September Sprüche
2108 Sprüche — Seite 9
Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen, die Seele Gott, wenn sie in Gott aufgenommen.
— Angelus Silesius
Wie die süßeste Frucht zuweilen eine raue Schale hat, so verbirgt sich oft eine freundliche und herzliche Natur unter einem rauen Äußeren.
— Samuel Smiles
Wahrlich, unser Leben währet nur kurz, darum durchmesst seine Bahnen auf das Fröhlichste!
— Euripides
Eine wirkliche und wahrhafte Zauberin ist die Liebe: sie verwandelt Menschen, und sie erschafft Dinge, die es zuvor nicht gab - und wiederum nicht mehr gibt, wenn sie verschwunden ist.
— Diotima
Glückselig also ist ein Leben, welches mit seiner Natur im Einklang steht.
— Seneca
Kein Feiertag, der kein Ende hat.
Wer regiert muss hören und nicht hören.
Wenn St. Thomas dunkel war, gibt es ein schönes neues Jahr. (21. Dez.)
Kommt St. Georg auf dem Schimmel, kommt ein gutes Jahr vom Himmel. (23. April)
Das Leben ist so kurz, und die Menschen verstehen es nicht einmal, sich aus den doch noch bestehenden vierundzwanzig Stunden ein kleines, feines, flüchtiges Paradies zu machen!
— Peter Altenberg
Auf einen knorrigen Ast gehört ein derber Keil.
Zerstören geht schnell, aber das Bauen langsam.
Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
— Christian Morgenstern
Wer geliebt, kann nicht vergessen, wer vergisst, hat nie geliebt, wer geliebt und doch vergessen, hat vergessen, wie man liebt!
Wenn der September noch donnern kann, setzen die Bäume viel Blüten an.
Blieb Wärme im August fern, der September bringt sie nicht gern.
Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht
— Johann Nepomuk Nestroy
Der Mensch - ein Exempel der beispiellosen Geduld der Natur.
— Christian Morgenstern
Natur wiederholt ewig in weiterer Ausdehnung denselben Gedanken. Darum ist der Tropfen ein Bild des Meeres.
— Christian Friedrich Hebbel
Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.
Was auch das Meer verschlang, die Zeit verschlang das Weh, ewig bleibt die See.
— Gorch Fock
Wenn die Kuh am Himmel schwirrt, hat sich die Natur geirrt.
Furzt der Ochse hemmungsfrei, gibt's Smogalarm der Stufe Drei.
Fällt der Bauer von der Leiter, find' der Ochs dies äußerst heiter!
Dem Landmann tut's das Herz zerreissen, sieht er das Huhn aufs Sofa scheißen
Wenn die Magd nach Knoblauch stinkt, der Knecht sie auch im Dunkeln find!
Baut der Knecht beim Ernten Scheiß, kriegt er vom Bauern Feldverweis!
Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen, wie der Wind die Kerze verlöscht und das Feuer entzündet.
— François de la Rochefoucauld
Während ich mich an einem schwülen Tag auf den trägen Wassern des Sees treiben lasse, höre ich fast auf zu leben und fange an zu sein
— Henry David Thoreau
Wer im Juni einen hebt, hat den Maibock überlebt
Rülpst im Stalle laut der Knecht, wird sogar den Säuen schlecht.
Raucht die Kuh wie ein Kamin, ist Kurzschluss in der Melkmaschin!
Das Gedächtnis nimmt ab, wenn man es nicht übt.
— Marcus Tullius Cicero
Ehen und Weine werden mit den Jahren sauer
— Victor-Marie Hugo
Am ruhigen Fluss ist das Ufer voller Blumen.
Wie vergänglich ist doch der Mensch auf dieser Erde, ein Baum überdauert ihn, eine Steinstufe wird hundertmal älter, als der Menschenfuß, der sie tritt.
— Paul Keller
Selbst in kleinsten Tautropfen kann sich die ganze Sonne widerspiegeln.
Der Gang der Jahreszeiten ist ein Uhrwerk, wo ein Kuckuck ruft, wenn es Frühling wird.
— Georg Christoph Lichtenberg
Flüsse und Berge altern nicht.
Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird.