Sprüche über Leben
2733 Sprüche — Seite 10
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Wer dich fürchtet, wenn du da bist, wird dich hassen, wenn du nicht da bist
Man muss die Musik des Lebens hören. Die meisten hören nur die Dissonanzen.
— Theodor Fontane
Kleine Wohltaten im rechten Augenblick können für den Empfänger sehr groß sein
— Demokrit
Aber, wenn er dies erfuhr, ging's ihm wider die Natur
— Wilhelm Busch
Die sich lieben, begegnen sich einander häufig.
Mit vollen Segeln lief ich in das Meer des Lebens.
— Friedrich von Schiller
Wer mehr als aussergewöhnlichen Respekt verlangt, verdient auch den gewöhnlichen nicht.
— Johann Gottfried Seume
Kein gutes Buch oder irgend etwas gutes zeigt seine gute Seite zuerst.
— Thomas Carlyle
Höchstes Glück ist kurzes Blitzen, fühl's und sprich: "Auf Wiederkehr!" Ließ es dauernd sich besitzen, wär' es höchstes Glück nicht mehr.
— Franz Emanuel August Geibel
Glückselig also ist ein Leben, welches mit seiner Natur im Einklang steht.
— Seneca
Liebe im Herzen, Treue im Sinn führen dich glücklich durchs Leben dahin.
Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allem anderen gehe man vorüber.
— Kurt Tucholsky
Wer eines andern Leben rettet, fügt seinem eigenen zehn Jahre hinzu.
Ereignisse sind nur die Schalen der Ideen.
— Edwin Chapin
Oft ist der Mensch sich selbst sein größter Feind.
— Marcus Tullius Cicero
Denn wer begehrt, der fürchtet auch. Und wer in Furcht lebt, ist für mich nicht frei.
— Horaz
Wo die Liebe nicht gehen kann, da wird sie kriechen.
Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen
— Albert Schweitzer
Sonne kann nicht ohne Schein, Mensch nicht ohne Liebe sein.
— Johann Wolfgang von Goethe
May you live all the days of your life. Mögest du alle Tage deines Lebens leben!
— Jonathan Swift
Das Glück ist blind, heißt es, aber diejenigen, die ihm hinterherlaufen, sind auch blind. So ist Fortuna denn die Blinde unter den Blinden.
— Christian Friedrich Hebbel
Ein Freund, von dem man nicht borgen kann, gleicht einem Messer, das nicht schneidet
Auf fünfzig Ratgeber kommt ein Helfer.
Recht häuft sich nicht, wohl aber Unrecht.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, dass seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind.
— François de la Rochefoucauld
Pflanz einen Baum; und kannst du auch nicht ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt, bedenke, Freund: es haben unsere Ahnen, ehe sie dich kannten, auch für dich gepflanzt.
Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen.
— Leo Tolstoi
Die Drei und die Sieben sind die beiden größten geistigen Zahlen.
— Honoré de Balzac
Der Mensch lebt durch Geradheit. Ohne sie lebt er von glücklichen Zufällen und vom Ausweichen
— Konfuzius
Vielleicht heißt "leiden" nichts anderes, als ein tieferes Leben führen.
— Alexandre Vinet
Kommt der Ruhm, so schwindet das Gedächtnis.
Ein Gedanke kann nicht erwachen, ohne andere zu wecken.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.
— Epiktet
Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.
— Albert Einstein
Wer sein eigener Lehrmeister sein will, hat einen Narren zum Schüler
Es ist wahr: Die Blumen können uns nicht ernähren, aber sie machen die Freude des Lebens aus.
— André Gide
Glück ist, auch das zu lieben, was man tun muss, und nicht nur das, was man tun will.
Abstrahieren heißt die Luft melken.
— Johann Peter Hebel
Es gibt nichts Beständigeres als die Unbeständigkeit.
— H. J. Christoph von Grimmelshausen
Keiner schmeichelt so wie das eigene Ich.
Die echte Freiheit ist nicht eine Freiheit von etwas, sondern eine Freiheit zu etwas.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Manche Art zu Leben gleicht dem Träumen. Man wacht auf und sieht, dass viel Zeit vergangen ist. Man versucht weiter zu träumen oder sein Leben sinnvoll zu gestalten.
— Else Pannek
Lieber ............ , du hast ganz Recht, die Menschen sind erbärmlich schlecht. Ein jeder scheint ein Bösewicht, nur du und ich natürlich nicht.
Reich ist, wer mit Freude leben kann.
— Else Pannek
Der ist ein guter Redner, der sich selbst überzeugt
Wer schweigt, gesteht.
Vertrauen ist der größte Ansporn, fehlt das, so fehlt alles. All diese Erfindungen zur Vernichtung des Menschengeschlechts finde ich scheußlich.
— Maria Theresia von Österreich
Der Körper ist an keiner Stelle ohne Seele, weil sie mit ihrer eigenen Wärme den ganzen Körper durchströmt.
— Hildegard von Bingen
Ein Gott, eine Frau, aber viele Freunde.
Schließ keinen Brief, den du nicht durchgelesen, noch trink Wasser, ohne es dir angesehen zu haben
Du kannst nicht Schlittschuhlaufen lernen, ohne dich lächerlich zu machen. Auch das Eis des Lebens ist glatt.
— George Bernard Shaw
Ein Feigling läßt niemals Gnade walten.
Besser der Teufel, den du kennst, als der Teufel, den du nicht kennst.
Die größte Liebe ist die der Mutter, dann kommt die des Hundes und dann die eines Schatzes.
Man verschlafe ruhig die Hälfte des Lebens - man wird die andere Hälfte doppelt genießen.
— Carl Ludwig Schleich
Der Träge sitzt, weiß nicht wo aus, und über ihm stürzt ein das Haus, mit frohen Segeln munter fährt der Frohe das Leben hinunter
— Ludwig Tieck
Das Leben ist zu kurz für die Glücklichen und zu lang für die Unglücklichen.
— Apollonius von Rhodos
Wer Tabak schnupft, sieht aus wie ein Schwein. Wer Tabak raucht, riecht wie ein Schwein. Wer Tabak kaut, ist ein Schwein.
— Germaine Madame de Stael
Alles Irdische ist vergänglich.
— Joseph Victor von Scheffel
Schweigen ist die unerträglichste Erwiderung.
— Gilbert Keith Chesterton