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Sprüche zum Zusammenleben

2120 Sprüche — Seite 30

  1. Der Mensch, welcher sich selbst nichts mehr wünscht und sich selbst nicht mehr liebt, taugt auch für andere nichts.

    Giacomo Leopardi

  2. Die Blinden werden immer von den Sehenden geleitet werden, oder in die Grube fallen, und sicherlich ist keine Dienstbarkeit und keine Verknechtung schlimmer als die, welche den Verstand betrifft.

    Giacomo Leopardi

  3. Fast alle Menschen, die etwas taugen, haben schlechte Manieren.

    Giacomo Leopardi

  4. Im Alter ist Unabhängigkeit eine Form der Sklaverei.

    Giacomo Casanova

  5. Der Weg der neueren Menschheit geht von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität.

    Franz Grillparzer

  6. Du hast einen Menschen nicht überzeugt, nur weil du ihn zum Schweigen gebracht hast.

    John Morley of Blackburn

  7. Die wortgewandte Rede funktioniert nicht von den Lippen zum Ohr, sondern von Herz zu Herz.

    William Jennings Bryan

  8. Der Ärger mit den meisten Leuten ist nicht so sehr ihre Unwissenheit, sondern dass sie so viele Dinge wissen, die nicht so sind.

    Joseph Billings

  9. Wir tragen den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorne flicken, während es hinten reißt

    Wilhelm Raabe

  10. Gerechtigkeit ist eine Maschine, die sich von selbst bewegt, sobald man sie einmal angestoßen hat.

    John Galsworthy

  11. Das gesicherte Dasein ist eine Qual, wenn nicht eine Erfüllung dazu kommt.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  12. Der Zartfühlende vermeidet den Anblick fremden Leides, dem er nicht helfen kann, während der rohe Naturmensch es um dieser egoistischen Lust willen aufsucht.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  13. Das Glück des tätigen Lebens liegt im Wirken der Klugheit, durch die der Mensch sich selbst und andere regiert.

    Thomas von Aquin

  14. Die Heimat ist, wo man dich gerne erscheinen, ungern wandern sieht.

    Friedrich Emil Rittershaus

  15. Du hattest kein Glück, und ich hatte keins; wir nahmen einander, nun haben wir eins. Wo haben wir es denn hergenommen? Es ist vom Himmel auf uns gekommen.

    Friedrich Rückert

  16. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz

  17. Die Leidenschaft ermöglicht die besten Beobachtungen und führt zu den elendsten Schlüssen

    Georg Christoph Lichtenberg

  18. Ich habe oft gedacht, wie traurig diese Welt ohne Kinder wäre, und wie unmenschlich ohne die Alten.

    Samuel Taylor Coleridge

  19. Wir bräuchten dringend eine Pisa-Studie über unser Gewissen

    Rainer Karius

  20. Wer schreit, sollte erkennen, dass er für seine Argumente kein Gehör findet.

    Rainer Karius

  21. Es ist dem Menschen nicht möglich, sich Einflüssen zu entziehen.

    André Gide

  22. Takt ist eine Geschicklichkeit, die den Menschen besser als Talent und Wissen über alle Schwierigkeiten fortführt.

    Samuel Smiles

  23. Das Beste, was wir können, haben wir nicht aus Büchern gelernt. Es fliegt uns an im Umgang mit Natur und Menschen.

    Wilhelm Riehl

  24. Mein ganzes Leben über kannte ich keinen Menschen, der eines andern Unglück nicht mit wahrhaft christlicher Fassung ertragen hätte.

    Alexander Pope

  25. Bei den Weisen erregen die Wichtigkeiten des menschlichen Lebens nur ein Lachen.

    Menander

  26. In der Einsamkeit müssen wir unsere Gedanken überwachen, in der Familie unsere Launen und in Gesellschaft unsere Zungen.

    Hannah More

  27. Es steht immer jemand neben uns, der unsere Liebe braucht

    Wilhelm von Kügelgen

  28. Verstand und Witz kann leicht ergötzen, doch fesseln kann allein das Herz.

    Johann Wilhelm Hey

  29. Die bittersten Vorwürfe sind die, die man uns nur fühlen lässt.

    Peter Sirius

  30. Der Langweiler ist ein Mensch, der, wenn du dich nach seinem Befinden erkundigt, es dir erklärt.

    Channing Pollock

  31. Unglück kann durch andere kommen; aber erniedrigt werden kann ein Volk nur durch seine eigenen Handlungen.

    Henry Thomas Buckle

  32. Narren sind alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.

    Baltasar Gracián y Morales

  33. Wozu hätten die Leute ihre Narrheiten, wenn es nicht gescheite Leute gäbe, die davon profitieren?

    Johann Peter Hebel

  34. Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man überhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat.

    André Gide

  35. Ansichten, die vom herrschenden Zeitgeist abweichen, geben der Menge stets ein Ärgernis.

    Germaine Madame de Stael

  36. Es gibt keine Menschenkenntnis, die für alle Fälle und alle gegebenen Charaktere ausreicht, am wenigsten aber eine schnelle Erkenntnis, die lehr- und lernbar ist.

    Bogumil Goltz

  37. Der Mann, den seine Freunde, seine Künste und Wissenschaften verlassen haben, findet noch ein Asyl in seiner Familie und eine Freundin in seiner Frau.

    Bogumil Goltz

  38. Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen der Gegensätze

    Heraklit von Ephesos

  39. Wir finden weiter nichts dabei, Geschichten zweimal zu erzählen, aber zweimal anhören möchten wir sie nicht.

    William Hazlitt

  40. Wie mag man tugendhaft und gerecht leben? Wenn man selbst nicht tut, was man an andern tadelt!

    Thales von Milet

  41. Kein einziges, ausgesprochenes Wort hat je so viel genützt wie die vielen Worte, die verschwiegen blieben

    Plutarch

  42. Eine Gemeinschaft ist wie ein Schiff - jeder sollte bereit sein, das Ruder zu übernehmen.

    Henrik Johan Ibsen

  43. Wo Engel hausen, da ist der Himmel - und sei es auch mitten im Weltgetümmel.

    Hafis

  44. Es ist unerträglich, diejenigen hochzuschätzen, die es nicht verdienen

    Christina I. von Schweden

  45. Könnte ich unsterblich sein, so wünschte ich es nur, um Unglückliche zu unterstützen.

    Maria Theresia von Österreich

  46. Wie aber schlägt man den Zorn nieder? Nimm schnell deine Kraft zusammen, sobald du ihn aufsteigen fühlst: nicht heftig und ungestüm, sondern ruhig und doch ernsthaft.

    Franz von Sales

  47. Wem ich vertraue, dessen Gewissheit seiner selbst ist mir die Gewissheit meiner selbst

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  48. Zwei Wurzeln aller Tugend muss ich loben: Mitleid nach unten, Pietät nach oben.

    Victor Blüthgen

  49. Sehr oft sind intellektuelle Strenge und erbarmungslose Logik nur äußere Formen einer tiefen, unaufgeklärten Bosheit.

    Stanislaw Brzozowski

  50. Die Liebe zwischen Brüdern ist eine starke Stütze im Leben

    Vincent van Gogh

  51. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel

    Gotthold Ephraim Lessing

  52. Höfling muss mit krummem Rücken sich noch immer tiefer bücken

    Jacques Offenbach

  53. Keines Menschen Mund spricht anders, als ihm sein Herz eingibt

    Hartmann von Aue

  54. Könige krönen ist leicht, doch Könige zügeln ist schwierig

    Solon

  55. Manch einer macht die Ohren auf, wenn er es aber nicht mit dem Herzen aufnimmt, dann hat er nichts als leeren Schall.

    Hartmann von Aue

  56. Manches gestehen bedeutet meist einen hinterhältigeren Betrug als alles zu verschweigen

    Arthur Schnitzler

  57. Mut ist nur daran zu messen, wen man und wen man nicht auf seiner Seite hat.

    Ludwig Marcuse

  58. Niemand ist aus Bigotterie gut, denn dies verleitet ebenso leicht zur Härte. Aber das gute Herz wählt sich diesen Schleier, um ungesehen zu handeln.

    Sophie Mereau

  59. Nur ein Frieden zwischen Gleichen ist von Dauer

    Woodrow Wilson

  60. Rache ist keine Zierde für eine große Seele

    Gotthold Ephraim Lessing