Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 34
Verachten, wo man geliebt hat, tief und innig geliebt hat! – Gott sei gnädig und bewahre jedes Menschenherz vor solchem Jammer!
— Sophie Alberti
Nichts will so zart, so unausgesetzt gepflegt sein, als die Blume des Besitzes. Wenige bedenken das und lassen daher ihr Schönstes verkommen. Eine verwelkte Liebe, ein verstorbenes Vertrauen blüht nim …
— Henriette Wilhelmine Hanke
Einen Glauben kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Erzwingen heißt durchsetzen, was nicht zwingend ist.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Die Harmonie ist die Einheit der Gegensätze
— Simone Weil
Die Menschen sind oft unfähig, sich in den Zustand eines anderen zu versetzen
— Simone Weil
Das Mutterglück ist das einzige, das keinem unverdient zuteil werden kann; denn man kann es ja nur empfinden in der strengsten treuesten Pflichterfüllung.
— Wilhelmine von Hillern
Die Schmerzen und Kämpfe einer Seele kann auch nur eine verwandte Seele empfinden.
— Wilhelmine von Hillern
Keine Zeit ist verloren, in der man nach Wahrheit gestrebt hat.
— Wilhelmine von Hillern
Es ist ein gewagtes Ding, die Vorsehung eines andern sein zu wollen, denn alle menschliche Berechnung trügt und die beste Absicht ist nicht Bürge für den Ausgang.
— Wilhelmine von Hillern
Wen die Vorsehung einreihen will in die große Armee, die da kämpfen soll für Menschenwohl und Menschenrecht, dem brennt sie den Stempel des Unglücks in das Herz: denn nur wer selbst den Schmerz gefühl …
— Wilhelmine von Hillern
Es ist sehr traurig bemerken zu müssen, wie uns der Egoismus allenthalben nachschleicht und uns oft da am nächsten ist, wo wir ihn am fernsten von uns glaubten.
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
Wenn die Gesellschaft nicht die freie Entwicklung der Frau akzeptiert dann muss die Gesellschaft umgestaltet werden
— Elizabeth Blackwell
Je weniger ein Mensch selber zärtlich sein kann, je nötiger hat er's, dass man's mit ihm sei: Aber nur Herzen erschließen Herzen.
— Rahel Varnhagen von Ense
Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um so sein zu können, wie wir eigentlich sein sollten.
— Rahel Varnhagen von Ense
Es ist ein krankhafter, schwächlicher Geisteszustand, auf Lob, und nicht auf Inhalt des Lobes zu halten.
— Rahel Varnhagen von Ense
Ob eine Wahrheit grob ist oder nicht, darüber kann man ihr als solcher nichts anhaben; sie entspricht ihrem Wesen, wenn sie wahr ist; und wo sie hintrifft, das ist der Ort, der sie zur Grobheit oder H …
— Rahel Varnhagen von Ense
Jeder, der nur einmal seine Überzeugung in sich zum Schweigen bringt, ist unrein, geistlos, zu allem Schlechten fähig; denn die Möglichkeit und der Anfang ist da!
— Rahel Varnhagen von Ense
Eine Lüge engagiert meistens schon zu der nächsten.
— Rahel Varnhagen von Ense
Die Menschen verstehen einander nicht. Sie lieben sich zu ungleichen Stunden.
— Rahel Varnhagen von Ense
Jeder Mensch wird von seiner Zeit verschwemmt, von allen, die mit ihm leben. Nur auftauchen kann das bißchen Bessere im Charakter.
— Rahel Varnhagen von Ense
Es ist nicht allein sehr schwer, die Wahrheit hier in der Welt zu finden; sondern man muss sie auch noch verleugnen!
— Rahel Varnhagen von Ense
Die eine Hälfte der Welt kann die Freuden der anderen nicht verstehen
— Jane Austen
Ich verlange von den Leuten nicht, dass sie mir angenehm sind, weil es mich vor dem Problem bewahrt, sie zu mögen.
— Jane Austen
Falsche Nächstenliebe lenkt ab vom wahren Ziele
— Paula Modersohn-Becker
Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe.
— Manfred Kyber
Zeig' deine Tränen nicht; den Freund betrübest du vergebens nur, und ach, dein Feind – er lacht dazu.
— Friedrich Julius Hammer
Man kann nicht leben, ohne dass die Leute sprechen, nicht Rosen sammeln, ohne dass die Dornen stechen
— Friedrich Julius Hammer
Die Rache ist das Zeichen eines kleinen und schwachen Geistes und die Freude einer niederen Seele
— Juvenal
Niemand erfreut sich mehr an Rache als eine Frau.
— Juvenal
Rechtschaffenheit wird (von allen) gelobt und stirbt doch vor Kälte
— Juvenal
Sage nie, dass du etwas geben wirst. Denn wer so spricht, gibt nichts und verhindert die Gaben anderer.
— Philemon
Ich würde, wenn ich ganz mein eigener Herr wäre und ausserdem in einer anständigen und angenehmen Lage leben könnte, weit lieber gar nicht heiraten und auf andre Art der Welt zu nutzen suchen.
— Caroline Schlegel-Schelling, geb. Michaelis
Der Beleidigte verzeiht, der Beleidiger niemals.
— Filippo Pananti
In einer Kleinstadt gibt es nicht viel zu sehen; aber was man dort hört, macht das wett.
— Kin Hubbard
Das Vergnügen ist wie eine Lebensversicherung: Je älter man ist, desto teurer wird es.
— Kin Hubbard
Der Friede hat ebenso viele Siege aufzuweisen wie der Krieg, aber weit weniger Denkmäler.
— Kin Hubbard
Zuhören ist der einzige Weg, um einige Leute zu unterhalten
— Kin Hubbard
Die ganze Welt liebt einen guten Verlierer
— Kin Hubbard
Wir haben fast den Zustand erreicht, in dem man nicht die Wahrheit sagen kann, ohne indiskret zu sein
— Kin Hubbard
Welche Triebkraft muss doch die Eitelkeit haben, dass sie die Menschen so groß von sich selbst denken lässt, da doch alles in der Welt uns klein zu machen geeignet ist.
— August Pauly
Menschenspreu wird vom Wind der Mode leicht bewegt.
— August Pauly
Lieber sich für die Wahrheit schämen als für eine Unwahrheit.
— August Pauly
Die Wahrheit ist männlichen Geschlechts.
— August Pauly
Schichtenweise liegen die Schicksale der Menschen übereinander und bauen die Zeiten auf.
— August Pauly
Wärme und Kälte unserer Welt, ihr Licht und ihre Dunkelheit gehen von unseren Herzen aus. Sie selbst liegt draussen in ihrem unveränderlichen Wert, in ihrem ewigen Treiben und ihrer ewigen Gleichgülti …
— August Pauly
Wir können nicht leben ohne Menschen und leben nie mehr, als wenn kein Mensch um uns ist.
— August Pauly
Der Eitle empfindet jedes einem andern gespendete Lob als eine Verkürzung der ihm gebührenden Ration.
— August Pauly
Was ist es doch Schönes und Heiliges um das Recht und wie schmutzig und verworren sind die Wege zu ihm!
— August Pauly
Es ist mir manchmal ein Mensch, den ich vergeblich eine Wahrheit zu eröffnen suchte, vorgekommen, wie ein Mann, dem ich auf den Gaul helfen wollte, der aber immer wieder drüben herunter fiel.
— August Pauly
Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er nach seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.
— August Pauly
Wenn wir viel sagen wollen, nehmen wir wenig Worte, wenn alles – gar keine.
— August Pauly
Äusserlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innerer braucht Einsamkeit.
— August Pauly
"Nein" hat einen kalten Atem.
— August Pauly
Sage zu dem Eitlen, er solle sich selbst erkennen und flugs schaut er in den Spiegel.
— August Pauly
Vieles verstehen gleichgesinnte Menschen still, aber herrlicher ist es noch, wenn ein mit Empfindung schwer beladenes Wort des einen Seele dem andern zuträgt.
— August Pauly
Es gibt eine Sorte von Ignoranten, welche einem das Übergewicht der Unwissenheit fühlen lassen.
— August Pauly
Freundlichkeit ist das Öl der Streber, mit dem sie sich salben, um leichter durch die Menge nach oben zu schlüpfen.
— August Pauly
Wie wäre es möglich, dass einer, der den Blick auf das Universum gerichtet hat, noch den kleinen Unterschied zwischen einem Bettler und einem König wahrnehmen könnte?
— August Pauly