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Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg

Spruchbild: Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg

Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg

Bedeutung

Lucius Annaeus Seneca, der stoische Philosoph, formuliert in diesem Satz eine Überzeugung über den Weisen und das Schicksal: Der Weise trifft das Schicksal selten auf seinen Wegen, weil er vorausschaut und sich nicht in unnötige Gefahren begibt. Das ist eine Aussage über die praktische Klugheit der stoischen Weisheit: Klugheit bedeutet, Unheil zu vermeiden, bevor es eintritt. Wer klug handelt, dem fehlt das Material für Katastrophen. Seneca beschreibt damit eine Überzeugung über den Zusammenhang von Voraussicht und dem Ausbleiben des Schlimmsten.

Verwendung

Passend als Seneca-Zitat in Texten über Klugheit, Voraussicht und die stoische Überzeugung, dass der Weise dem Schicksal selten begegnet sowie für Beiträge über Stoa, Lebensklugheit und die Überzeugung, dass Vorsorge besser ist als Reaktion. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über das Vermeiden von Katastrophen durch kluges Handeln.

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Über Seneca

Über den Autor

Philosoph · Römisch · 4 v. Chr. - 65 n. Chr

Lucius Annaeus Seneca (ca. 1–65 n. Chr.) war ein römischer Stoiker, der als Erzieher und Berater Kaiser Neros dessen Herrschaft mitgestaltete und auf kaiserlichen Befehl Selbsttötung beging.

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Obwohl Seneca in seinen Schriften Verzicht und Bescheidenheit predigte, zählte er zu den reichsten und mächtigsten Männern Roms – ein Widerspruch, der ihm schon zu Lebzeiten den Ruf eines Opportunisten einbrachte. Im Jahr 55 bekleidete er ein Suffektkonsulat. Zuletzt beschuldigte ihn Nero der Beteiligung an der Pisonischen Verschwörung und zwang ihn damit in den Tod.

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