Sprüche über das Leben
3218 Sprüche — Seite 34
Es gibt nichts Wunderbares: Alles, was geschieht, was geschehen ist und was geschehen wird, geschieht, geschah und wird geschehen auf eine natürliche Weise.
— Georg Büchner
Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.
— Ludwig Börne
Niemand tadelt uns so scharf, wie wir uns oft selbst verurteilen
— Marquis de Vauvenargues
Der Mensch hat zwei Berufungen in sich: eine ruft zum Leben, die andere zum Tod.
— Hildegard von Bingen
Wer das Leben nicht schätzt, der verdient es nicht.
— Leonardo da Vinci
Das ist schön bei uns Deutschen; keiner ist so verückt, dass er nicht einen noch Verückteren fände, der ihn versteht.
— Christian Johann Heinrich Heine
Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen.
— Oscar Wilde
Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.
— Oscar Wilde
Die Unerschütterlichkeit der Weisen ist nichts anderes als die Kunst, Stürme in ihrem Herzen zu verschließen.
— François de la Rochefoucauld
Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrund.
— Friedrich Nietzsche
Nichts kommt ohne Interesse zustande.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Ich rechne nie! Auf die Art kann's Schicksal mir auch nie einen Strich durch die Rechnung machen.
— Johann Nepomuk Nestroy
Jede Flamme opfert sich selbst - Je schöner sie brennt, desto mehr nähert sie sich der Vernichtung, dem Erlöschen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig
— Albert Einstein
Nicht der Abstand bestimmt die Entfernung. In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.
— Antoine de Saint-Exupéry
Das Leben verlieren ist keine große Sache; aber zusehen, wie der Sinn des Lebens aufgelöst wird, das ist unerträglich.
— Albert Camus
Will man Tiefes sagen, so gewöhne man sich zunächst, nichts Falsches zu sagen.
— Marquis de Vauvenargues
Die Begeisterung ist das tägliche Brot der Jugend, die Skepsis ist der tägliche Wein des Alters.
— Pearl S. Buck
Ein freundliches Wort findet immer guten Boden.
— Jeremias Gotthelf
Nichts ist dem Sterblichen zu hoch: Selbst den Himmel erstreben wir in unserer Torheit.
— Horaz
Ich gebe mich nicht damit ab, zu sagen, was in der Welt zu tun ist - damit geben sich genug andre ab - sondern ich sage, was ich in ihr tue
— Michel de Montaigne
Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.
— Charles-Louis de Montesquieu
Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung
— Christian Johann Heinrich Heine
Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst.
— Friedrich von Schlegel
Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.
— Marcus Tullius Cicero
Was für eine Frau das Parfüm, ist für den Mann der Zigarrenduft.
— Detlef von Liliencron
Der Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.
— Christian Dietrich Grabbe
Um allein zu leben, muß man sehr einem Gotte oder ganz einem Tier ähnlich sein.
— Baltasar Gracián y Morales
Es ist unmöglich, in welcher Lage man sich auch befinden möge, eine vollkommen schöne Frau ohne Staunen und Ehrfurcht anzusehen.
— Alfred de Musset
Länger als Taten lebt das Wort.
— Pindar
Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.
— Wilhelm Raabe
Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.
— Franz Grillparzer
Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids
— François de la Rochefoucauld
Wir sind nie entfernter von unseren Wünschen, als wenn wir uns einbilden, das Gewünschte zu besitzen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Bleiben wird von uns nur, was wir dem Allgemeinen geweiht.
— Karl Ferdinand Gutzkow
Das Schwache ist ein Charakterzug unseres Jahrhunderts.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.
— Henrik Johan Ibsen
Anmut umgibt die Eleganz und kleidet sie.
— Joseph Joubert
Stil ist der äußere Ausdruck einer inneren Harmonie der Seele.
— William Hazlitt
Das Leben wird gegen Abend, wie die Träume gegen Morgen, immer klarer.
— Karl Julius Weber
Jede Kultur wird durch die Suggestion eines unsichtbaren Hypnotiseurs zusammengehalten - durch künstlich erzeugte Illusion
— William Butler Yeats
Wenn man die Menschen lehrt, wie sie denken sollen, und nicht, was sie denken sollen, so wird auch dem Mißverständnis vorgebeugt.
— Georg Christoph Lichtenberg
Wer das beste will, muss of das bitterste kosten.
— Johann Kaspar Lavater
Schneller Gang ist unser Leben, lasst uns Rosen auf ihn streun.
— Johann Gottfried Herder
Ach, wie bald schwindet Schönheit und Gestalt.
— Wilhelm Hauff
Der gesunde Mensch ist schön und sein Zustandekommen erstrebenswert. Aber es muss ein bißchen irgendwelcher Krankheit in ihn kommen, dass er auch geistig schön werde.
— Christian Morgenstern
Wovon das Herz nicht voll ist, davon geht der Mund über, habe ich öfters wahr gefunden als den entgegengesetzten Satz.
— Georg Christoph Lichtenberg
Das Leben erzieht die großen Menschen und lässt die kleinen laufen.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Sentimentalität ist das Alibi der Hartherzigen.
— Arthur Schnitzler
Das Leben läuft fast ab wie ein Bankett: Ich bin mittlerweile leider beim Käse angelangt, aber er schmeckt mir auch.
— Edvard Grieg
Alle Dinge, die über Maß und Zeit gehen, sind von kurzer Dauer.
— Giovanni Boccaccio
Genie ist das Vermögen, von eingebildeten Gegenständen wie von wirklichen zu handeln.
— Novalis
Wir halten uns niemals an die gegenwärtige Zeit. Wir nehmen die Zukunft voraus, da sie zu langsam kommt, gleichsam um ihren Lauf zu beschleunigen. Und wir rufen die Vergangenheit zurück, um sie au …
— Blaise Pascal
Der Abend des Lebens bringt seine Lampe mit.
— Joseph Joubert
Die Jahre meines Laufes sind am Ziel wie Pfeile, wenn sie stecken in der Scheibe.
— Michelangelo
Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als Gewohnheit gewordene Sympathie.
— Jonathan Swift
Heutzutage regiert der Rekord, die Sensation, die Freude am Sinnlosen. Die Zeit war noch nie so günstig für Verbrecher.
— Wilhelm Hasenclever
Die Vorzüge von gestern sind oft die Fehler von morgen.
— Anatole France
Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland, wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen.
— Georg Christoph Lichtenberg
Ordnung ist des Himmels oberstes Gebot.
— Alexander Pope