Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 33
Niemand mag auf lange Zeit große Ehre haben ohne Neid.
— Bernhard Freidank
Wer seinen Mund in Gewalt, der wird in Ehren werden alt!
— Bernhard Freidank
Das schlimmste Glied, das Menschen tragen, ist die Zunge, hör' ich sagen.
— Bernhard Freidank
Wenn du dich geirrt hast, so schäme dich nicht, es besser zu machen.
— Bernhard Freidank
Gar oft weint man im Herzensgrund, wo doch lachen muss der Mund.
— Bernhard Freidank
Lass uns also sein, was wir sind, und sagen, was wir denken, und in allen Dingen der Wahrheit treu bleiben.
— Henry Wadsworth Longfellow
Was ist Höflichkeit? Ein stillschweigendes Übereinkommen zweier Menschen, demzufolge jeder seine Eitelkeit zugunsten derer des anderen verschleiert.
— Alphonse Karr
Beschimpfungen sind sehr erniedrigend für den, der sie ausstößt, währenddem sie denjenigen, an den sie gerichtet sind, nicht demütigen können
— Alphonse Karr
Die Freiheit eines jeden hat als logische Grenzen die Freiheit der anderen.
— Alphonse Karr
Ruhiges Selbstgefühl mindert in uns das Bedürfnis der Mitteilung.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Wer die Menschen belehren oder beherrschen will, der muss zuerst sich selbst überwinden und Herr seiner eigenen Leidenschaft werden. Das ist die erste Bedingung jeder Macht, welche wir über andere a …
— Joszef Freiherr von Eötvös
Vorsicht im Vertrauen ist allerdings notwendig; aber noch notwendiger ist Vorsicht im Misstrauen.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Wer die Menschen wahrhaft kennt, der wird auf niemanden unbedingt bauen, aber auch niemanden vollständig aufgeben.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Die Leichtigkeit, womit irgend jemand eine Gemeinheit bei anderen für wahrscheinlich hält, ist meistens auch der beste Maßstab für seinen eigenen moralischen Wert.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Die Wahrheit ist kein Lehrgefüge, an das man sich halten könnte, sondern eine Summe von Leben
— Heinrich Lhotzky
Es ist schwer, vorwärts zu schreiten und nur sich zu sehen
— Ernst Friedrich August Rietschel
Wenn du von den anderen Verantwortung verlangst, übernehme auch für dich deine eigene
— Solon
Worte der Wahrheit sind stets unverziert und einfach
— Joseph Benedikt Marzellin Champagnat
Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt: Treue um Treue, Vertrauen um Vertrauen.
— Paul von Beneckendorff und Hindenburg
Befehlen und gehorchen heißt, mit Mächten in Beziehung gebracht zu werden, und es ist nur sinnvoll, wenn der Befehlshaber im Vollbesitz dieser Mächte ist.
— Sebastian Faber
Raum für alle hat die Erde, wer aber gibt jedem die ihm gebührende Zeit?
— Theodor Toeche-Mittler
Wer an die Unsterblichkeit glaubt, muss auch an das Näherliegende, an die Fortentwicklung der Menschheit hienieden zum Guten glauben.
— Theodor Toeche-Mittler
Ehrfurcht den Vorfahren, Treue den Lebensgenossen, Vertrauen der Jugend!
— Theodor Toeche-Mittler
Dein Alter setze im Kampfe der Meinungen stets als Dein schwächstes Vorrecht an. Zwar ist es von Gott Dir gewährt, gilt aber als solches vor allem Dir selbst.
— Theodor Toeche-Mittler
Die Liebe ist die Lösung des Lebensrätsels, der Hass die verzehrende Sehnsucht danach.
— Heinrich Lhotzky
Es gibt kaum ein besseres Erkennungszeichen für Menschen als ihr Verhalten zu Kindern.
— Heinrich Lhotzky
Vergebung muss immer da sein. Aber von Vergebung darf man erst reden, wenn die Menschen sich danach sehnen.
— Heinrich Lhotzky
Feinde sind einem Menschen geschenkt, damit er an ihnen wachse und erstarke.
— Paul Olaf Bodding
Im Zusammensein mit uns sollte jeder ein Liebender des Lebens werden.
— Paul Olaf Bodding
Es ist gut, wenn ein tüchtiger Mensch verleumdet wird. Das dient seiner Sache.
— Paul Olaf Bodding
Dem vertrauen die Menschen, der sich von einer höheren Macht regieren lässt.
— Paul Olaf Bodding
Das Wohlwollen des Stolzen ist schwerer zu ertragen, als sein Hass.
— Paul Olaf Bodding
Sei Mensch und ehre Menschenwürde
— Robert Bosch
Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Darf er schon nicht, dann sollen die anderen aber auch nicht.
— Kurt Tucholsky
Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen gelebt wird.
— José Ortega y Gasset
Es gibt vier Typen von Menschen in der Welt: die Liebenden, die Opportunisten, die Zuschauer und die Schwachsinnigen. Die letzteren sind die Glücklichsten.
— Hippolyte Taine
Wenn wir die Menschen nicht zurechtschelten können, können wir sie oft zurechtlieben
— James Hudson Taylor
Aller Herrschaft Druck ist schwer; man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Ein schwacher Feind in der Festung ist fürchterlicher als der stärkste von aussen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Der beste Rat bleibt immer Stück- oder Flickwerk: wer sich nicht selber raten kann, dem ist nicht zu helfen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Menschenkenntnis ist das Resultat vieler Beobachtungen über eine Menge verschiedener Menschen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Dass die Menschen immer mehr sein wollen als sie sind, ist eine der stärksten Quellen unseres Elends.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Jeder Mensch ist Despot: und keiner hilft dem anderen so sehr, wenn er nicht muss, dass er ihn von sich unabhängig macht.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Der Mensch ist ein kleines Ding, man hat ihn bald auswendig gelernt, wenn man mit ihm vertraut wird.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Wer nicht sagt, was er für wahr hält, ist entweder ein Heuchler oder ein Feiger oder ein gebrechlicher Mensch. Wer den Star stechen will, muss können sehend machen und den Leuten beweisen, daß Sehen b …
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Gewalt und Druck über sich macht gewiss weniger Elend als Leere, innere Leerheit.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die Wahrheit ist oft zu einfach, um Glauben zu finden.
— Fanny Lewald
Die Meinung, die uns umgibt, das Urteil, welches man über den Menschen fällt, wirken unmerklich, aber bestimmend auf ihn ein, wie das Licht und die Luft, die er beständig sieht und atmet.
— Fanny Lewald
Wer die Liebe nicht versteht, begreift weder den Hass noch den Zorn.
— Fanny Lewald
Bei lebhaften Menschen und Völkern sind Ruhe und Schweigen das sicherste Zeichen der Reife.
— Fanny Lewald
Das Gefühl des Rechts macht groß, edel, frei, nachsichtig – Rechte haben macht egoistisch, misstrauisch und unduldsam. Dies zeigt sich in allen staatlichen und privaten Verhältnissen, in der Familie, …
— Fanny Lewald
Wenn die Leute sich nur halb so viel Rechenschaft über ihr eigenes Leben geben wollten, als über das Leben der anderen, so würden sie sich des Ratgebens meist enthalten.
— Fanny Lewald
Wer ohne üblen Willen die Fehler und Irrtümer seiner Nebenmenschen beobachtet, lernt dabei, wenn er will, seine eigenen Fehler und Irrtümer erkennen; er hat dann die Pflicht, ernst an ihre Überwindung …
— Fanny Lewald
Es ist nicht jeder Mensch geboren, frei zu sein, denn es gibt Personen, die vortrefflich sind, wenn sie dienen und gehorchen müssen und unbrauchbar, wie sie in freier Selbstbestimmung handeln sollen …
— Fanny Lewald
Wem man das Gefühl seiner Verantwortlichkeit nimmt, dem nimmt man das Gefühl seiner Bedeutung.
— Fanny Lewald
Es ist sehr leicht, die Menschen zu behandeln, wenn man sie nicht achtet.
— Fanny Lewald
Zu sagen, was man nicht denkt, ist immer Unrecht; alles zu sagen, was man denkt, ist meist töricht.
— Fanny Lewald
Unsere Entsagung macht uns fast immer unglücklich, und den nicht glücklich, dem das Opfer gebracht wird. Entsagte man nicht, so käme am Ende nicht zwei Leiden, sondern ein Glück und ein Unglück zust …
— Fanny Lewald
Mitleiden ist den trägen und geschäftigen Egoisten eine so angenehme Sache, weil es eine passive Tätigkeit, ein beschäftigter Müßiggang ist.
— Fanny Lewald
Nicht die Jugend bedarf bei ihrem Schaffen der Ermunterung, sondern das Alter.
— Fanny Lewald