Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 29
Schrecklich sind die Anspruchslosen. Die nichts fordern, gewähren auch nichts.
— Peter Hille
Vorurteil! Das Wort ist nicht übel, wollte nur das Urteil nachkommen.
— Peter Hille
Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, soll sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.
— Adolph Freiherr von Knigge
Auch vom Feind kommt häufig ein guter Rat.
— Aristophanes
Nichts wird uns mehr den Frieden rauben, als: Aberglauben
— Heinrich Martin
Nichts reichen wir einander so freigebig wie unsere Hände – aber leer.
— Emanuel Wertheimer
Erwarte alles vom Mitleid, nur keine Hilfe.
— Emanuel Wertheimer
Höre zu, als brenntest du vor Begierde, selbst das Wort zu nehmen! Sprich, als ob du jeden Augenblick erwartetest, unterbrochen zu werden!
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Man kann Kompromisse schließen, bis man zu einem Kompromiss geworden ist.
— Else Pannek
Hab' Achtung vor dir — und bringe es den Anderen bei.
— Else Pannek
Gleichgültigkeit wirkt wie Raureif auf Knospen — Lieblosigkeit wie Frost.
— Else Pannek
Wir diskutieren. Als wir noch miteinander sprachen, verstanden wir uns.
— Else Pannek
Zu viel verschenkt, wer selber Freude braucht.
— Else Pannek
Hass — Ohnmacht, die sich selbst verletzt. Wer sich liebt, wehrt sich, bevor er hasst.
— Else Pannek
Wer Gefühle zeigt, lebt aus sich heraus — intensiv und doch geschützt. Wer seine Gefühle nicht verdeutlichen kann, lebt in sich hinein, vor sich hin — wehrlos.
— Else Pannek
Auf andere herabzusehen macht kleiner und ärmer. Es geschieht von einem Standpunkt, von dem keine menschliche Wärme ausgeht und an den keine gelangt.
— Else Pannek
Besserwisser erwecken den Eindruck alle anderen für dumm zu halten.
— Else Pannek
Es macht frei, seine Mitmenschen zu lassen wie sie sind.
— Else Pannek
Selbstgesuchte Vorbilder sind besser als verordnete.
— Else Pannek
Eine Aufforderung zum blinden Vertrauen öffnet die Augen — früher oder später.
— Else Pannek
Vorschriften, deren Einhaltung unmöglich ist, könnten beabsichtigt und der Machterhaltung dienlich sein.
— Else Pannek
Toleranz ist möglich — im Freisein von Angst.
— Else Pannek
Bestätigung ist für Kinder Lebenselixier und für Erwachsene Balsam.
— Else Pannek
Der Umgang mit Lebewesen hinterlässt Spuren im Seelenleben.
— Else Pannek
Ungebeten spontan geäußerter Rat als Reaktion auf eine Schreckensnachricht vertreibt Mitgefühl und Trost.
— Else Pannek
Wer nicht für seine Missetaten geradestehen muss, begreift nicht, wo Straftaten beginnen.
— Else Pannek
Wenn Eltern sich verletzend streiten, verletzen sie auch ihre Kinder.
— Else Pannek
Habgier zerstört den Gierigen, Habgier und Macht haben größere Dimensionen.
— Else Pannek
Jedes Gefühl hat einen Namen. Nennt man es beim richtigen, kann man sich hineinfühlen, es erkennen, begreifen und lernen damit umzugehen.
— Else Pannek
Worte öffnen Wege. Sie sind der Schlüssel zur Seele und die Brücke zum Nächsten.
— Else Pannek
Krieg und Nachkriegszeit haben wir überlebt, weil wir Mütter hatten.
— Else Pannek
Dass jeder seine Strafe bekommt, ist ein erfrischender Gedanke. Ob Wünsche in Erfüllung gehen?
— Else Pannek
Der Gehorsam ist ein erhabener Vorzug, dessen nur die vernünftige Kreatur fähig ist.
— Augustinus
Wie weit die kleine Kerze Schimmer wirft! So scheint die gute Tat in arger Welt
— Johann Wolfgang von Goethe
Dass Güte nicht auch Schwäche sein könnte, behauptet niemand, dass sie es immer sei, nur ein Tor
— Christian Morgenstern
Oft veranlasst das törichte Lachen eines Dummkopfs sogar gute Menschen, so manches nicht zu tun
— Iwan Turgenjew
Beleidigungen sind die Gründe derjenigen, die unrecht haben.
— Jean-Jacques Rousseau
Die Schwachheiten großer Leute bekannt zu machen ist eine Art von Pflicht; man richtet damit Tausende auf, ohne jenen zu schaden.
— Georg Christoph Lichtenberg
Durch Belohnung oder Strafe kann man Menschen zwingen, zu erklären oder zu beschwören, dass sie glauben, und zu handeln, als ob sie glaubten: Mehr kann man nicht erreichen.
— Jonathan Swift
Warum uns doch die Gutmütigkeit unserer Nebenmenschen meist als Dummheit und unsere eigene als Güte - die Güte der anderen als Schwäche und die unsere als ein Zeichen von Seelenadel erscheint?
— Arthur Schnitzler
Es ist unklug, zu verteidigen, was man ohnehin aufgeben muss.
— Nicolaus Machiavelli
Der beste Beobachter und der tiefste Denker ist immer der mildeste Richter.
— Henry Thomas Buckle
Es gibt noch Menschen, denen das Gewissen befiehlt, ein jeglich Ding dahin zu stellen, wohin es gehört.
— Rudolf von Tavel
Die Schmeichelei ist wie Kölnischwasser: Zum Riechen, nicht zum Schlucken.
— Joseph Billings
Takt ist die Fähigkeit, die Leute so zu behandeln, als wüßten sie, worüber sie sprechen.
— Franklin P. Jones
Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen - würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen
— Franklin P. Jones
Die Schmeichelei legt ihre sanften Bande, ihr glattes Joch nur eitlen Seelen an.
— Friedrich von Hagedorn
Wer lüget, wer verleumdet, ist ärger als ein Dieb.
— Friedrich von Hagedorn
Der ewige Friede paßt als Aufschrift über Kirchhofspforten; denn nur die Toten schlagen sich nicht mehr.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Alles, was der Gesellschaft, das heißt dem Menschengeschlecht und der Welt nützt, ist ehrenvoll, alles, was ihr schädlich ist, schändlich.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Wenn du einen Menschen beurteilst, so beurteile ihn so, wie er war, als du ihn am meisten liebtest.
— Jens Peter Jacobsen
Wer die Jugend schilt und Jugend scheucht, einsam durch mürr'sches Alter kreucht.
— Carl Leberecht Immermann
Wer stolz auf Vorzüg' ist, fühlt irgend ein Gebrechen; Und wer sich brüsten mag, ist sich bewußt der Schwächen.
— Friedrich Rückert
Es gibt keinen Menschen, der nicht mehr zu lernen als zu lehren hätte.
— Hugo Ball
Die Menschen leben vom Versprechen.
— Thomas Chandler Haliburton
Wenn du zwischen Wahrheit und Lüge in die Enge kommst, entscheide dich ohne Nachsinnen für die Wahrheit. Sie ist immer die Bessere, gesagt zu werden.
— August von Platen
Ein Irrtum bekämpft den anderen; jeder bekämpft seinen Widersacher und die Wahrheit springt hervor.
— Henry Thomas Buckle
Der Ruhm bringt jenem keine Erquickung, der ihn gestohlen hat, statt ihn sich zu verdienen.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Nichts ist seltener als ein Mensch, den man immer um sich ertragen kann.
— Giacomo Leopardi
Sonderbar, dass jeder seine Mitmenschen immer nur nach sich selbst beurteilt!
— Giacomo Leopardi