Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 32
Bei manchen Menschen ist es reine Intoleranz, von Toleranz zu sprechen
— Honoré Gabriel Victor de Riqueti
Meine Wohnung kommt mir vor wie ein Heiligtum. Ich mag nur Menschen drin sehen, die ich wirklich mag. Alle anderen weise ich ab
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Leben sie so,dass jeder ihnen freundlich begegnet, und sie werden erstaunt sein, was für ein glückliches Leben sie führen
— Charles M. Schwab
Wenn du versuchst, den Menschen die Folgen ihrer Verrücktheit zu verschweigen, kommt dabei letzten Endes eine Welt voller Narren heraus
— Herbert Spencer
Die tiefe Sicherheit einer Gesellschaft hängt von Natur und Verhalten ihrer Bürger ab
— Herbert Spencer
Die Rachsucht ist die Gerechtigkeit der Gemeinen.
— Hermann Stehr
Niemand ist anders von mir behandelt worden, als ich sein möchte, wenn ich dieselbe Krankheit bekäme
— Thomas Sydenham
Böses darf man nicht nur denen zur Last legen, die es tun, sondern auch denen, die es nicht verhindern, obwohl sie dazu in der Lage wären.
— Thukydides
Das Leben ist eine Pflicht, nicht ein Vergnügen. Es ist kein Festtag und kein Trauertag, sondern ein Arbeitstag
— Alexandre Vinet
Wenn der Ruf eines Menschen erst einmal feststeht, ist er immer besser oder schlechter, als er es verdient.
— Alexandre Vinet
Die Friedfertigkeit ist das eindrücklichste Ding der Welt und von allen Worten das beredtste.
— Alexandre Vinet
Macht bedeutet die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.
— Max Weber
In Dingen, die wir nicht kennen, sind wir oft auf das Urteil jener angewiesen – die sie auch nicht kennen.
— Otto Weiss
Worte können ihren Sinn sehr ändern – durch das Übelwollen derer, die sie anhören!
— Otto Weiss
Es gibt ebensoviele Mittelpunkte der Welt, als es Menschen gibt.
— Otto Weiss
Es wandeln viele auf verbotenen Wegen und schämen sich, wenn sie einander begegnen.
— Otto Weiss
Was wären in dieser Welt die Starken, ohne Unterstützung der Schwachen?
— Otto Weiss
Jemand kann solche Furcht haben, sich lächerlich zu machen, dass er sich lächerlich macht.
— Otto Weiss
Gar oft sind die Verspotteten lustiger als die Spötter!
— Otto Weiss
Unbedingt traut nur der seiner Menschenkenntnis, der keine hat.
— Otto Weiss
Jede Moral verübt Grausamkeiten.
— Otto Weiss
Der Lügner wird von den Leuten oft getäuscht; denn oft stellen sie sich, als glaubten sie ihm.
— Otto Weiss
Der Ruhm ist ein brennender Ofen: man muss ihn immer wieder heizen, soll er nicht kalt werden
— Otto Weiss
Der Ton der Überlegenheit muss oft sie selbst ersetzen.
— Otto Weiss
Gewisse Wünsche darf man vor jedem aussprechen, nur nicht vor dem, der sie erfüllen könnte.
— Otto Weiss
Im Streit, da kommt mancher immer wieder auf das zurück, wovon er durchaus nicht sprechen wollte.
— Otto Weiss
Gegenliebe zu finden, das ist ein Glück, bei dem man viel Pech haben kann!
— Otto Weiss
Durch besondere Protektion erhielt schon mancher eine überaus günstige Gelegenheit, sich öffentlich zu blamieren.
— Otto Weiss
Oft ist bei Konflikten der eine Teil formell im Recht, der andere bloß tatsächlich.
— Otto Weiss
Manchmal – so wird von uns verlangt – sollen wir aus der Ärmlichkeit des Gebotenen eine möglichst reiche Auswahl treffen.
— Otto Weiss
Solche, die sich niemand aufdrängen, nennt man nicht etwa bescheiden, sondern hochmütig.
— Otto Weiss
Wer hätte es nicht schon erfahren, wie sehr man sich erleichtert fühlen kann durch eine vertrauliche Aussprache, die man nachher bereut.
— Otto Weiss
Gewisse Leute fühlen sich überall gedemütigt, wo sie nicht frech sein dürfen.
— Otto Weiss
Eine Bitte, die selten erhört wird: "Versetzen Sie sich doch in meine Lage!"
— Otto Weiss
Aus Furcht vor übler Nachrede unterbleibt manch gute Handlung.
— Otto Weiss
Seien wir froh, dass wenigstens diese Dinge nicht der Mode unterliegen: Lieben, Hassen, Lachen, Weinen.
— Otto Weiss
Wir können's oft nicht begreifen, dass Leute das tun, was wir an ihrer Stelle auch täten.
— Otto Weiss
Es gibt ein unbeschränktes Vertrauen, dessen Grenzen genau festzustellen sind.
— Otto Weiss
Unglücklich will manche Frau um jeden Preis scheinen und bedauert man sie dann, so ist sie ganz glücklich!
— Otto Weiss
Mancher gesteht alles indem er leugnet, noch ehe man ihn beschuldigt.
— Otto Weiss
Zur Lehre der Sinneswahrnehmungen: Kenner der Gebärdensprache hören auch mit den Augen.
— Otto Weiss
Die Vertrauensseligen der Gegenwart sind die Misstrauischen der Zukunft.
— Otto Weiss
Wer die Menschen in guten Stunden von sich weist, kann sie in bösen Stunden, die doch für jeden einmal kommen, auch nicht an sich ziehen, und wenn er es mit Haken und Ketten versuchte.
— Ernst von Wildenbruch
Staunen ist unfreiwilliges Lob.
— Edward Young
Je mehr Feind, je mehr Glück.
— Julius Wilhelm Zincgref
Straf' muss sein, doch soll Barmherzigkeit vorgehen.
— Julius Wilhelm Zincgref
Man wird immer wieder im Leben auf wahrhaft gütige Menschen stoßen.
— Ferdinand Ebner
Nebenmenschen und Mitmenschen – wir suchen alle den, mit dem wir Mensch sein können. Wir sollen nicht neben, sondern mit den Menschen leben. Oder noch besser ist es, wenn wir einander leben.
— Ferdinand Ebner
Seit Adam waren stets die Dummen in der Mehrheit.
— Casimir Delavigne
Ein jeder sieht, wie glücklich der ist, der dumm geboren und alles glaubt. Ehrgeiz stachelt ihn nicht, und Furcht lässt ihn ruhig, beide gewöhnlich der Same für Kummer und Schmerz.
— Nicolaus Machiavelli
Wer leichtlich glaubt, wird leicht betrogen.
— Georg Rollenhagen
Im Frieden und im Krieg behält Einigkeit den Sieg
— Georg Rollenhagen
Falschheit regiert die ganze Welt.
— Georg Rollenhagen
Nichtstun ist die Weisheit derjenigen, die den Untergang von Narren miterlebt haben.
— George Meredith
Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller, als Ströme von Blut zu vergießen.
— Lord Byron
Rat sucht man, weil man seinen Standpunkt bestätigt haben möchte.
— William Osler
Wer den Menschen vertraut, macht weniger Fehler als derjenige, der ihnen misstraut.
— Camillo Benso Graf von Cavour
Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Der Schmeichler ist dem Herren lieb, doch stiehlt er die Ehr' ihm wie ein Dieb
Der Jungen Lob wird's mehren, wenn sie das Alter ehren; doch große Tugend ist's der Alten, der Jugend was zu gut zu halten.
— Bernhard Freidank