Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 8
Dem Alter, nicht der Jugend sei's geklagt, wenn uns das Alter nicht behagt.
— Gotthold Ephraim Lessing
Nehmen füllt die Hände. Geben füllt das Herz.
— Margarete Seemann
Um Erfahrungen zu machen, bedarf es der Weisheit.
— Jeremias Gotthelf
In unserer Jugend schuften wir wie Sklaven, um etwas zu erreichen, wovon wir im Alter sorglos leben könnten; und wenn wir alt sind, sehen wir, dass es zu spät ist, so zu leben.
— Alexander Pope
Die Welt wird schöner mit jedem Tag, man weiß nicht, was noch werden mag, das Blühen will nicht enden.
— Ludwig Uhland
Geizhälse sind gewöhnlich auf nicht allzu viel stolz.
— Marquis de Vauvenargues
Wer tiefer irrt, der wird auch tiefer weise.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Was dem Verstande endlich, ist nichtig dem Herzen.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen lässt.
— Wilhelm von Humboldt
Drei sind, die da herrschen auf Erden: die Weisheit, der Schein und die Gewalt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.
— Gottfried Keller
Illusion und Weisheit zusammen bilden das Entzücken des Lebens und der Kunst.
— Joseph Joubert
Entwicklung - ein Taumel von einem Irrtum zum anderen.
— Henrik Johan Ibsen
Wer die Wahrheit nicht fürchtet, braucht auch die Lüge nicht zu fürchten.
— Thomas Jefferson
Es ist menschlich, verärgert zu sein, aber es ist nicht recht, in diesem Ärger zu beharren.
— Vincent van Gogh
Wirklich ist alles, was meßbar ist
— Max Planck
Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.
— Karl Theodor Jaspers
Schön ist, was ohne Interesse gefällt.
— Immanuel Kant
Die meisten Menschen benützen ihre Jugend, um ihr Alter zu ruinieren.
— Jean de la Bruyère
Schwärmerei steckt wie der Schnupfen an: Man fühlt, ich weiß nicht was, und eh' man sich erwehren kann, ist unser Kopf des Herzens nicht mehr mächtig.
— Christoph Martin Wieland
Ich hülle mich in meine Tugend ein. Das nenn ich leicht gekleidet sein.
— Johann Christoph Friedrich Haug
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsere Augen sie nicht sehen.
— Matthias Claudius
Man macht das Leben nicht leichter, wenn man es seichter macht
— Margarete Seemann
Wir hätten mehr Gewinn, wenn wir uns so zeigten, wie wir sind, als wenn wir versuchen zu scheinen, was wir nicht sind.
— François de la Rochefoucauld
Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Der Geist läßt uns zu Göttern werden, das Fleisch zu Tieren.
— Erasmus von Rotterdam
Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umgebung. Vielmehr ist seine Umgebung ein Produkt des Menschen.
— Benjamin Disraeli
Das Vorurteil ist das Kind der Unwissenheit.
— William Hazlitt
Wer wagen will, sich zu kennen, muß verzichten, sich zu gefallen.
— Hermann Bahr
Wenn uns Gewohntes hold und lieb geworden, so ängstigt uns, so schmerzt uns fast das Neue.
— Rupert Johann Hammerling
Was Du erlebt, kann Dir kein Gott mehr rauben.
— Rupert Johann Hammerling
Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zugang hat
— Friedrich Dürrenmatt
Das ganze Leben wird dem Glücklichen zu kurz. Dem Leidenden nimmt eine Nacht kein Ende.
— Max Jacob
Wer einen Menschen bessern will, muss ihn erst einmal respektieren.
— Romano Guardini
Das, was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn.
— Antoine de Saint-Exupéry
Nicht vom Geben, sondern vom Behalten werden wir krank.
— Antoine de Saint-Exupéry
Die Träumenden und die Wünschenden halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.
— Franz Kafka
Eifersucht ist in gewisser Hinsicht gerecht und vernünftig, da sie nur den Besitz wahren will, der unser ist oder zu sein scheint, Neid dagegen ist Eifern über den Besitz anderer.
— François de la Rochefoucauld
Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
— Mahatma Gandhi
Im Leben geht es nicht nur darum, gute Karten zu haben, sondern auch darum, mit einem schlechten Blatt gut zu spielen.
— Robert Louis Stevenson
Niemand hat mehr Feinde in der Welt als ein aufrechter und stolzer Mensch. Er nimmt Personen und Dinge, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollen
— Nicolas Chamfort
Jeder Mensch hat die Keime aller menschlichen Eigenschaften in sich. Manchmal kommen die einen zum Vorschein, manchmal die anderen
— Leo Tolstoi
Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.
— Vincent van Gogh
Die Vergangenheit kann uns nicht sagen, was wir tun, wohl aber was wir lassen müssen.
— José Ortega y Gasset
Der Tod ist nur dann schlimm, wenn man sein Lebtag auf das Glück gewartet hat, und es ist nicht gekommen.
— Hermann Sudermann
Wenn eine Frau die Schönheit einer andern anerkennt, so darf man daraus schließen, dass sie sich selber für schöner hält...
— Jean de la Bruyère
Du kannst dein Leben nicht verlängern, und du kannst es auch nicht verbreitern, aber du kannst es vertiefen!
— Khalil Gibran
Das schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.
— Albert Einstein
Heimat ist da, wo wir verstehen und verstanden werden.
— Karl Theodor Jaspers
Oh welcher Zauber liegt in diesem Wort: Daheim!
— Franz Emanuel August Geibel
Zuhause ist da, wo man dich wieder aufimmt, auch wenn du mal etwas falsch gemacht hast.
— Christian Morgenstern
Zweifel ist der Weisheit Anfang.
— René Descartes
Das einzig Konsequente an mir ist meine ewige Inkonsequenz.
— Oscar Wilde
Sieh in der Welt dich um und lerne an anderer Weisheit; Aber im innersten Kern bleibe dir selber getreu.
— Heinrich Leuthold
Die Hoffnung hat zwei schöne Töchter. Sie heißen Wut und Mut. Wut darüber, dass die Dinge so sind, wie wir sie sehen. Mut, um sie so umzugestalten, wie sie sein sollten.
— Augustinus
Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte.
— Khalil Gibran
Der Mensch ist nur ganz Mensch, wo er spielt.
— Friedrich von Schiller
Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens sprengen alle Formulierungen.
— Antoine de Saint-Exupéry
Man sagt "in jungen Jahren" und "in alten Tagen". Weil die Jugend Jahre und das Alter nur noch Tage vor sich hat.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Eine über die Gleichheit der Chance hinausgehende Gleichmachung der Menschen ist die höchste Ungerechtigkeit.
— Karl Theodor Jaspers