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Sprüche zum Zusammenleben

2120 Sprüche — Seite 28

  1. Wer mit den Menschen auskommen will, darf nicht zu genau hinsehen.

    Otto Flake

  2. Von zwei Narren hält der größere den kleineren für den größeren

    Emil Gött

  3. Die Ansprüche, die ein Mensch an andre stellt, stehn gewöhnlich in umgekehrtem Verhältnis zu seinen Leistungen.

    Emil Gött

  4. Es gibt für den charakterfesten Mann kein überzeugenderes Mittel, dass er das rechte getroffen, als wenn ein gewisses Gesindel darüber vor Ärger fast bersten möchte.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  5. Österreich ist ein seltsames Land. Man muss hier unbedingt schon gestorben sein, damit einen die Leute leben lassen.

    Gustav Mahler

  6. Lass Argwohn, willst du nicht in Angst und Kummer schweben; denn Furcht und Argwohn sind ein steter Tod im Leben.

    Martin Opitz

  7. Wenn die Reichen die Armen ihrer Rechte berauben, so wird das ein Beispiel für die Armen, die Reichen ihres Eigentums zu berauben.

    Thomas Paine

  8. Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, ist der größte moralische Machtfaktor in unserer Gesellschaft.

    Joseph Pulitzer

  9. Wo Rat nicht wird gehört, wo Rat nicht Folge hat, allda ist gar kein Rat der allerbeste Rat.

    Friedrich von Logau

  10. Wer zu schmeicheln versteht, versteht auch zu verleumden.

  11. Wenn sich die Mehrheit zur richtigen Ansicht bekehrt, dann sicherlich aus den falschen Gründen.

    Philip Chesterfield

  12. Verächtlich ist, wer als Verleumder spricht, doch noch verächtlicher der Überbringer.

    Friedrich von Bodenstedt

  13. Viel Klagen hör ich oft erheben, vom Hochmut, den der Große übt; der Großen Hochmut wird sich geben, wenn unsre Kriecherei sich gibt.

    Gottfried August Bürger

  14. Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.

    Hermann Bahr

  15. Gute Menschen sind ansteckend.

  16. Ich kenne mich nicht besser als irgendein anderer, der mir ein Rätsel wäre.

    Carl Ludwig Schleich

  17. Keiner liebt wirklich einen anderen, wenn er nicht eine gewisse Ehrfurcht gegen ihn fühlt.

    John Henry Newman

  18. Die Unverdorbenen kommen leicht in der Ruf, unverbesserlich zu sein.

    Daniel Spitzer

  19. Das Vorurteil ist die bequemste Art der Kritik, aber sie ist das Talent des Pöbels.

    Daniel Spitzer

  20. Man überzeugt am besten von seiner Macht, wenn man sie missbraucht

    Daniel Spitzer

  21. Wertschätzung ist etwas Wundervolles. Was andere auszeichnet, wird so unser Besitz

    Voltaire

  22. Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nicht Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.

    Ambrosius

  23. Der Gerechtigkeit kommt an sich kein Sinn zu, vielmehr ist sie nur ein im gegenseitigen Verkehr in beliebigen Erdgegenden getroffenes Übereinkommen zur Verhütung gegenseitiger Schädigung.

    Epikur

  24. Es würde nichts nützen, wenn wir uns selbst so sehen könnten, wie uns andere sehen - denn wir würden es eh' nicht glauben!

    James Thurber

  25. Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen eben so guten Dienst wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  26. Selbst der schlechteste Mensch kann nicht mit der gleichen Intensität hassen, mit der ein gütiger Mensch zu lieben vermag.

    Niccolò Tommaseo

  27. Es gibt Zärtlichkeiten, die ehrliche Menschen abweisend und vorsichtige ängstlich machen.

    Niccolò Tommaseo

  28. Wenn dich jemand "vollkommen versteht", sei gewiss, dass dich niemand vollkommener missversteht.

    Christian Morgenstern

  29. Mäkeln und Tadeln ist bei vielen der Trost für ungenügendes Verständnis."

    Anselm Feuerbach

  30. Wenn deine Gegenwart makellos ist, so untersucht man deine Vergangenheit.

    Georg Christoph Lichtenberg

  31. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  32. Ich freue mich über Verleumdungen, denn sie lenken von der Wahrheit ab.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  33. Das Gesetz kann niemand zwingen, seinen Nächsten zu lieben, aber es kann es schwieriger für ihn machen, seinem Hass Ausdruck zu geben

    Neill Lawson

  34. Was haben wir denn Gemeinsameres als unsere Sprache und Literatur?

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  35. Langsam erteilter Rat ist bei weitem der beste, denn wo schnell er gegeben, folgt die Reu auf dem Fuß.

    Lukian

  36. Es ist nicht schlimm, wenn man missverstanden wird, schlimmer ist es, wenn man verstanden wird.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  37. Ansehen ist der gute Ruf, den man genießt, weil viele schweigen.

    Philip Chesterfield

  38. Achtung ist größer aus der Entfernung.

    Tacitus

  39. Auf die Gegner muss man wohl achten, denn niemand bemerkt unsere Fehler eher als sie.

    Antisthenes

  40. Es ist besser, nie und nirgends zu laut von dem zu reden, was man auf der Spindel hat.

    Wilhelm Raabe

  41. Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.

    John Knittel

  42. Wir leben in einer Welt, in der ein jeglicher bei weiten mehr auf die Schwächen, Laster und Untugenden des anderen angewiesen ist als auf seine Tugenden.

    Wilhelm Raabe

  43. So ein ordentlicher Krach macht das Leben pikant.

    John Knittel

  44. Unter der Jugend wird man gütiger.

    Alexander Alexandrowitsch Block

  45. Freund, halte die Brust nicht allzu keck den Pfeilen der Feinde offen; denn hast du das Herz auf dem rechten Fleck, so wird es sicher getroffen.

    Otto Ernst

  46. Bornierten Menschen sollte man nicht widersprechen. Widerspruch ist immerhin ein Zeichen von Anerkennung.

    Richard von Schaukal

  47. Geben kann man lernen, nehmen muss man können.

    Richard von Schaukal

  48. Wer sich Respekt verschaffen will, darf sich nur von seiner hässlichsten Seite zeigen.

    Gustave Flaubert

  49. Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben, besteht in der Kunst, jeden seiner Individualität nach zu verstehen

    Friedrich Ludwig Jahn

  50. Es gibt Leute die unterhalten in ihren Köpfen Fremdenzimmer für die Meinung anderer Leute.

    Joseph Joubert

  51. Kein Mensch kann einen anderen gerecht tadeln oder verdammen, denn kein Mensch kann einen anderen richtig kennen.

    Thomas Browne

  52. Die Bedrohung durch den Stärksten bewirkt bei mir, dass ich mich auf die Seite des Schwächeren stelle.

    Francois René de Chateaubriand

  53. Die menschliche Natur ist schwach, der Einfluss der Umgebung stark.

    Sir Arthur Conan Doyle

  54. Gewalt fällt wahrhaftig auf den Gewalttätigen zurück, und der Ränkeschmied fällt in die Grube, die er andern gräbt.

    Sir Arthur Conan Doyle

  55. Wenn man in die mittleren Jahre kommt, kennt man alle Antworten, doch nur höchstselten stellt einem jemand die entsprechenden Fragen!

    Henri Dunant

  56. Wir sprechen zu viel, aber wir sehen zu wenig.

    Richard Wagner

  57. Vor dem Sterben ist es gut, wenn der Mensch alleine ist.

    Reinhold Messner

  58. Wer ist so blödsinnig, dass er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, dass er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?

    Johann Georg Adam Forster

  59. Kann uns etwas nicht schaden, dürfen wir ruhig die verlachen, die uns davor bewahren wollen.

    Marquis de Vauvenargues

  60. Selig sind die Rücksichtslosen, denn sie werden das Erdreich besitzen.

    Peter Hille