
Was uns beim Sterben weh tut, ist das Leben
Bedeutung
Jean Anouilh, der französische Dramatiker, formuliert in diesem Zitat eine existenzielle Paradoxie: Was beim Sterben schmerzt, ist nicht der Tod, sondern das Leben – also das Abschiednehmen von allem, was man liebt, kennt und ist. Das Leben ist das, was man verliert, und gerade darin liegt der Schmerz. Anouilh, der in seinen Stücken oft mit dem Thema des Tragischen und des Scheiterns arbeitete, beschreibt hier in wenigen Worten eine Wahrheit, die zugleich Klage und Bestätigung des Lebens ist: Es schmerzt, weil es wertvoll war.
Verwendung
Passend als Anouilh-Zitat in Texten über Tod, Abschied und die Kostbarkeit des Lebens sowie für literarische Beiträge über das existenzielle Erleben und die Trauer beim Sterben. Auch geeignet als nachdenkliches Wort in Reden über Vergänglichkeit, Lebenswert und den Schmerz des Abschieds.
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Über Jean Anouilh
Über den Autor
Schriftsteller und Dramatiker · Französisch · 1910 - 1987
Jean Anouilh (1910–1987) war ein französischer Dramatiker aus Bordeaux, dessen Theaterstücke in den 1960er und 1970er Jahren zu den meistgespielten auf deutschen Bühnen zählten.
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Anouilh wurde am 23. Juni 1910 in Bordeaux geboren und verstarb am 3. Oktober 1987 in Lausanne. Seine produktivste Schaffensphase als Dramatiker erstreckte sich von 1932 bis etwa 1970. Mit über 40 Theaterstücken prägte er das französische Drama des 20. Jahrhunderts nachhaltig.

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