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Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben

Spruchbild: Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben,  nicht wie der Fuchs die Trauben.

Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben.

Bedeutung

Gottfried Keller, der Schweizer Erzähler und Poet, formuliert in diesem Satz eine Überzeugung über echtes Loslassen: Was man aufgibt, muss man aus freier Wahl aufgeben – nicht aus Bitterkeit oder Neid, wie der Fuchs, der die nicht erreichbaren Trauben für sauer erklärt. Das ist eine Unterscheidung zwischen reifer Entsagung und rationalisierter Enttäuschung: Der Fuchs gibt auf und nennt die Trauben sauer, um seine Niederlage erträglich zu machen. Echter Verzicht dagegen kommt aus Freiheit und Würde.

Verwendung

Passend als Keller-Zitat in Texten über Verzicht, Freiheit und die Unterscheidung zwischen echter Entsagung und rationalisierter Niederlage sowie für Beiträge über Lebensklugheit, Psychologie und die Fabel vom Fuchs und den Trauben. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Würde des freien Verzichts.

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Über Gottfried Keller

Über den Autor

Schriftsteller · Schweizerisch · 1819 - 1890

Gottfried Keller (1819–1890) war Schweizer Dichter, Maler und Erster Staatsschreiber des Kantons Zürich, dessen Romane „Der grüne Heinrich" und „Die Leute von Seldwyla" den bürgerlichen Realismus prägten.

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Nach einem Jugendstreich von der höheren Schulbildung ausgeschlossen, versuchte Keller zunächst als Landschaftsmaler Fuß zu fassen und verbrachte zwei Jahre in München. Erst die politische Lyrik des Vormärz brachte ihn zur Dichtung. Mit einem Zürcher Reisestipendium studierte er in Heidelberg und Berlin – ursprünglich mit dem Ziel, Theaterstücke zu schreiben, woraus stattdessen seine bedeutendsten Prosawerke entstanden.

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Quadratisches Spruchbild: Was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben,  nicht wie der Fuchs die Trauben.

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