Sprüche zum Zusammenleben
2120 Sprüche — Seite 17
Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit.
— Jean-Jacques Rousseau
Das harte Wort schmerzt immer, sei's auch ganz gerecht.
— Sophokles
Es gibt keine Sünde außer der Dummheit.
— Oscar Wilde
Mit bloßen Listen und Kniffen, mit purer Gewalt, mit bloßem Geld und schlauen Praktiken wird die Welt doch nun einmal nicht einzig und allein regiert.
— Adolph Kolping
Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geist aber wenige
— Dante Alighieri
Wie glücklich viele Menschen wären, wenn sie sich genausowenig um die Angelegenheiten anderer kümmern würden wie um die eigenen
— Georg Christoph Lichtenberg
Die angenehmsten Menschen sind jene, die nie gelebt haben.
— Edgar Allan Poe
Gelobt der Gast, der Pünktlichkeit versteht; gepriesen jener, der schnell geht
— Albert Schweitzer
Der wirklich freie Mensch ist der, der eine Einladung zum Essen ausschlagen kann, ohne dafür einen Vorwand angeben zu müssen.
— Jules Renard
Der Mensch ist das einzige Tier, das freundschaftlichen Verkehr mit seinen Opfern pflegen kann bis es sie verspeist.
— Samuel Butler
Der Geizige leidet Mangel an dem, was er hat, wie an dem, was er nicht hat.
— Publius Syrus
Die Schönheit ist wie eine Blume: heut vor dem Busen, morgen vor dem Besen.
— Abraham a Sancta Clara
In jener Stadt lebt man am besten, in der sich die Bürger, denen kein Unrecht zugestoßen ist, genauso wie die ungerecht behandelten Bewohner bemühen, einen Übeltäter zu bestrafen.
— Solon
Zu dem, "was einer hat", rechnete ich Frau und Kinder nicht, da er von diesen vielmehr gehabt wird.
— Arthur Schopenhauer
Das gibt sich, sagen schwache Eltern von den Fehlern ihrer Kinder. Oh nein! Es gibt sich nicht. Es entwickelt sich.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Das Herz ist das Genie der Tugend, die Moral dessen Geschmackslehre.
— Jean Paul
Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten.
— Sallust
Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von dummen Fragen.
— Joseph Victor von Scheffel
Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen.
— François de la Rochefoucauld
Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
— Sigmund Freud
Es gibt Menschen, die sich auch innerlich kleiden, wie es die Mode heischt.
— Berthold Auerbach
Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.
— August Strindberg
Menschen, die das Leben nicht genießen können, sind wirklich ungenießbar.
— Rainer Haak
Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle.
— Oscar Wilde
Ich brauche die Menschen nur einen Augenblick zu hintergehen, und meine Feinde liegen zu meinen Füßen.
— Jean-Jacques Rousseau
Der Hochmütige liebt die Nähe von Schmarotzern oder Schmeichlern, haßt aber die Edelgesinnten.
— Baruch de Spinoza
Ehen, aus leidenschaftlicher, blinder Liebe geschlossen, geraten selten.
— Karl Julius Weber
Ein Mann, der hartnäckig allein bleibt, macht sich zu einer dauernden öffentlichen Versuchung.
— Oscar Wilde
Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.
— Voltaire
Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen entdecken.
— Johann Wolfgang von Goethe
Sei doch zu groß, um von jeder Kleinigkeit beleidigt zu werden!
— Alexander Pope
Auf tausend Menschen, die bereit sind, etwas Großes zu tun, kommt einer, der bereit ist, etwas Kleines zu tun.
— George McDonald
Die Heuchelei ist das schwierigste und anstrengendste aller Laster. Man kann ihm, wie dem Ehebruch oder der Fresssucht, nicht nur gelegentlich frönen, es ist eine Aufgabe rund um die Uhr.
— William Somerset Maugham
Der Mensch kennt alle Dinge der Erde, aber den Menschen kennt er nicht.
— Jeremias Gotthelf
Von hundert, die von "Menge", von "Herde" reden, gehören neunundneunzig selbst dazu.
— Christian Morgenstern
Die Gesellschaft ist ein Maskenball, auf dem jeder seinen wahren Charakter verbirgt und ihn durch das Verbergen verrät.
— Ralph Waldo Emerson
Menschengemeinschaften haben, genau wie Einzelmenschen, ihre gesunden und kranken Zeiten, ja auch Jugend und Alter, Hoffnung und Verzagtheit.
— John Steinbeck
Die Gefahr kommt von denen, die nach eurem Geschmack sein wollen.
— Demosthenes
Lächeln umarmt den Nächsten, die Welt und den Lächelnden.
— Else Pannek
Nur ausgesprochene Wünsche werden gehört. Und mit Glück erhört. Auf die Erfüllung stummer Wünsche wird man ein Leben lang vergeblich warten.
— Else Pannek
Mit Offenheit verschließt man sich leicht alle Türen.
— Paul Johann Ludwig von Heyse
Was wir brauchen, um frei zu sein, ist die Liebe, die die Kraft hat, die Last der Welt freudig zu tragen.
— Rabindranath Tagore
Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Meinung wiederholen und auf unsere nicht achten
— Johann Wolfgang von Goethe
Man kann die Menschen in zwei Kategorien einteilen: Die einen reden, um etwas zu sagen, die anderen sagen etwas, um zu reden.
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Wer mich besucht, erweist mir eine Ehre, wer mich nicht besucht, macht mir eine Freude.
— Henry de Montherlant
Wer sich mit den Sorgen anderer belädt, hat Zeiten der völligen Einsamkeit besonders nötig.
— Prentice Mulford
Nicht immer ist Verzeihung – Versöhnung.
— Otto Weiss
Der Eigensinn ist die Energie der Dummen
— Jean-Paul Sartre
Das Alter hat die Heiterkeit dessen, der seine Fesseln los ist und sich nun frei gewegt
— Arthur Schopenhauer
Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein.
— Immanuel Kant
Nicht der Einzelne verändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert. Die Wirklichkeit sind wir alle, und wir sind immer nur Einzelne.
— Friedrich Dürrenmatt
Die Mode ist so häßlich, dass man sie alle sechs Monate ändern muß.
— Oscar Wilde
Egoisten sind wir alle, der eine mehr, der andere weniger. Der eine läßt seinen Egoismus nacked laufen, der andere hängt ihm ein Mäntelchen um.
— August von Kotzebue
Heimat finden wir überall da, wo Menschen sind, denen wir vertrauen können und die uns vertrauen.
— Rainer Haak
Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.
— August Strindberg
Peinlich ist es zu kämpfen mit einem Menschen, der zur Niederlage bereit ist.
— Seneca
Es ist nicht sehr menschenfreundlich, wenn man von einem Gegner das Schlimmste erwartet, aber es ist selten falsch.
— Charles de Talleyrand
Da ist unsre Heimat, diese Dinge, bleiben in den Tiefen unsrer Seele.
— Carl Spitteler
Wer darf sagen, dass er an der Freude verzweifle, so lange noch Arbeiten lohnen und Hoffnungen einschlagen?
— Friedrich von Schiller
Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind.
— Wilhelm Busch