Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 43
Wer ein volles Gefäß trägt, muss das Gedränge vermeiden, und wessen Seele am Überlaufen ist, einsame Wege gehn.
— Emil Gött
Das Schlimme, das aus unseren Handlungen entsteht, erfahren wir immer, das vielleicht noch Schlimmere, das daraus entsprungen wäre, wenn wir etwas unterlassen, entzieht sich unserem Blick.
— Ludwig Habicht
Menschlich und edel ist das Gute, göttlich und unsterblich aber das Schöne.
— Rupert Johann Hammerling
Die Wahrheit liegt zwischen zwei Extremen, aber nicht in der Mitte.
— Moritz Heimann
Der Traum ist unser Versucher und unser Richter.
— Moritz Heimann
Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.
— Moritz Heimann
Alles, was in der Welt verdorben worden ist, das ist aus guten Gründen verdorben worden.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Alle Dinge sind an sich selbst widersprechend. Der Widerspruch aber ist die Wurzel aller Bewegung und Lebendigkeit.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Eigensinn ist die Parodie des Charakters.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Bei der Erfahrung kommt es darauf an, mit welchem Sinn man an die Wirklichkeit geht. Ein großer Sinn macht große Erfahrungen und erblickt in dem bunten Spiele der Erscheinungen das, worauf es ankommt.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Selbst die tiefste Erkenntnis ändert nichts am Wesen der Welt, so wenig wie Selbsterkenntnis am eigenen Wesen.
— Ernst Hohenemser
Die Erfahrung verfehlt ihren Lebenszweck, wo kein Wunsch zu lernen besteht
— George Bernard Shaw
Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Auch schlechte Menschen tun mitunter Gutes, als wollten sie ausprobieren, ob es wirklich so viel Vergnügen mache, wie die guten behaupten.
— Nicolas Chamfort
Wer sich dem Selbstmitleid ergibt, kann auch nur von dieser Seite Sympathie erwarten.
— Benjamin Franklin
Ein großes Licht war der Mann eben nicht, aber ein großer Leuchter. Er handelt mit anderer Leute Meinungen.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Schienbeine und die Hoffnungen soll man nicht zu weit hinausstrecken.
— Epiktet
Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.
— Louis Pasteur
Jedes Jahrhundert weiter wird neue Zauber der reinen Luft entdecken und wird sie wachsend verehren.
— Carl Ludwig Schleich
Wenn wir gerechter wären, würden wir zugeben, dass jedes Leben mehr frohe als trübe Sekunden gehabt hat.
— Carl Ludwig Schleich
Der Mensch muss sich in der Welt selbst forthelfen. Dies ihn zu lehren ist unsere Aufgabe
— Johann Heinrich Pestalozzi
Der Mensch ist soweit gehorsam, als er demütig ist, und so demütig, wie er gehorcht.
— Katharina von Siena
Worte sind wie Laub - wo sie im Übermaß sind, findet man keine Früchte darunter
— Alexander Pope
Nach einem unerbittlichen Naturgesetz fliegen dem Menschen die gebratenen Tauben nicht in den Mund.
— Daniel Spitzer
Die menschliche Sprache ist wie eine gesprungene Kesselpauke, mit deren Tönen wir Bären zum Tanzen bringen, während wir uns immer nur danach sehnen, das Mitleid der Sterne zu wecken.
— Gustave Flaubert
Hoffnungen, Pläne und Illusionen sind Verjüngungselemente des Lebens. Es sind Morgenröten, deren Glanz immer wieder bezaubert
— Martin Kessel
Gerade das Gegenteil tun ist auch eine Nachahmung
— Georg Christoph Lichtenberg
Man soll nie das Wohl, man soll das Heil eines Menschen im Auge haben
— Christian Morgenstern
Schlimmer als sterben ist die schimpfliche Ruhe.
— Niccolò Tommaseo
Die Zeiten ändern sich. Und noch viel mehr die Menschen; und nur selten hebt man mit freudigem Lächeln wieder auf, was man mit bittern Tränen fallen ließ.
— Christian Friedrich Hebbel
Die Kunst des schönen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in demselben Maße, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen Zugreifens täglich allgemeiner gedeiht.
— Christian Johann Heinrich Heine
Der Tor hat Angst vorm Schicksal, der Weise trägt es.
— Publius Syrus
Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber die Wahrheit erfinden ist besser, viel besser.
— Giuseppe Verdi
Deine Seele ist eine auserlesene Landschaft.
— Paul Verlaine
Mir scheint, dass wir alles erst dann erleben, wenn's schon vorüber ist.
— Alexander von Villers
Wenn's auch nicht wahr wäre, man wird doch immer sagen: die gute alte Zeit.
— Alexander von Villers
Die Freiheit ist nicht die Willkür, beliebig zu handeln, sondern die Fähigkeit, vernüftig zu handeln.
— Rudolf Virchow
Gebraucht die Zeit, sie geht so schnell von hinnen, doch Ordnung lehrt euch Zeit gewinnen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ein Leben, das jemand damit verbringt, Fehler zu machen, ist nicht nur ehrenvoller, sondern auch nutzbringender als ein Leben, das mit Nichtstun verbracht wird.
— George Bernard Shaw
Jeder glaubt gar leicht, was er fürchtet und was er wünscht.
— Jean de La Fontaine
Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal.
— Georg Christoph Lichtenberg
Das Fleisch hat seinen eigenen Geist.
— Frank Wedekind
Originelle Formulierungen sind noch lange nicht originelle Einsichten.
— Ludwig Marcuse
Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt.
— Hildegard von Bingen
Sentimentalität und Grausamkeit sind leibliche Schwestern.
— Alexander Alexandrowitsch Block
Talent ist Verpflichtung, kein Recht.
— Alexander Alexandrowitsch Block
Alles ist komisch, solange es jemand anderem passiert.
— William Penn Adair Rogers
Wo keine Hoffnung ist, gibt es kein Sterben.
— Samuel Johnson
Verleumdung ist wie die Wespe, die uns lästig umschwärmt. Man darf nicht nach ihr schlagen, wenn man sie nicht sicher tötet, sonst greift sie noch wütender an als zuvor.
— Nicolas Chamfort
Ein jeder Tag bricht dir was ab von deiner Schönheit bis ins Grab.
— H. J. Christoph von Grimmelshausen
Vorurteile sind wie ein Blumenstrauß, den man wenigstens von Zeit zu Zeit neu arrangieren sollte.
— Luther Burbank
Das Ziel des Lebens ist Freiheit von Wahn.
— Antisthenes
Das Nützlichste, was wir im Leben lernen können, ist zu verlernen, was unwahr ist.
— Antisthenes
Wer jung ist, glaubt nie, dass er alt wird.
— John Steinbeck
Niemand ist nur Individuum, das heißt ein Wesen, das mit der Geburt in die Welt tritt und mit dem Tod endet. Wie bei Einzelmenschen gibt es auch in den Familien Auf- und Abstieg. Genauso ist es in der …
— John Knittel
Tüchtigkeit ist nur ein Wert unter vielen - Lebenskunst ist ein anderer.
— John Knittel
Das Landleben kann man nicht erlernen, auch nicht aus Büchern.
— John Steinbeck
Alles Große und Wertvolle ist mit Einsamkeit verknüpft.
— John Steinbeck
Erfahrung ist eine so schöne Sache, dass man sie nicht teuer genug kaufen kann.
— Honoré de Balzac
Die Wirkung, die der Mensch ausübt, ist der einzige Beweis, dass er lebt. Solange noch eine klägliche Erinnerung bleibt, ist der Mensch noch nicht tot.
— John Steinbeck