Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 52
Es gibt für den Sterblichen kein Zurück; auch nicht eine Minute kehrt in gleicher Weise wieder.
— Sophie Alberti
Das Gegenteil eines erfüllten Lebens ist ein leeres oder überfülltes Leben.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Altersproblem: Die Zeit nimmt ab und die Langsamkeit zu.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Hinter dem Traum der ewigen Jugend steht oft die Realität ewiger Unreife.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Esoterik: Früher wartete man ein Leben lang aufs Jenseits, heute will man es schon im Diesseits.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Die Weltgeschichte liest sich wie eine Krankengeschichte der Menschheit
— Henriette Wilhelmine Hanke
Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben
— Henriette Wilhelmine Hanke
Unserer Welt wäre sehr geholfen, wenn das Befrieden an die Stelle des Befriedigens träte.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Den aufrechten Gang hat der Mensch schon in seinen Anfängen gelernt, aber er macht ihm jetzt noch zu schaffen.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Manche Menschen sind bereit, für ihre Sicherheit die größten Risiken einzugehen.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Die wenigsten Menschen genießen ein Leben, das nur aus Genuss besteht.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Die Wirklichkeit des Lebens besteht nicht aus Gefühl, sondern aus Aktivität
— Simone Weil
Das Geschöpf muss glauben, dass es nicht ist, um alles zu sein
— Simone Weil
Wir machen keine neuen Erfahrungen, aber es sind immer neue Menschen, die alte Erfahrungen machen.
— Rahel Varnhagen von Ense
Alles ist schwankend, und nur ein Glück ist sicher: seine Pflicht zu tun bis in den Tod.
— Wilhelmine von Hillern
Der Mensch hängt unzerreißbar fest an den Wurzeln seiner Ehre, wie weit sie auch in die graueste Vergangenheit hineinragen.
— Wilhelmine von Hillern
Das, wofür du keinen Sinn hast, geht für dich verloren, wie die Farbenwelt dem Blinden.
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
In jedem Leben gibt es Augenblicke, in welchen die Gegenwart mächtiger wirkt als die Vergangenheit und Zukunft.
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
Es bleibt immer etwas hängen am Menschen von seiner Heimat.
— Wilhelmine Heimburg
Es ist erstaunlich, wie wenig Zeit es für sehr schöne Dinge braucht um zu geschehen
— Frances Hodgson Burnett
Der beste Test für Disziplin ist ihre Abwesenheit
— Clara Barton
Das Äußere des Menschen ist der Text zu allem, was man über ihn sagen kann.
— Rahel Varnhagen von Ense
In der Tiefe ihres Gemütes verbirgt die Menschheit ihre Schätze.
— Rahel Varnhagen von Ense
Alles, was wir wissen, bezieht sich auf etwas, was wir nicht wissen
— Rahel Varnhagen von Ense
Ich lebe. Das völligste Leben, mit Bewußtsein.
— Rahel Varnhagen von Ense
Je mehr Einsicht, desto mehr Ein- und Zustimmung wird das Leben uns abgewinnen, wenn es auch noch mehr Arbeit fordert.
— Rahel Varnhagen von Ense
Weißt du, warum wir hoffen? Wir können nicht ohne Bild leben. Ohne Hoffen haben wir kein Bild in der Seele; da ist nichts.
— Rahel Varnhagen von Ense
An sich arbeiten; klar machen, was uns verwirrt und drückt, und wären es die größten Schmerzen – heißt gut sein.
— Rahel Varnhagen von Ense
Jedes menschliche Wesen hat Anspruch auf eine Erziehung, die es fähig macht, auf sich selbst zu ruhen.
— Malwida von Meysenbug
Die wirkliche Freiheit besteht in der Vereinigung mit der Notwendigkeit. Die Aufgabe besteht darin, die richtige Notwendigkeit zu wählen
— Friedrich Wilhelm Josef Ritter von Schelling
Das Leben ist ein Wunder. Es kommt über mich, dass ich oftmals die Augen schließen muss.
— Paula Modersohn-Becker
Tränen sind das Salz des Lebens, wenn es aber versalzen ist, bleibt ein unauslöschlicher Durst zurück.
— Friedrich Schleiermacher
Die Tränen sind für das Herz, was das Wasser für die Fische ist.
— Gustave Flaubert
Das Alltägliche genügt, um es zu tun. Soll man auch noch davon reden?
— Philipp Otto Runge
Wer die Klarheit hat, der gehört dem Licht an, und wäre er verborgen am Rande der Schöpfung.
— Philipp Otto Runge
Das Licht können wir nicht begreifen, und die Finsternis sollen wir nicht begreifen, da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen, das ist: Blau und Rot und Ge …
— Philipp Otto Runge
Tränen sind der Zoll für den Garten Gottes.
— Manfred Kyber
Tränen haben etwas Heiliges. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kraft. Sie sprechen beredter als zehntausend Zungen. Sie sind die Verkünder bedrückendsten Kummers, tiefer Reue und unaussp …
— Washington Irving
Es ist schändlich, um des Lebens willen den Sinn des Lebens zu verlieren.
— Juvenal
Tränen sind der Augen edle Sprache.
— Robert Herrick
Wir vertreiben uns die Zeit so lange, bis sie uns vertreibt.
— August Pauly
Es gibt Dinge im Leben und in der Wissenschaft, welche nur die kühnste Phantasie zu erfassen vermag, und andere, die nur der ruhigste Verstand sieht. Darum gehören auch so oft zwei Menschen dazu, um e …
— August Pauly
Jedes Zeitalter schlägt von der hinter ihm liegenden Literatur anderer Bücher auf und andere zu, lernt Vergessenes wieder und vergisst Erlerntes.
— August Pauly
Jede Zeit erkennt die Fehler ihrer Vorgängerin wie jeder Narr die Narrheit eines anderen, aber nicht seine eigene.
— August Pauly
Zeit verleiht allen Dingen Würde. Sie gibt ein Weniges von ihrer Ewigkeit an sie ab.
— August Pauly
Geschichte macht aus uns unverständigen Neulingen in der Welt tausendjährige Weise.
— August Pauly
Es ist ein gesegneter Augenblick, in welchem der Mensch seine eigene Dummheit begreift.
— August Pauly
Die Menschen haben viele Götter erfunden und werden dies auch weiterhin tun, aber keinen, den sie nicht glaubten hinterhergehen zu können.
— August Pauly
Wenn der Verstand seine Rechnung abgeschlossen hat, setzt Empfindung die großen Zahlen ein, die er übersehen hat.
— August Pauly
Unser ganzes Leben hindurch zieht die Erde an uns, als wollte sie uns Flüchtlinge wieder haben, und endlich bekommt sie uns auch.
— August Pauly
Wenn plötzlich in der Menschheit Vernunft einkehrte, so würde in allen ihren Dingen die größte Revolution eintreten, welche sie je gesehen hätte.
— August Pauly
Die Menge ist ein dummes Tier, auf dessen Rücken sich jeder schlaue Glücksritter schwingen kann und trägt sie ihn einmal, so bringt ihn keiner mehr herunter als die Zeit. Diese aber sicher.
— August Pauly
Delinquenten des Lebens, die wir sind, von denen keiner eine Begnadigung zu erhoffen hat, bitten wir nun um eine schmerzlose Hinrichtung.
— August Pauly
Gleicht das Leben nicht einem Akrobaten, der auf einer rollenden Kugel läuft, sich mit Kunst lange oben hält, aber endlich doch herunter muss aus Müdigkeit?
— August Pauly
Der moderne Mensch hat seine Körperoberfläche so sehr vergessen, dass ihm seine Kleider besser gefallen, als seine Haut.
— August Pauly
Im Blick kommt die Seele ans Fenster.
— August Pauly
Das Leben mäßigt uns immer, mäßigt uns so lange, bis wir als stille Leute mit idealen Leichengesichtern bedürfnislos in unseren Särgen liegen.
— August Pauly
Das Leben ist eine Erscheinung, welche an sich selbst ermüdet. Es lässt sich nur erhalten durch Unterbrechung. Es muss immer umgegossen werden in neue Individuen.
— August Pauly
Wenn einem ein Licht aufgesteckt werden soll, muss er schon ein Fünkchen davon haben.
— August Pauly
Altwerden ist nur steigende Müdigkeit vor dem Schlafengehen
— Theresa Keiter