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  19. Es bleibt immer etwas hängen am Menschen von seiner Heimat.

    Wilhelmine Heimburg

  20. Es ist erstaunlich, wie wenig Zeit es für sehr schöne Dinge braucht um zu geschehen

    Frances Hodgson Burnett

  21. Der beste Test für Disziplin ist ihre Abwesenheit

    Clara Barton

  22. Das Äußere des Menschen ist der Text zu allem, was man über ihn sagen kann.

    Rahel Varnhagen von Ense

  23. In der Tiefe ihres Gemütes verbirgt die Menschheit ihre Schätze.

    Rahel Varnhagen von Ense

  24. Alles, was wir wissen, bezieht sich auf etwas, was wir nicht wissen

    Rahel Varnhagen von Ense

  25. Ich lebe. Das völligste Leben, mit Bewußtsein.

    Rahel Varnhagen von Ense

  26. Je mehr Einsicht, desto mehr Ein- und Zustimmung wird das Leben uns abgewinnen, wenn es auch noch mehr Arbeit fordert.

    Rahel Varnhagen von Ense

  27. Weißt du, warum wir hoffen? Wir können nicht ohne Bild leben. Ohne Hoffen haben wir kein Bild in der Seele; da ist nichts.

    Rahel Varnhagen von Ense

  28. An sich arbeiten; klar machen, was uns verwirrt und drückt, und wären es die größten Schmerzen – heißt gut sein.

    Rahel Varnhagen von Ense

  29. Jedes menschliche Wesen hat Anspruch auf eine Erziehung, die es fähig macht, auf sich selbst zu ruhen.

    Malwida von Meysenbug

  30. Die wirkliche Freiheit besteht in der Vereinigung mit der Notwendigkeit. Die Aufgabe besteht darin, die richtige Notwendigkeit zu wählen

    Friedrich Wilhelm Josef Ritter von Schelling

  31. Das Leben ist ein Wunder. Es kommt über mich, dass ich oftmals die Augen schließen muss.

    Paula Modersohn-Becker

  32. Tränen sind das Salz des Lebens, wenn es aber versalzen ist, bleibt ein unauslöschlicher Durst zurück.

    Friedrich Schleiermacher

  33. Die Tränen sind für das Herz, was das Wasser für die Fische ist.

    Gustave Flaubert

  34. Das Alltägliche genügt, um es zu tun. Soll man auch noch davon reden?

    Philipp Otto Runge

  35. Wer die Klarheit hat, der gehört dem Licht an, und wäre er verborgen am Rande der Schöpfung.

    Philipp Otto Runge

  36. Das Licht können wir nicht begreifen, und die Finsternis sollen wir nicht begreifen, da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen, das ist: Blau und Rot und Ge …

    Philipp Otto Runge

  37. Tränen sind der Zoll für den Garten Gottes.

    Manfred Kyber

  38. Tränen haben etwas Heiliges. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kraft. Sie sprechen beredter als zehntausend Zungen. Sie sind die Verkünder bedrückendsten Kummers, tiefer Reue und unaussp …

    Washington Irving

  39. Es ist schändlich, um des Lebens willen den Sinn des Lebens zu verlieren.

    Juvenal

  40. Tränen sind der Augen edle Sprache.

    Robert Herrick

  41. Wir vertreiben uns die Zeit so lange, bis sie uns vertreibt.

    August Pauly

  42. Es gibt Dinge im Leben und in der Wissenschaft, welche nur die kühnste Phantasie zu erfassen vermag, und andere, die nur der ruhigste Verstand sieht. Darum gehören auch so oft zwei Menschen dazu, um e …

    August Pauly

  43. Jedes Zeitalter schlägt von der hinter ihm liegenden Literatur anderer Bücher auf und andere zu, lernt Vergessenes wieder und vergisst Erlerntes.

    August Pauly

  44. Jede Zeit erkennt die Fehler ihrer Vorgängerin wie jeder Narr die Narrheit eines anderen, aber nicht seine eigene.

    August Pauly

  45. Zeit verleiht allen Dingen Würde. Sie gibt ein Weniges von ihrer Ewigkeit an sie ab.

    August Pauly

  46. Geschichte macht aus uns unverständigen Neulingen in der Welt tausendjährige Weise.

    August Pauly

  47. Es ist ein gesegneter Augenblick, in welchem der Mensch seine eigene Dummheit begreift.

    August Pauly

  48. Die Menschen haben viele Götter erfunden und werden dies auch weiterhin tun, aber keinen, den sie nicht glaubten hinterhergehen zu können.

    August Pauly

  49. Wenn der Verstand seine Rechnung abgeschlossen hat, setzt Empfindung die großen Zahlen ein, die er übersehen hat.

    August Pauly

  50. Unser ganzes Leben hindurch zieht die Erde an uns, als wollte sie uns Flüchtlinge wieder haben, und endlich bekommt sie uns auch.

    August Pauly

  51. Wenn plötzlich in der Menschheit Vernunft einkehrte, so würde in allen ihren Dingen die größte Revolution eintreten, welche sie je gesehen hätte.

    August Pauly

  52. Die Menge ist ein dummes Tier, auf dessen Rücken sich jeder schlaue Glücksritter schwingen kann und trägt sie ihn einmal, so bringt ihn keiner mehr herunter als die Zeit. Diese aber sicher.

    August Pauly

  53. Delinquenten des Lebens, die wir sind, von denen keiner eine Begnadigung zu erhoffen hat, bitten wir nun um eine schmerzlose Hinrichtung.

    August Pauly

  54. Gleicht das Leben nicht einem Akrobaten, der auf einer rollenden Kugel läuft, sich mit Kunst lange oben hält, aber endlich doch herunter muss aus Müdigkeit?

    August Pauly

  55. Der moderne Mensch hat seine Körperoberfläche so sehr vergessen, dass ihm seine Kleider besser gefallen, als seine Haut.

    August Pauly

  56. Im Blick kommt die Seele ans Fenster.

    August Pauly

  57. Das Leben mäßigt uns immer, mäßigt uns so lange, bis wir als stille Leute mit idealen Leichengesichtern bedürfnislos in unseren Särgen liegen.

    August Pauly

  58. Das Leben ist eine Erscheinung, welche an sich selbst ermüdet. Es lässt sich nur erhalten durch Unterbrechung. Es muss immer umgegossen werden in neue Individuen.

    August Pauly

  59. Wenn einem ein Licht aufgesteckt werden soll, muss er schon ein Fünkchen davon haben.

    August Pauly

  60. Altwerden ist nur steigende Müdigkeit vor dem Schlafengehen

    Theresa Keiter