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Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht

Spruchbild: Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht;  dass ich aber, solange ich lebe, wirklic …

Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht; dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab.

Bedeutung

Seneca zieht eine klare Trennlinie zwischen bloßer Lebensdauer und wirklich gelebtem Leben: Die Spanne der Jahre liegt nicht in unserer Hand – ob wir in dieser Zeit präsent, engagiert und sinnerfüllt leben, das entscheiden wir selbst. Die Länge des Lebens ist Schicksal, seine Tiefe ist Entscheidung. Der Satz ist keine Entschuldigung für Leichtsinn, sondern ein Appell zur Lebendigkeit: Jeder Tag, an dem man wirklich lebt, zählt mehr als viele, an denen man nur existiert. Zukunft wird durch Gegenwart gebaut.

Verwendung

Als Lebensphilosophie zu Geburtstagen oder als Denkanstoß für Menschen, die ihr Leben als selbstverständlich betrachten. Passend in Trauerreden als Würdigung eines erfüllten, bewusst gelebten Lebens. Gut auch in Coachings oder Jahreswende-Reflexionen, wenn Fragen nach dem Sinn des eigenen Lebens laut werden.

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Über Seneca

Über den Autor

Philosoph · Römisch · 4 v. Chr. - 65 n. Chr

Lucius Annaeus Seneca (ca. 1–65 n. Chr.) war ein römischer Stoiker, der als Erzieher und Berater Kaiser Neros dessen Herrschaft mitgestaltete und auf kaiserlichen Befehl Selbsttötung beging.

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Obwohl Seneca in seinen Schriften Verzicht und Bescheidenheit predigte, zählte er zu den reichsten und mächtigsten Männern Roms – ein Widerspruch, der ihm schon zu Lebzeiten den Ruf eines Opportunisten einbrachte. Im Jahr 55 bekleidete er ein Suffektkonsulat. Zuletzt beschuldigte ihn Nero der Beteiligung an der Pisonischen Verschwörung und zwang ihn damit in den Tod.

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