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Sprüche über das Leben

3218 Sprüche — Seite 43

  1. Wer ein volles Gefäß trägt, muss das Gedränge vermeiden, und wessen Seele am Überlaufen ist, einsame Wege gehn.

    Emil Gött

  2. Das Schlimme, das aus unseren Handlungen entsteht, erfahren wir immer, das vielleicht noch Schlimmere, das daraus entsprungen wäre, wenn wir etwas unterlassen, entzieht sich unserem Blick.

    Ludwig Habicht

  3. Menschlich und edel ist das Gute, göttlich und unsterblich aber das Schöne.

    Rupert Johann Hammerling

  4. Die Wahrheit liegt zwischen zwei Extremen, aber nicht in der Mitte.

    Moritz Heimann

  5. Der Traum ist unser Versucher und unser Richter.

    Moritz Heimann

  6. Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.

    Moritz Heimann

  7. Alles, was in der Welt verdorben worden ist, das ist aus guten Gründen verdorben worden.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  8. Alle Dinge sind an sich selbst widersprechend. Der Widerspruch aber ist die Wurzel aller Bewegung und Lebendigkeit.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  9. Eigensinn ist die Parodie des Charakters.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  10. Bei der Erfahrung kommt es darauf an, mit welchem Sinn man an die Wirklichkeit geht. Ein großer Sinn macht große Erfahrungen und erblickt in dem bunten Spiele der Erscheinungen das, worauf es ankommt.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  11. Selbst die tiefste Erkenntnis ändert nichts am Wesen der Welt, so wenig wie Selbsterkenntnis am eigenen Wesen.

    Ernst Hohenemser

  12. Die Erfahrung verfehlt ihren Lebenszweck, wo kein Wunsch zu lernen besteht

    George Bernard Shaw

  13. Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  14. Auch schlechte Menschen tun mitunter Gutes, als wollten sie ausprobieren, ob es wirklich so viel Vergnügen mache, wie die guten behaupten.

    Nicolas Chamfort

  15. Wer sich dem Selbstmitleid ergibt, kann auch nur von dieser Seite Sympathie erwarten.

    Benjamin Franklin

  16. Ein großes Licht war der Mann eben nicht, aber ein großer Leuchter. Er handelt mit anderer Leute Meinungen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  17. Die Schienbeine und die Hoffnungen soll man nicht zu weit hinausstrecken.

    Epiktet

  18. Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.

    Louis Pasteur

  19. Jedes Jahrhundert weiter wird neue Zauber der reinen Luft entdecken und wird sie wachsend verehren.

    Carl Ludwig Schleich

  20. Wenn wir gerechter wären, würden wir zugeben, dass jedes Leben mehr frohe als trübe Sekunden gehabt hat.

    Carl Ludwig Schleich

  21. Der Mensch muss sich in der Welt selbst forthelfen. Dies ihn zu lehren ist unsere Aufgabe

    Johann Heinrich Pestalozzi

  22. Der Mensch ist soweit gehorsam, als er demütig ist, und so demütig, wie er gehorcht.

    Katharina von Siena

  23. Worte sind wie Laub - wo sie im Übermaß sind, findet man keine Früchte darunter

    Alexander Pope

  24. Nach einem unerbittlichen Naturgesetz fliegen dem Menschen die gebratenen Tauben nicht in den Mund.

    Daniel Spitzer

  25. Die menschliche Sprache ist wie eine gesprungene Kesselpauke, mit deren Tönen wir Bären zum Tanzen bringen, während wir uns immer nur danach sehnen, das Mitleid der Sterne zu wecken.

    Gustave Flaubert

  26. Hoffnungen, Pläne und Illusionen sind Verjüngungselemente des Lebens. Es sind Morgenröten, deren Glanz immer wieder bezaubert

    Martin Kessel

  27. Gerade das Gegenteil tun ist auch eine Nachahmung

    Georg Christoph Lichtenberg

  28. Man soll nie das Wohl, man soll das Heil eines Menschen im Auge haben

    Christian Morgenstern

  29. Schlimmer als sterben ist die schimpfliche Ruhe.

    Niccolò Tommaseo

  30. Die Zeiten ändern sich. Und noch viel mehr die Menschen; und nur selten hebt man mit freudigem Lächeln wieder auf, was man mit bittern Tränen fallen ließ.

    Christian Friedrich Hebbel

  31. Die Kunst des schönen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in demselben Maße, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen Zugreifens täglich allgemeiner gedeiht.

    Christian Johann Heinrich Heine

  32. Der Tor hat Angst vorm Schicksal, der Weise trägt es.

    Publius Syrus

  33. Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser.

    Giuseppe Verdi

  34. Deine Seele ist eine auserlesene Landschaft.

    Paul Verlaine

  35. Mir scheint, dass wir alles erst dann erleben, wenn's schon vorüber ist.

    Alexander von Villers

  36. Wenn's auch nicht wahr wäre, man wird doch immer sagen: die gute alte Zeit.

    Alexander von Villers

  37. Die Freiheit ist nicht die Willkür, beliebig zu handeln, sondern die Fähigkeit, vernüftig zu handeln.

    Rudolf Virchow

  38. Gebraucht die Zeit, sie geht so schnell von hinnen, doch Ordnung lehrt euch Zeit gewinnen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  39. Ein Leben, das jemand damit verbringt, Fehler zu machen, ist nicht nur ehrenvoller, sondern auch nutzbringender als ein Leben, das mit Nichtstun verbracht wird.

    George Bernard Shaw

  40. Jeder glaubt gar leicht, was er fürchtet und was er wünscht.

    Jean de La Fontaine

  41. Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal.

    Georg Christoph Lichtenberg

  42. Das Fleisch hat seinen eigenen Geist.

    Frank Wedekind

  43. Originelle Formulierungen sind noch lange nicht originelle Einsichten.

    Ludwig Marcuse

  44. Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt.

    Hildegard von Bingen

  45. Sentimentalität und Grausamkeit sind leibliche Schwestern.

    Alexander Alexandrowitsch Block

  46. Talent ist Verpflichtung, kein Recht.

    Alexander Alexandrowitsch Block

  47. Alles ist komisch, solange es jemand anderem passiert.

    William Penn Adair Rogers

  48. Wo keine Hoffnung ist, gibt es kein Sterben.

    Samuel Johnson

  49. Verleumdung ist wie die Wespe, die uns lästig umschwärmt. Man darf nicht nach ihr schlagen, wenn man sie nicht sicher tötet, sonst greift sie noch wütender an als zuvor.

    Nicolas Chamfort

  50. Ein jeder Tag bricht dir was ab von deiner Schönheit bis ins Grab.

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  51. Vorurteile sind wie ein Blumenstrauß, den man wenigstens von Zeit zu Zeit neu arrangieren sollte.

    Luther Burbank

  52. Das Ziel des Lebens ist Freiheit von Wahn.

    Antisthenes

  53. Das Nützlichste, was wir im Leben lernen können, ist zu verlernen, was unwahr ist.

    Antisthenes

  54. Wer jung ist, glaubt nie, dass er alt wird.

    John Steinbeck

  55. Niemand ist nur Individuum, das heißt ein Wesen, das mit der Geburt in die Welt tritt und mit dem Tod endet. Wie bei Einzelmenschen gibt es auch in den Familien Auf- und Abstieg. Genauso ist es in der …

    John Knittel

  56. Tüchtigkeit ist nur ein Wert unter vielen - Lebenskunst ist ein anderer.

    John Knittel

  57. Das Landleben kann man nicht erlernen, auch nicht aus Büchern.

    John Steinbeck

  58. Alles Große und Wertvolle ist mit Einsamkeit verknüpft.

    John Steinbeck

  59. Erfahrung ist eine so schöne Sache, dass man sie nicht teuer genug kaufen kann.

    Honoré de Balzac

  60. Die Wirkung, die der Mensch ausübt, ist der einzige Beweis, dass er lebt. Solange noch eine klägliche Erinnerung bleibt, ist der Mensch noch nicht tot.

    John Steinbeck