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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 51

  1. Das Wort ist Medium der Erinnerung.

    Ferdinand Ebner

  2. Die Mixtur, Mensch genannt, ist wohl das tollste Ragout, welches je einem himmlischen Kochbuch entschlüpfte

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  3. Einen großen Reiz des Alters vergißt man gewöhnlich, nämlich die ruhige Resignation

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  4. Wir sind, was wir müssen, und nicht, was wir wünschen.

    George Meredith

  5. Die Zivilisation ist nichts anderes als ein Farbanstrich, der vom nächsten Regen fortgewaschen wird.

    Auguste Rodin

  6. Wer dem Leben gegenüber gleichgültig bleibt, ist verantwortungslos.

    Menander

  7. So wie Licht und Schatten einander ausschließen, ebenso werden alle Dinge vom Gegensatz beherrscht.

    Helene von Druskowitz

  8. Ein Rätsel ist die Welt, ein Rätsel sind wir selbst, ein Rätsel ist das Leben, ein Rätsel der Tod.

    Helene von Druskowitz

  9. Es ist bedauerlich, dass man unter den Menschenrechten das Recht vergessen hat, sich selbst zu widersprechen.

    Charles Baudelaire

  10. Die nicht die Kleinheit großer Dinge in sich fühlen, die werden auch die Größe kleiner Dinge in anderen übersehen

    Okakura Kakuzo

  11. Die Gewalt besitzt nicht halb so viel Macht wie die Milde.

    Samuel Smiles

  12. Der neue Besen kehrt gut, bevor er voll Staub ist

    Bernhard Freidank

  13. So guten Bogen gibt es nicht, der überspannt und nicht zerbricht.

    Bernhard Freidank

  14. Wer um alle Dinge sorgen will, den erwartet Leides viel.

    Bernhard Freidank

  15. Es ist betrogen deren Mut, die sich selber dünken gut.

    Bernhard Freidank

  16. Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.

    Bernhard Freidank

  17. Glückliches Land, wo der Gesellschaft die Laster des Menschen fast ebenso nützen wie seine Tugenden.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  18. Je mehr sich die Dinge ändern, um so mehr bleiben sie sich gleich.

    Alphonse Karr

  19. Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt ist fortwährende Selbstkritik.

    Arnold Böcklin

  20. Der Welten Kleinstes ist auch wunderbar und groß. Und aus dem Kleinen bauen sich die Welten.

    Christian Gottfried Ehrenberg

  21. Wir können ohne Freude leben, aber nicht ohne Hoffnung.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  22. Beständig kann nur jene Freude sein, welche an den Zweigen unseres eigenen Gemüts emporblüht.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  23. Mancher Mensch gibt nur dann Beweise seiner Stärke, wenn es sich um seine Schwäche handelt.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  24. Wem's Haus brennt, dem ist Eilen gut, sonst nicht

    Christoph Lehmann

  25. Vergesst nie, dass auch euer Tun einmal Tradition wird.

    Paul von Beneckendorff und Hindenburg

  26. Ehe sie den Wert des Lebens erkannt, haben die meisten es schon halb durcheilt.

    Theodor Toeche-Mittler

  27. Mit dem Alter beginnen die Schwächen des Lebens; umso mehr muss die Seele ihnen standzuhalten bereit sein.

    Theodor Toeche-Mittler

  28. Einsamkeit heißt Wirksamkeit für den, der Erinnerung und Ziel besitzt.

    Theodor Toeche-Mittler

  29. Streben heißt leben: Vertausche zwei Buchstaben, es genügt, daß Alles sich ins Gegenteil fügt: sterben.

    Theodor Toeche-Mittler

  30. Ich wollte das Alter gern der Jugend gleichsetzen, wenn es nur nicht die Enge der Bewegung, die Schwere der Erinnerung, die Bitternis der Erfahrung hätte.

    Theodor Toeche-Mittler

  31. Dem Tatendrange geweiht sei Dein Morgen und den Erinnerungen Dein Abend.

    Theodor Toeche-Mittler

  32. Hoffnung heißt der Morgenstern, Sehnsucht der Abendstern.

    Theodor Toeche-Mittler

  33. Man kann sein Vaterland nicht mit einer Binde um die Augen lieben

    Frederico Garcia Lorca

  34. Überall, wo die Menschen eingeteilt werden in gute und böse, hat man die Menschen nicht verstanden.

    Heinrich Lhotzky

  35. Es ist um kein einziges Leben schade, auch kein einziges ist verloren, das im Kampfe gegen das Böse eingesetzt wurde.

    Heinrich Lhotzky

  36. Eine dünne Freiheit ist immer noch besser als fettes Sklaventum

    Thomas Fuller

  37. Wenn du erwartest, dass Dinge passieren, passieren sie seltsamerweise

    John Pierpont Morgan

  38. Man hat immer zwei Gründe etwas zu tun: Einen anständigen und den wahren

    John Pierpont Morgan

  39. Was nützt das Tempo, wenn unterwegs das Gehirn ausgeronnen ist?

    Karl Kraus

  40. Ein Zwerg sieht nicht weiter als ein Riese, wenn er auf den Schultern eines Riesen steht

    Samuel Taylor Coleridge

  41. Ein Mensch ist erst alt, wenn Reue den Platz von Träumen einnimmt.

    John Barrymore

  42. Versuchung im vorgerückten Alter ist wie ein Dudelsack ohne Luft

    John Barrymore

  43. Das Leben, Freunde, ist langweilig. Das dürfen wir nicht sagen

    John Barrymore

  44. Jede Generation trägt ihre Zukunft und ihre Geschichte unbewusst und im vorhinein in sich.

    Hippolyte Taine

  45. Die Vernunft, wenn sie wirksam werden will, muss die Form der Tradition annehmen, denn keine Lehre kann tätig eingreifen, bevor sie blind geworden.

    Hippolyte Taine

  46. Die zwei stärksten und allgemeinsten Kräfte, die den Menschen beeinflussen, sind: die soziale Stellung und der Nationalcharakter.

    Hippolyte Taine

  47. Ein grausamer Mensch weidet sich an Tränen, er wird nicht durch sie gebrochen.

    Hippolyte Taine

  48. Alles Leben hat keinen Stillstand und das Schönste ist das Schnellste.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  49. Selbstständig wirken ist Leben; mechanisch tun müssen Tod

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  50. Unser Gefühl selbst ist nichts anderes als eine innere Musik immer währender Schwingung der Lebensnerven.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  51. Wer lauter große Dinge sehen will, muss sich zu einer Mücke wünschen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  52. Gewohnheit ist eine schreckliche Tyrannin

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  53. Die Freude ist das Salz im menschlichen Leben. Ohne Freude ist alles abgeschmackt.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  54. Das Leben zehrt den Tod auf, und nicht der Tod das Leben.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  55. Leben und Tod; daraus ist alles zusammengesetzt.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  56. Jede Gegend nimmt mit der Zeit die Seelen ihrer Einwohner an sich.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  57. Einsamkeit ist weiter nichts als eine Verdauung des Gefühls oder ein Schlaf des Lebens. Nun ist es gewiss schändlich, immer der Verdauung zu obliegen oder zu schlafen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  58. Hoffnung ist das gefiederte Ding, das sich in der Seele niederlässt, und die Melodie ohne Worte singt und niemals aufhört.

    Emily Elizabeth Dickinson

  59. Schütze dich vor Monotomie, sie ist die Mutter aller tödlichen Sünden

    Edith Wharton

  60. Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit

    Johann Wolfgang von Goethe