Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 15
Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo sie uns beliebt
— Marie von Ebner-Eschenbach
Gerechtigkeit entspringt dem Neide, denn ihr oberster Satz ist: Allen das gleiche.
— Walter Rathenau
Sag nicht Gutes über dich selbst. Man wird dir mißtrauen. Sag nichts Schlechtes über dich selbst. Man wird dich beim Wort nehmen.
— Joseph Roux
Am Schlimmsten ist eine Lüge, die eine halbe Wahrheit ist. Wenn wir z. B. Menschen in unser Haus bitten, während wir sie hinwünschen, wo der Pfeffer wächst.
— Prentice Mulford
Es ist ungemein wichtig und nützlich, selbst in einem kleinen Wirkungskreis als gutes Beispiel zu wirken, denn auf diese Weise beeinflusst man Dutzende und Hunderte von Menschen.
— Fjodor M. Dostojewski
Die, die immer trinken schmecken nichts; die, die immer reden denken nichts
— Matthew Prior
Erwarte kein Lob ohne Neid, bevor du tot bist!
— Charles Caleb Colton
Lebe, sei glücklich und mache andere glücklich.
— Mary Shelley
An sich selbst muss der Mensch in Erfahrung bringen, wie dem anderen zumute ist.
— Wilhelm Raabe
Ach ich fühl es! Keine Tugend ist so recht nach meinem Sinn; stets befind ich mich am wohlsten, wenn ich damit fertig bin.
— Wilhelm Busch
Jeder Mensch ist ein Abgrund. Man schaudert, wenn man hineinsieht.
— Georg Büchner
Selten wirst du einen Menschen finden, der bei geöffneten Türen ruhig leben könnte.
— Charles Baudelaire
Ein Weiser nutzt seine Feinde besser aus als ein Narr seine Freunde.
— Baltasar Gracián y Morales
Die Menschen sind nicht halb so gut, wie ihre Freunde sie schildern und nicht halb so schlecht, wie ihre Feinde behaupten
— Adolph Freiherr von Knigge
Die unterhaltsamsten Gäste sind die, die gern hören, wenn andere sprechen.
— Thomas Carlyle
Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir. Du weißt es, dass sie lügt, und dennoch glaubst du ihr.
— Friedrich Rückert
Je vollständiger man ein Individuum lieben oder bilden kann, je mehr Harmonie findet man in der Welt.
— Friedrich von Schlegel
Die Quelle des Fortschritts in der Geschichte ist der einzelne Mensch.
— Paul de Lagarde
Was der Mutter ans Herz geht, das geht dem Vater nur an die Knie.
— Horatio Nelson
Keiner irrt nur für sich, sondern er ist auch Grund und Urheber vom Irren anderer.
— Seneca
Teilnahme ist der goldene Schlüssel, der die Herzen anderer öffnet.
— Samuel Smiles
Keine Reden finden bereitwilligeren Glauben als die, welche das Genie herabsetzen und dem Neide der bewußten Mittelmäßigkeit schmeicheln.
— Thomas Babington Macaulay
Tue nichts im Leben, was dich beschämt, wenn es dein Nachbar bemerken würde.
— Epikur
Das Leben ist ein Spiel. Man macht keine größeren Gewinne, ohne Verluste zu riskieren.
— Christina I. von Schweden
Die Tugend des freien Menschen zeigt sich ebenso groß im Vermeiden wie im Überwinden von Gefahren.
— Baruch de Spinoza
Erst gegen Ende unseres Lebens müssen wir uns eingestehen, dass uns die am meisten genützt haben, die uns die größten Hindernisse in den Weg gelegt haben.
— Carl Ludwig Schleich
Wer die Menschen liebe, liebt auch ihre Freuden.
— Fjodor M. Dostojewski
Was gute Gesellschaft genannt wird, ist meistens nur ein Mosaik geschliffener Karikaturen.
— Friedrich von Schlegel
Ich glaube an die Disziplin des Schweigens und könnte stundenlang darüber sprechen.
— George Bernard Shaw
Es empfiehlt sich, den Menschen Hoffnungen zu machen und ihnen immer etwas zu versprechen, wenn man sie braucht.
— Nicolaus Machiavelli
Man verzeiht jedem seine erste kolossale Dummheit, aber niemals die zweite, die erste verteidigen zu wollen.
— Daniel Spitzer
Jede Wahrheit hat zwei Seiten. Wir sollten uns beide anschauen, bevor wir uns für die eine entscheiden.
— Aesop
Rate den Mitbürgern nicht das Angenehmste, sondern das Beste.
— Solon
Wenn es glatteist, gehen die Menschen Arm in Arm.
— Jean Paul
Wenn ich nach einigen Jahren eine Person wiedersah, die ich jung gekannt hatte, kam es mir beim ersten Blick immer vor, als begegnete ich jemand, der ein großes Unglück erlitten habe.
— Giacomo Leopardi
Man kann das Gefühl zu gefallen genießen, solange man sicher ist, nicht nur vor allem sich selbst zu gefallen.
— Giacomo Leopardi
Ach, das ist das Schöne an der Jugend, dass sie mit ebensoviel Hoffnungen operiert wie das Alter mit Erinnerungen.
— Bertha Freifrau von Suttner
Man soll tun, was man kann, einzelne Menschen vom Untergang zu retten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Um einander zu achten, muss man sich zunächst kennen.
— Pierre Baron de Coubertin
Neid ist unbedingte Anerkennung.
— Emanuel Wertheimer
Nur was wir selber glauben, glaubt man uns.
— Karl Ferdinand Gutzkow
Der Mensch ist nicht allein ein Werk der Umstände, sondern die Umstände sind ein Werk des Menschen.
— Benjamin Disraeli
Erziehung ist Leben und setzt Leben voraus.
— Adolph Kolping
Die Faulen sehnen sich nach Gesellschaft.
— John Steinbeck
Je besser wir sind, desto besser werden die Menschen um uns her.
— Richard Rothe
Der Langweiler ist ein Mensch, der dich deiner Einsamkeit beraubt, ohne dir Gesellschaft zu bieten
— Giovanni Vincenzo Gravina
Leicht muss man sein, mit leichtem Herz und leichten Händen halten und nehmen, halten und lassen!
— Hugo von Hofmannsthal
Der Wiener ist ein mit sich' sehr unglücklicher Mensch, der den Wiener hasst, aber ohne den Wiener nicht leben kann.
— Hermann Bahr
Es ist schlimm um eine Nation bestellt, in der die Jugend konservativer ist als das Alter
— Heinrich von Treitschke
Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, dass die Menschen selbst einander die Hölle heiß machen.
— Friedrich Rückert
Ich habe kein Ehepaar kennengelernt, in dessen Leben es noch nie eine Revolution gegeben hat.
— John Knittel
Die Hälfte aller Fehler entsteht dadurch, dass wir denken sollten, wo wir fühlen, und dass wir fühlen sollten, wo wir denken.
— John Churton Collins
Wieviele rühmen sich der Tugenden und Gaben, die sich doch nicht erhalten haben.
— Friedrich von Hagedorn
Die Menschen leben nicht davon, dass sie für sich selbst sorgen, sie leben von der Liebe, die in den Menschen ist.
— Leo Tolstoi
Mit vernünftiger Überlegung kommt man seinen Feinden gegenüber weiter als mit unverständigen Gewaltstreichen.
— Thukydides
Denn niemand geht mit derselben Sicherheit an die Tat, mit welcher der Rat kommt, sondern Zuversicht herrscht beim Rat, Zaghaftigkeit und Halbheit bei der Tat.
— Thukydides
Wenn der Staat missglückte Eheversuche mit Gewalt zusammenhalten will, so hindert er dadurch die Möglichkeit der Ehe selbst, die durch neue, vielleicht glücklichere Versuche befördert werden könnte.
— Friedrich von Schlegel
Die Menschen gebrauchen im allgemeinen nur einen kleinen Teil der Macht, die sie besitzen.
— William James
Neiden und beneidet werden ist das meiste tun auf Erden.
— Friedrich von Logau
Im Ehestand muss man sich manchmal streiten; denn dadurch erfährt man was voneinander.
— Johann Wolfgang von Goethe