
Der Gang der Jahreszeiten ist ein Uhrwerk, wo ein Kuckuck ruft, wenn es Frühling wird.
Bedeutung
Georg Christoph Lichtenberg, der Satiriker und Naturforscher, formuliert in diesem Bild eine mechanistische Metapher für die Natur: Der Jahreszeiten-Wechsel funktioniert wie ein Uhrwerk – präzise, regelmäßig, unfehlbar. Der Kuckuck, der mit dem Frühling erscheint, ist der sichtbare Zeigerausschlag dieser kosmischen Uhr. Lichtenberg, der selbst ein begeisterter Naturforscher war und die Natur mit dem Auge des Empiristen betrachtete, beschreibt damit eine aufklärerische Weltanschauung: Die Natur ist kein Chaos, sondern eine geordnete Maschine. Das Bild verbindet naturwissenschaftliche Präzision mit poetischer Anschaulichkeit.
Verwendung
Passend als Lichtenberg-Zitat in Texten über Natur, Jahreszeiten und die mechanistische Ordnung der Welt sowie für Beiträge über Aufklärung, Naturphilosophie und die poetische Sprache der Wissenschaft. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Verlässlichkeit natürlicher Abläufe und das Staunen über ihre Präzision.
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Über Georg Christoph Lichtenberg
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1742 - 1799
Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) war der erste deutsche Professor für Experimentalphysik und Begründer des deutschsprachigen Aphorismus.
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Als Physiker, Naturforscher und Mathematiker vereinte Lichtenberg Naturwissenschaft und Literatur in einer zur Aufklärungszeit seltenen Weise. Er lehrte an der Universität Göttingen, wo er bis zu seinem Tod wirkte und mit seinen sogenannten „Sudelbüchern" ein einzigartiges literarisches Werk hinterließ.

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