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Sprüche zum Zusammenleben

2120 Sprüche — Seite 35

  1. Es ist eine ärgerliche Sorte von Köpfen, welche widersprechen, ehe sie begriffen haben.

    August Pauly

  2. Wenn die Vernunft irgendeinmal am Seile zieht, so hängen sich sofort hunderttausend Narren ans andere Ende, sich dagegen zu stemmen.

    August Pauly

  3. Unwissenheit erleichtert das Urteilen.

    August Pauly

  4. Der Neid ist eine Geißel, deren Opfer im Stillen leiden, er ist ein nagender Wurm an dem Lebensfrieden und an der Tugend des Menschen, welcher ihm Aufnahme gewährte.

    Albertine Necker-Saussure

  5. Es gibt Menschen, deren Gegenwart wir wie eine geistige Zwangsjacke ertragen.

    Theresa Keiter

  6. Die wahre Freude kommt zu denen, die andere erfreuen.

    Theresa Keiter

  7. Wir fühlen es, wenn wissende Augen uns anschauen.

    Theresa Keiter

  8. Nichts kann wohl Herz und Phantasie, überhaupt die edleren Organe des Menschen höckerartiger belasten als Kleinigkeitssinn.

    Heinrich Martin

  9. Erst nach völlig bekämpften Vorurteilen findet Wahrheit festen Grund.

    Heinrich Martin

  10. Verachtung stärkt den Geist zur Selbstüberwachung, weil wir am besten die volle Schwere und die große Kluft zwischen uns und dem Verachteten verstehen.

    Heinrich Martin

  11. Willst Du, dass Dich die Toren in Deinen Meinungen und Rechten unangefochten lassen, so lasse auch ihnen ebenso ihren Wahn und ihre Einbildungen.

    Heinrich Martin

  12. Unsere Leidenschaft tritt so oft ungezügelt auf, dass sie dann unser bestes Wissen, unsern festen Willen und unsere ganze moralische Kraft niedertritt.

    Heinrich Martin

  13. Leider, dem Mitleid entsprießt nur allzuoft die Verachtung; darum verberge Dein Leid tief in der innersten Brust.

    Heinrich Martin

  14. Es bringt ein böses Wort viel Unheil oft zuwege. Doch schreibst Du, überlege: ein Brief spricht immerfort.

  15. Wenn Dich die üblen Launen plagen, so schließ' Dich ein. Dort magst du sie für Dich ertragen, uns macht es Pein.

    Heinrich Martin

  16. Empfindlichkeit ist in den meisten Fällen Dummheit.

    Heinrich Martin

  17. Mit Spott verscheuchen wir die Toren, aber auch unsere Freunde.

    Heinrich Martin

  18. Wer Charaktere studiert, der suche das Herz zu ergründen, nicht den Verstand und den Geist; heißt doch Charakter: Gemüt.

    Heinrich Martin

  19. Blicke demjenigen scharf in die Augen, der allein geht und dem Bettler eine Gabe reicht. Da siehst du den inneren Menschen.

    Heinrich Martin

  20. Verachtung darf nicht über unsere Selbstachtung hinausgehen.

    Heinrich Martin

  21. Wer unter allen Umständen Duldung zeigt, ist entweder ein Dummkopf oder ein Heuchler. Als ersteren können wir ihn nur bemitleiden, als letzterer aber verdient er, dass ihm jeder rechtschaffene Mensch …

    Heinrich Martin

  22. Sei vorsichtig gegen diejenigen, die zu lebhaft mit Worten und Empfindungen spielen; sie suchen dadurch die wahren Vorgänge ihres Innern, ihre Gedanken zu verdecken.

    Heinrich Martin

  23. Nachsicht findet man allein nur bei edlen Seelen, die noch nicht vergessen haben: Ich auch konnte fehlen.

    Heinrich Martin

  24. Wer sich selbst nichts mehr ist, was kann er noch anderen sein? Nur ihr Feind oder Tyrann.

    Heinrich Martin

  25. Verachtung hat es lediglich mit dem Verstande zu tun und dieser ist deshalb um so schneller mit sich einig und fertig.

    Heinrich Martin

  26. Hass frisst sich in selbstquälerischer Weise immer tiefer in das Herz hinein, weil er dort die meisten Widersprüche und in ihnen seine Nahrung findet.

    Heinrich Martin

  27. Nicht durch Deine selbstständigen Meinungen kannst Du zur wahren Geltung gelangen, sondern durch die Handlungen, die aus ihnen hervorgehen.

    Heinrich Martin

  28. Nicht was du sprichst, sondern wie Du es sprichst, also am Akzent des Tones hören wir, wie Deine Seele gestimmt ist.

    Heinrich Martin

  29. Ein Dummkopf findet immer noch einen Dümmeren, der ihn bewundert

    Nicolas Boileau-Despreaux

  30. Auf Kosten des gesunden Menschenverstandes darfst du keine Späße machen

    Nicolas Boileau-Despreaux

  31. Möglichst viele Leiden kraftvoll in Freuden zu verwandeln, das ist das rechte Mitleid.

    Friedrich Lienhard

  32. Erst dann verlieren sich zwei Menschen, wenn sie nicht mehr dem gemeinsamen Ideal Treue halten. Treue zum Ideal – das einigt!

    Friedrich Lienhard

  33. Die beste Reue ist die bessere Tat.

    Friedrich Lienhard

  34. Ich erwarte das Feinste nicht von Organisationen, sondern von jenen stillen, starken, durch Leid gereiften Menschen der gesammelten Glut, in denen die schöpferische Liebe lebt.

    Friedrich Lienhard

  35. Worte der Güte sind Schönheit! Taten der Liebe sind Licht!

    Friedrich Lienhard

  36. Viel Kummer bereitet es meinem Herzen, wenn ich daran denke, was der Mensch aus dem Menschen gemacht hat.

    William Wordsworth

  37. Unser Leben ist arm und taugt nicht viel, wenn wir es bequem haben unter den Menschen.

    Christian Geyer

  38. Wer nicht viel tragen kann, wohltun und viel vergeben, versteht die Weisheit nicht und nicht die Kunst zu leben

    Johann Kaspar Lavater

  39. Du kannst niemanden unterdrücken, ohne selbst unten zu bleiben

    Booker T. Washington

  40. Der beste Mensch ist der, der sich um sich selbst kümmert. Lasst euch von niemanden so tief hinabziehen, dass ihr ihn hasst.

    Booker T. Washington

  41. Nächstenliebe - Wahrhaftig, die Kunst ist's, was man verehren muss, nicht den Künstler; der ist nichts mehr als ein schwaches Werkzeug.

    Wilhelm Heinrich Wackenroder

  42. Jede Fröhlichkeit, jede Liebe, jede Zuneigung veredelt uns, ist selber Tugend, jedes Gefühl, wovon Hass die Wurzel ist, verschlechtert und erniedigt uns.

    Wilhelm Heinrich Wackenroder

  43. Vergeben wärmt das Herz und kühlt die Wunde

    Sir Adolphus William Ward

  44. Ein untrüglicher Maßstab für einen Menschen ist sein Verhalten gegen fremdes Leid.

    Maria Waser

  45. Man redet heute so viel von Liebe. Nachdem die Reiche dieser Welt in Hass untergegangen, sucht jeder nach dem verlorenen Kleinod, jeder jagt nach einer andern Seite, und was er findet, bringt er heim, …

    Maria Waser

  46. Die Trägheit des Herzens spiegelt sich in den Unterlassungen

    Jakob Wassermann

  47. Schwärmer hören nur sich selbst

    Jakob Wassermann

  48. Seinen Schmerz offen gegen andere aussprechen, ist ein Beweis, dass derselbe nicht tief ist.

    Emil Palleske

  49. Wer nicht imstande ist, Unrecht zu tun, muss sich daran gewöhnen, es zu erleiden.

    Luigi Pirandello

  50. Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  51. Milde erreicht mehr als Heftigkeit

    August Lafontaine

  52. Der Stärkere hat allezeit die besseren Gründe.

    August Lafontaine

  53. Der Mensch ist kalt wie Eis gegenüber den Wahrheiten; er ist aber Feuer gegenüber den Lügen.

    August Lafontaine

  54. In neun von zehn Fällen erfährt man von den Unzulänglichkeiten anderer erstmals aus ihren Entschuldigungen.

    Oliver Wendell Holmes

  55. Ich hege keine Achtung für die Leidenschaft der Gleichheit, die mir nur eine Idealisierung des Neides erscheint.

    Oliver Wendell Holmes

  56. Der einzige Ort, an dem man Frieden, Gesundheit, Reichtum und Glück stets findet, ist das Lexikon.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  57. Unannehmlichkeiten von rohen Menschen sollte man abschütteln wie Schneeflocken. Höchstens darf eine leise auf uns vergehen und ein Tropfen Wasser werden, eine stille Träne.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  58. Haben wir jedoch die Selbstsucht aufgegeben, so bleibt in uns einzig die Liebe zum Gemeinwesen zurück.

    Tommaso Campanella

  59. Wenn Gott dir Witz gibt, so trage ihn wie dein Schwert in der Scheide und blitze nicht damit zum Schrecken der Gesellschaft umher.

    Joachim Heinrich Campe

  60. Hinderst du die anderen daran zu reden, nennt man das Redegewandtheit.

    Alfred Capus