Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 31
Ruhm ist Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen
— Nicolas Chamfort
Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Tür des Du klopfen
— Albert Camus
Es gibt so viele Leute auf der Welt und so wenig Menschen.
— Alfons Petzold
Der Begriff Herz ist im Leben schlecht angesehen, indem man darunter das Weiche, Weibische, Sentimentale versteht und nicht das durch den Verstand richtig geleitete Gefühl.
— Ida Hahn - Hahn
Verständnis ist nichts anderes als die durch die Sprache verursachte Wahrnehmung.
— Thomas Hobbes
Eine spitze Zunge ist das einzige Schneidewerkzeug, das durch ständigen Gebrauch schärfer wird.
— Washington Irving
Ein von Eifer entflammter Mensch reicht hin, ein ganzes Volk aufzurichten.
— Johannes Chrysostomos
Reine Hände erweisen letzten Endes immer noch größere Kraft als starke Hände.
— Anton Wildgans
Der Mensch ist zur Gesellschaft und zur Freude geboren.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Wer Autorität haben will, muss bescheiden sein und sein Unrecht unverhohlen einzugestehen wissen.
— Richard Rothe
Tue den Menschen die Ehre an, ihnen zu vertrauen, dass sie an das Gute glauben, und du wirst sehen, welche Wunder das tut.
— Richard Rothe
Die halbe Wahrheit findet weit mehr Käufer als die ganze und reine. Diese kostet zu viel Anstrengung des Geistes und des Herzens.
— Richard Rothe
Verleumdung schadet auf einmal dreien: dem, von dem man Böses sagt, dem, welchem man es sagt, und am meisten dem, der es sagt.
— Basilius von Caesarea
Die Gefühle offenbaren sich um so weniger, je tiefer sie sind.
— Honoré de Balzac
Worte von Glücklichen gesagt, dürftige Melodien. Doch Worte, von Schweigenden gefühlt, sind schön.
— Emily Elizabeth Dickinson
Wenn Wissen und Gelassenheit sich gegenseitig ergänzen, entstehen Harmonie und Ordnung.
— Dschuang Dsi
Lautes Schweigen deutet nicht zwangsläufig allein auf den Kenner hin, sondern manchmal auch auf den uninformierten Tölpel.
— Christa Schyboll
Nur jene Lügen, die glaubwürdig genug sind, die ganze Welt zum Guten umzukrempeln, lohnen einen moralischen Fehltritt.
— Christa Schyboll
Die konsequente Nichtbeachtung von Regeln und Vorschriften führt relativ schnell zu ihrer Abschaffung, weil die konsequente Verfolgung ihrer Nichtbeachtung zu teuer würde.
— Christa Schyboll
Den sichersten Schutz vor Illusionen garantiert die nähere Bekanntschaft mit Illusionisten.
— Karl-Heinz Karius
Jeder braucht Lob, Anerkennung, Streicheleinheiten. Die Menschen haben panische Angst vor Liebesentzug.
— Nikolaus B. Enkelmann
Moral ist der instinktive Widerwille einer Mehrheit
— David Herbert Lawrence
Zwinge andere Leute nicht in deine Vorstellungen.
— David Herbert Lawrence
Hass ist etwas Wachsendes – wie alles andere auch. Er ist die unausbleibliche Folge, wenn man das Leben in Ideen zwängt, wenn man den innersten Instinkten Zwang auferlegt.
— David Herbert Lawrence
Man kann auf eine Art zuhören, die mehr wert ist als das Gefälligste, was man sagen kann.
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Lüge mag siegen, aber die Triumphe der Lüge sind bloß die Triumphe eines Tages.
— Thomas Babington Macaulay
Es gibt keine furchtbarere Macht als das Vermögen, die Menschen lächerlich zu machen. Es gibt keinen größeren Beweis der Tugend, als dass man grenzenlose Macht besitzt und sie nicht mißbraucht.
— Thomas Babington Macaulay
Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit kann von alleine Aufrecht stehen
— Thomas Jefferson
Einige würden auch nach der Sonne schlagen, sie sie beleidigte.
— Herman Melville
Wie wird verlorene Freiheit wiedergewonnen? Durch einen aus der Tiefe des Volkes kommenden Stoß und Sturm der sittlichen Kräfte.
— Conrad Ferdinand Meyer
Es genügt nicht, die Welt immer wieder nach dem Grundsatz "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ins Gleichgewicht bringen zu wollen.
— Conrad Ferdinand Meyer
Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.
— Jacob Christoph Burckhardt
Man muss die Menschen so belehren, als ob man sie nicht belehrte, und unbekannte Dinge vortragen, als seien sie nur vergessen
— Alexander Pope
Mensch sein ist nicht leicht, es ist fast unmöglich.
— August Strindberg
Ich achte nicht auf die Vernunft. Die Vernunft empfiehlt immer das, was ein anderer gern möchte.
— Elizabeth Cleghorn Gaskell
Jedem wird gegeben in dem Maße, wie er gibt.
— Prentice Mulford
Wer nicht die Kraft hat, sich selbst zu vollenden, kann auch anderen keine dauernde Hilfe bringen.
— Prentice Mulford
Aus der Unsitte, die Blutsverwandte räumlich zusammen leben lässt, entspringt oft unabsehbarer Schaden.
— Prentice Mulford
Wir haben ein vitales Bedürfnis nach einem Genossen, mit dem wir natürlich sein dürfen!
— Prentice Mulford
Wer zehn Sekunden lang sich etwas vorstellt das einem anderen Freude bringen soll, hat eine Kraft in Bewegung gesetzt, um etwas von dieser Freude auch auf sich herabzuziehen.
— Prentice Mulford
Wer sich selbst gering wertet, wird von anderen nicht so hoch eingeschätzt, wie es der Fall wäre, wenn er Selbstachtung zeigte
— Prentice Mulford
Relativ echt und unverdorben ist der Mensch, der überhaupt noch weiß, wann er lügt.
— Prentice Mulford
Alle beginnen etwas zu tun. Alle tun etwas, aber niemand tut das, womit er angefangen hat.
— George Moore
Alt und alt gesellt sich bald.
— Marcus Terentius Varro
Der Neid schwärzt wie die Flamme alles, was über ihn hinweggeht und er nicht erreichen kann.
— Jean Antoine Petit-Senn
Die öffentliche Meinung ist eine Buhlerin: Man sucht ihr zu gefallen, ohne sie zu achten
— Jean Antoine Petit-Senn
Der Unkluge denkt über das nach, was er gesagt hat; der Kluge aber über das, was er sagen will.
— Jean Antoine Petit-Senn
Man kommt besser in der Welt vorwärts, wenn man Fehler verbirgt, als wenn man Tugenden zeigt.
— Jean Antoine Petit-Senn
Das Mißgeschick, das uns nachsichtig gegen andere macht, macht sie oft hart gegen uns selbst.
— Jean Antoine Petit-Senn
Was das Volk über mich urteilt, ist mir so gleichgültig wie das Urteil einer Herde blöden Viehes
— Francesco Petrarca
Und geschieht es denn nicht stets, dass die wahre Liebe die schlechten Sitten anderer zur Umkehr bewegt?
— Francesco Petrarca
Alles besiegt und raubt die geizende Zeit, den Ruhm auch, und schafft uns ein zweites Sterben.
— Francesco Petrarca
Es ist eine viel schlimmere Art des Stolzes, andere zu verkleinern, als sich selbst zu erheben.
— Francesco Petrarca
Zwischen Blindheit aus Liebe und Blindheit aus Neid ist wohl der Ursache nach ein großer Unterschied, in der Wirkung jedoch gar keiner.
— Francesco Petrarca
Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.
— Francesco Petrarca
Was alle trifft, erträgt man leicht
— Karl Wilhelm Ramler
Ein Mächtiger, der mit dem Schwächeren spricht, verlangt nur Beifall, nicht Wahrheit.
— Karl Wilhelm Ramler
Wer uns nicht loben kann, der schimpft uns nicht.
— Karl Wilhelm Ramler
Mitleidig ist die ganze Welt, sobald nicht Eigennutz das Urteil fällt
— Karl Wilhelm Ramler
Friede ist die Achtung vor dem Recht des anderen
— John Reed