Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 20
Wer nach den Sternen reisen will, der sehe sich nicht nach Gesellschaft um.
— Christian Friedrich Hebbel
Wir müssen lernen, den Menschen weniger auf das, was er tut oder läßt, als auf das, was er leidet, anzusehen.
— Dietrich Bonhoeffer
Kennt ihr die Arznei des Beispiels, die Heilkraft der Bewunderung und der seelenstärkenden Achtung?
— Jean Paul
Wenige Dinge auf Erden sind lästiger als die stumme Mahnung, die von einem guten Beispiel ausgeht.
— Mark Twain
Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn.
— Jean-Jacques Rousseau
Der ist in tiefster Seele treu, wer die Heimat liebt wie du.
— Theodor Fontane
Beim Spiel kann man einen Menschen besser kennen lernen, als im Gespräch in einem Jahr.
— Platon
Selbstaufopferung ist das wirkliche Wunder, aus dem alle anderen Wunder entspringen.
— Ralph Waldo Emerson
Das hochfliegende Wort "Freiheit" bedeutet hienieden, fürcht' ich, immer weniger, je mehr man sich's ansieht.
— Wilhelm Busch
Das Lachen verlangt Arglosigkeit, die meisten Menschen lachen aber am häufigsten boshaft
— Fjodor M. Dostojewski
Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.
— François de la Rochefoucauld
Nur der Gehorsam dauert, der freiwillig ist.
— Nicolaus Machiavelli
Ihr Unzufriedenen in der Ehe habt euch eure Leiden selbst zugezogen, weil ihr so unbesonnen, so eilig, so vernunftlos in euerer Wahl waret.
— Abraham a Sancta Clara
Ein Mühlstein und ein Menschen Herz wird stets herumgetrieben: Wo beides nichts zu reiben hat, da wird es selbst zerrieben.
— Friedrich von Bodenstedt
Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.
— Christian Morgenstern
Wenn du dir selber eine Freude machen willst, dann denk an die Vorzüge deiner Mitmenschen.
— Mark Aurel
Denn jeder, der sein eigenes Selbst nicht zu regieren weiß, regierte gar zu gern des Nachbars Willen, eigenem stolzen Sinn gemäß
— Johann Wolfgang von Goethe
Man hat nur dann ein Herz, wenn man es hat für andere
— Christian Friedrich Hebbel
Die Zeit heilt Schmerzen und Streitigkeiten, weil der Mensch sich ändert. Weder der Beleidiger noch der Beleidigte bleiben, was sie einmal waren
— Blaise Pascal
Eine selbstbewusste Gesellschaft kann viele Narren ertragen.
— John Steinbeck
Die Jungen sind die härtesten und ungerechtesten Richter.
— Paul Keller
Es kann unter Menschen kein gerechterer Grund zum Schmerz entstehen, als wenn sie von einer Seite, von der sie mit Recht Dankbarkeit und Wohlwollen erwarten mussten, Kränkung und Schaden erleiden.
— Joseph Pulitzer
Wir machen uns Freunde. Wir machen uns Feinde. Aber Gott macht uns den Nachbarn von nebenan.
— Gilbert Keith Chesterton
Es ist selten, dass man im Guten auseinander geht. Denn wenn man im Guten ist, geht man nicht auseinander.
— Marcel Proust
Wenn jemand dir die Stiefelsohlen leckt, setze den Fuß auf ihn, bevor er anfängt, dich zu beißen.
— Paul Valéry
Wer sich selber lobt, findet schnell seine Spötter.
— Publius Syrus
Zwietracht und Streit sind das Werk anmaßender Begierden und Leidenschaften.
— Johann Georg Adam Forster
Abwesende sind immer im Unrecht
— Philippe Destouches
Die Menschen hassen nie so sehr den, der Böses tut, noch das Böse selbst, wie den, der es beim Namen nennt.
— Giacomo Leopardi
Ich bin nicht ihrer Meinung, aber ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass Sie sie äussern dürfen.
— René Descartes
Neid zu fühlen ist menschlich, Schadenfreude zu genießen teuflisch
— Arthur Schopenhauer
Wenn man dich plagt, so segne doch, wenn man dich hasst, so liebe noch: Es kann ein guter Mensch auf Erden durch böse Menschen besser werden
— Gerhard Tersteegen
Die Optimisten sind die Verehrer der Emotion. Es gibt einen Optimismus der Kraft und einen der Oberflächlichkeit. Der Erstere versteht es, den Schmerz zum Meister zu machen und der Letztere zum F …
— Friedrich Nietzsche
Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen; man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunterlocken.
— Mark Twain
Wer Urlaub braucht, hat keinen verdient.
— Abraham Lincoln
Nicht nur die Angst ist ansteckend, sondern auch die Ruhe und die Freude, mit der wir dem jeweils Auferlegten begegnen.
— Dietrich Bonhoeffer
Ein jeder Mensch hat rechtmässigen Anspruch auf Achtung von seinen Nebenmenschen, und wechselseitig ist er dazu auch gegen jeden anderen verbunden.
— Immanuel Kant
Auf zweierlei sollte man sich nie verlassen: Wenn man Böses tut, dass es verborgen bleibt, wenn man Gutes tut, dass es bemerkt wird
— Ludwig Anton Salomon Fulda
Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Heimat, das bedeutet: von Zeit zu Zeit eine Minute der Rührung, aber doch nicht dauernd
— Jules Renard
Gewissenlosigkeit ist nicht Mangel an Gewissen, sondern der Hang, sich an dessen Urteil nicht zu kehren.
— Immanuel Kant
Bedenke, wie niedrig Menschen erscheinen, wenn sie essen oder schlafen! Aber danach nehmen sie eine herrische Haltung an.
— Mark Aurel
Einem Menschen die Hand hinstrecken, heißt, ihn retten.
— Honoré de Balzac
Jede Gesellschaft ist nichts anderes als ein großes Picknick aus Notlügen. Eine der Lügen heißt: Jeder Mensch hat sein Schicksal. Das ist nicht wahr; die Gesellschaft ist ihr Schicksal!
— Gottlieb Moritz Saphir
Ich bin der Überzeugung, dass es kaum jemanden gibt, dessen Intimleben die Welt nicht in Staunen und Horror versetzte, wenn es übers Radio gesendet werden würde.
— William Somerset Maugham
Nichts kann einen Menschen mehr stärken, als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
— Karl Gustav Adolf von Harnack
Nächstenliebe ist die einzig mögliche Realpolitik
— Fridtjof Nansen
Der Mensch, welcher das Leben bloß mit dem Verstand, ohne innere Poesie, genießt, wird Mageres behalten, wie glänzend auch das Geschick dasselbe von außen ausgestattet.
— Jean Paul
Es ist nichts als die Tätigkeit nach einem bestimmten Ziel, was das Leben erträglich macht.
— Friedrich von Schiller
Was man nicht weiß, das eben braucht man, und was man weiß, kann man nicht brauchen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Auf der falschen Voraussetzung, als könnten zwei Menschen ganz ineinander aufgehen, wurzeln die schlimmsten Übel des Lebens.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Spiel und Scherz darf man üben, wie man dem Schlaf und anderen Erholungen sich hingibt: Wenn man den schweren und ernsten Pflichten Genüge getan hat.
— Marcus Tullius Cicero
Jeder Mensch glaubt, er sei der wichtigste, der beste; aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es auszusprechen.
— Jean Paul
Der Charakter ruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Gehorche, bebendes Geschöpf, und - wünsche nicht; denn das ist nicht deine Sache!
— Fjodor M. Dostojewski
Hüte dich vor dem, der nur ein Buch besitzt.
— Thomas von Aquin
Manche Menschen richten ihr Leben so ein, dass sie von Vorspeisen und Beilagen leben. Das Hauptgericht lernen sie nie kennen.
— José Ortega y Gasset
Der Erben Weinen ist nur unterdrücktes Lachen.
— Publius Syrus
Der Eigensinn ist die Energie der Dummen.
— Jean-Paul Sartre
Nur die Dummen haben sofort eine Überzeugung fertig.
— Michel de Montaigne