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Es gleicht, wer jedem zu raten

Spruchbild: Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühl …

Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühle, der es an Steinen fehlt.

Bedeutung

Christian Friedrich Hebbel, der österreichische Dramatiker, formuliert in diesem Epigramm eine scharfe Kritik am Ratgeben ohne praktische Hilfe: Wer immer allen rät, statt einem konkret zu helfen, ist wie eine Mühle, die laut saust, aber keine Steine hat – also unnützen Lärm macht, ohne etwas zu mahlen. Das ist eine Metapher für wirkungslose Aktivität: Viele Ratschläge für viele, statt wirksamer Hilfe für einen. Hebbel, der selbst für seine Direktheit und Schärfe bekannt war, kritisiert damit einen verbreiteten Typ des Wohlmeinenden, der redet, statt zu handeln.

Verwendung

Passend als Hebbel-Zitat in Texten über Hilfsbereitschaft, Ratgeben und den Unterschied zwischen Worten und Taten sowie für Beiträge über Menschenkenntnis, soziale Verantwortung und die Unfruchtbarkeit allgemeiner Ratschläge. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über den Wert konkreter Hilfe gegenüber gutgemeintem Reden.

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Über Christian Friedrich Hebbel

Über den Autor

Dramatiker · Deutsch · 1813 - 1863

Christian Friedrich Hebbel (1813–1863) schrieb die Trauerstücke Agnes Bernauer und Maria Magdalena sowie die bis heute maßgebliche Theaterfassung der Nibelungen.

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Hebbel wuchs in Wesselburen in Dithmarschen auf und starb 1863 in Wien. Neben seinen Dramen hinterließ er Liebes- und Naturgedichte wie Sommerbild und Herbstbild sowie Balladen und umfangreiche Tagebücher. Sein Werk gilt als ein Höhepunkt der Literatur des Realismus.

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Quadratisches Spruchbild: Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühl …

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