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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 30

  1. Man kann sechzig Jahre alt geworden sein, ohne zu ahnen, was ein Charakter ist. Nichts ist verborgener als die Dinge, die wir beständig im Mund führen.

    Hugo von Hofmannsthal

  2. Ich glaube, dass durch das Gefühl dem Geist einer Frau alles offenbar wird; nur bleibt es oft nicht darin haften.

    Guy de Maupassant

  3. Die Freiheit ist der Atem des Lebens.

    Alfred Friedrich Delp

  4. Alles altert, selbst die Achtung, wenn man sich nicht in Acht nimmt.

    Joseph Joubert

  5. Mit der Energie aber schwindet jede andre Tugend hin. Ohne sie wird der Mensch Maschine. Man bewundert, was er tut; man verachtet, was er ist.

    Wilhelm von Humboldt

  6. Seien wir froh, daß es Dumme gibt. Ohne sie könnten wir übrigens es nie zu etwas bringen.

    Mark Twain

  7. Die Vielen können nichts, der Einzelne kann alles.

    Carl Spitteler

  8. Alle Künste sind gut, ausgenommen die langweilige Kunst.

    Voltaire

  9. Manche meinen, wenn sie ein Echo hören, der Ton stamme von Ihnen.

    Ernest Miller Hemingway

  10. Über die ZUKUNFT zu reden, ist der beste Vorwand, sich von der Gegenwart zu drücken.

    Mark Twain

  11. Je mehr ein Mensch weiß, desto weniger ahnt er.

    Hermann Bahr

  12. Der Mensch ist das einzige Tier, das lacht und weint. Denn er ist das einzige Tier, das den Unterschied erkennt zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte.

    William Hazlitt

  13. Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.

    William Butler Yeats

  14. Das Schicksal macht nie einen König matt, ehe es ihm Schach geboten hat.

    Ludwig Börne

  15. Das einzige Paradies ist das verlorene Paradies.

    Marcel Proust

  16. Die Jugend ist nicht das Alter der Rache und des Hasses, sondern das des Mitleidens, der Milde, der Großmut.

    Jean-Jacques Rousseau

  17. Will man richtig leben, muss man sich immer vergegenwärtigen, dass wir nicht stehen, sondern uns bewegen, und darf sich nicht an das klammern, was wir hinter uns lassen.

    Leo Tolstoi

  18. Die Welt kann man nicht verändern, aber gewisse Sauereien kann man abstellen

    Georg Simmel

  19. Alle Menschen schieben auf und bereuen den Aufschub.

    Georg Christoph Lichtenberg

  20. Jeder sollte all das werden können, wozu er bei der Geburt die Fähigkeit mitbekommen hat.

    Thomas Carlyle

  21. Die Augen reden mächtiger als die Lippen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  22. Kein Mensch ist unersetzbar.

    Wilhelm von Humboldt

  23. Kaum gedacht, kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht.

    Wilhelm Hauff

  24. Hätte die Weltgeschichte ein Sachregister, wie sie ein Namenregister hat, könnte man sie besser benutzen.

    Ludwig Börne

  25. Der Mensch wird wie der Stahl hart - durch öfteres Abkühlen nach Erhitzung.

    Jean Paul

  26. Es ist etwas in uns, das über und hinter allen Altern ist und mit allen Altern spielt.

    Hugo von Hofmannsthal

  27. Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.

    Blaise Pascal

  28. Die Empörung ist der Zorn der Gerechtigkeit.

    Sully Prudhomme

  29. Das Licht der Herrlichkeit strahlt mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Der Augen hat und wacht.

    Angelus Silesius

  30. Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.

    Wilhelm Raabe

  31. Alles muss zum Wachsen Zeit haben. Was zu schnell geht, muss zwei- oder dreimal wiederholt werden, und dauert schließlich am längsten.

    Carl Hilty

  32. Die Zeit bringt Rat. Erwart's in Geduld! Man muss dem Augenblick auch was vertraun.

    Friedrich von Schiller

  33. Im übrigen aber ist es zuletzt die größte Kunst, sich zu beschränken und zu isolieren.

    Johann Peter Eckermann

  34. Was man verachten will, das muss man kennen.

    Gorch Fock

  35. Dies sei mein Leben: Mir nichts zu vergeben, keine Wesen zu scheuen, kein Ding zu bereuen!

    Gorch Fock

  36. Handle nie in Wut. Es bedeutet, im Sturn in See zu stechen.

    Thomas Fuller

  37. Wer mit der Sünde spielt, mit dem spielt die Sünde.

    Claus Harms

  38. Die meisten Meinungen kommen zustande, indem man vergisst, wo man sie gehört oder gelesen hat.

    Moritz Heimann

  39. Der Mensch muss sich stets auf neue Überraschungen gefasst machen.

    Max Planck

  40. Mit einem Talent mehr steht man oft unsicherer als mit einem weniger: Wie der Tisch besser auf drei als auf vier Füßen steht.

    Friedrich Nietzsche

  41. Im Schlechtesten der Menschen steckt noch so viel Gutes und im Besten noch so viel Böses, dass keiner befugt ist, zu urteilen und zu verurteilen.

    Robert Louis Stevenson

  42. Die Eitelkeit ist das letzte Kleid, das der Mensch auszieht.

    Ernst Bloch

  43. Wenn wir uns auf Begegnungen nicht mehr einlassen, verlieren wir einen entscheidenden Bestandteil unseres Lebens. Es ist so, als würden wir aufhören zu atmen.

    Martin Buber

  44. Freiheit ist Hingabe - Hingabe an eine selbstgewählte Idee.

    Carl Ludwig Schleich

  45. Auch das Gewissen der Menschen unterliegt der Mode.

    Daniel Spitzer

  46. Je boshafter eine Lüge ist, für desto wahrscheinlicher hält man sie.

    Daniel Spitzer

  47. Jede Wahl enthält ein Opfer

    André Gide

  48. Das Leben wird schließlich mit dem Tode bestraft.

    Wilhelm Busch

  49. Der heutige Mensch ist ein heimatloser trunkener Söldner geworden, der sich ebensogut für das Gemeine wie für das Hohe anwerben läßt.

    Albert Schweitzer

  50. "Pietät" ist unter Umständen die raffinierteste Art des Egoismus.

    Hermann Sudermann

  51. Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: geboren werden, leben und sterben. Aber er merkt nicht, wenn er geboren wird. Er leidet, wenn er stirbt. Und er vergisst zu leben.

    Jean de la Bruyère

  52. Vielleicht war meine Gleichgültigkeit nur ein Übermaß an Begierde.

    Gustave Flaubert

  53. Es gibt Leute die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse als einen Sitzplatz in der dritten.

    Kurt Tucholsky

  54. Erfreue dich deines Besitzes, als stürbest du morgen. Aber verbrauch ihn mit Maß, als lebtest du lange.

    Lukian

  55. Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  56. Bei einer liebenden Frau hat die Vernunft nur wenig zu sagen.

    John Knittel

  57. Wie oft durchkreuzt die Furcht vor den Lächerlichwerden unsere innersten, zartesten Gefühle.

    Wilhelm Raabe

  58. Die, die von Sterben reden, leben am längsten.

    John Knittel

  59. Am Leben zu sein, heißt Narben tragen.

    John Steinbeck

  60. Das Leben eines jeden Menschen ist ein von Gotteshand geschriebenes Märchen.

    Hans Christian Andersen