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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 36

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal über sein großes Elend hinweg.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Was unerreichbar ist, das rührt uns nicht! Doch was erreichbar, sei uns goldne Pflicht.

    Gottfried Keller

  3. Wo das Glück einmal einkehrt, da greift es leicht um sich.

    Gottfried Keller

  4. Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.

    Gottfried Keller

  5. Wer der Masse nachläuft, verspürt ihren Atem bald im Nacken

    Henry de Montherlant

  6. Wer nicht lieben kann, der versteht nicht menschlich zu leben.

    Johann Kaspar Lavater

  7. Es ist nicht die einfache Kreatur, die der Hilfe bedarf, sondern das Genie.

    Eleonora Duse

  8. Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.

    Demokrit

  9. Es gibt zwei Leute, die ich zufrieden stellen muß. Gott und Garfield. Mit Garfield muss ich hier leben, mit Gott im Jenseits.

    James A. Garfield

  10. Ist das Leben unglücklich, so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich, so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.

    Jean de la Bruyère

  11. Freiheit ist nicht ein Vorrecht, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die man erwerben muss.

    David Lloyd George

  12. Die reichste Empfindung des Lebens liegt im Atmen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  13. Auch der Zufall ist nicht unergründlich - er hat seine Regelmäßigkeit.

    Novalis

  14. Das Leben gleicht dem Feuer: Es beginnt mit Rauch und endigt mit Asche

  15. Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben.

    Christian Morgenstern

  16. Was ist des Menschen Leben? Ein Schwanken hierhin - dorthin - von Sorge zu Sorge. Ein Loch stopft man zu, - ein anderes ist gleich wieder da.

    Laurence Sterne

  17. Durch ein paar Züge aus dem Becher der Liebe hält uns die Natur für ein Leben voll Mühe schadlos.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus!

    Pindar

  19. Die Bekanntschaft mit einem einzigen guten Buch kann ein Leben ändern.

  20. Eine gesunde Seele kann nicht in einem trockenen Körper wohnen.

    Francois Rabelais

  21. Die leere Form ist nicht Schönheit, sie ist das Gewand der Schönheit.

    Romain Rolland

  22. Selig ist, wer sich verdrückt, wenn es was zu lernen gibt.

  23. Hast Sonne im Herzen und Pizza im Bauch, dann bist du glücklich und satt bist du auch.

  24. Wer jeden Tag nur Kuchen isst und Keks und Schokolade, der weiß ja nicht, wann Sonntag ist, und das ist wirklich schade.

  25. Stunden, wo der Unsinn waltet, sind so selten. Stört sie nie! Schöner Unsinn, glaubt mir Kinder, er gehört zu Poesie.

  26. Packt dich mal die Krise, dann ruf mich einfach an. Ich bin auch kein Riese, doch tu ich, was ich kann.

  27. Hurra, hurra, Papi wird heut 50 Jahr! Drum feier schön und sei recht heiter und vergiß nie: die Welt, sie dreht sich weiter!

  28. Bei all Deinen Sorgen merke Dir eins: Besser Du lebst fünf vor zwölf als eins nach keins.

  29. Das Leben sähe anders aus, wenn wir, statt über die Lieblosigkeit in der Welt zu klagen, etwas gegen die Lieblosigkeit in uns selbst tun würden.

    Rainer Haak

  30. Von folgendem Spruch mach gerne Gebrauch: Verspreche nichts, und das halte dann auch!

  31. Ein Kluger und ein Dummer machen mir keinen Kummer; aber die schlimmste Sorte von Leuten sind die Halbgescheiten.

  32. Das meiste im Leben ist schlecht, drum bin ich gar nicht froh; die Dunkelheit ist echt, das Licht aber scheint nur so.

  33. Ist die Zeit auch hingeflogen, die Erinnerung weicht nie; als ein lichter Regenbogen ruht auf trüben Wolken sie.

  34. Das Leben ist eine Hühnerleiter, von oben bis unten - ich weiß nicht weiter.

  35. Ob gut, ob schlecht das Jahr auch sei: ein bisschen Frühling ist immer dabei!

  36. Geh fröhlich hin durchs blumenreiche Leben und pflücke manche Blume dir. Nicht nur für bittren Gram hat Gott das Leben uns gegeben, nein, auch für Freuden sind wir hier.

  37. Ich wollt ein Sträußlein binden, da kam die dunkle Nacht. Kein Blümlein war zu finden. Sonst hätt ich's dir gebracht.

  38. Ich wollte gern ein Kränzlein binden, konnt aber keine Blumen finden. Der Schnee hat alles zugedeckt, und die Blümchen sind versteckt.

  39. Wie das Veilchen sei bescheiden, wie der Frühling reich an Freuden.

  40. Dem kleinen Veilchen gleich, das im Verborgenen blüht, sei immer fromm und gut, auch wenn dich niemand sieht.

  41. Das Veilchen am Bache, das Röslein am Strauch sind alle zwei herzig, und du bist es auch!

  42. Ein Blütenkranz ist unser Leben, wo Knospe sich an Knospe drängt, mit süßem Wohlgeruch umgeben. Doch, ach, zu oft mit Dornen untermengt.

  43. Kein Sternlein blinkt im Walde. Weiß weder Weg noch Ort: Die Blumen an der Halde, die Blumen in dem Walde, die blühn im Dunkeln fort.

    Theodor Storm

  44. Dein Album ist ein Blumengarten, drin blühen Blumen aller Arten. Ich stell in diesem Blumenflor im Herzen mir das Unkraut vor. Doch wenn die Rosen welkend fallen, gedenk des Unkrauts dann vor all …

  45. Tulpen, Nelken, Rosen, mach nicht in die Hosen. Du musst deine Ängste dämpfen und um deine Rechte kämpfen.

  46. Ein großes Reich und kleine Geister passen nicht zueinander

    Edmund Burke

  47. Das Denken ist der Prozess, durch den niedrige Instinkte verwandelt werden.

    Walter Rathenau

  48. Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten

    Marcel Proust

  49. Ein altes Wort bewährt sich leider auch an mir, daß Glück und Schönheit sich dauerhaft nicht vereint.

    Johann Wolfgang von Goethe

  50. Im Leben einer Frau zählt nur die Jugend.

    Henry de Montherlant

  51. Keiner will heute leben; keiner ist mit der gegenwärtigen Stunde zufrieden; alle finden, dass sie gar zu langsam vergeht.

    Jean-Jacques Rousseau

  52. Viele Werke der Alten sind Fragmente geworden. Viele Werke der Neueren sind es gleich bei der Entstehung.

    Friedrich von Schlegel

  53. Auch die gelesene Wahrheit muss man hinterher erst selber erfinden.

    Jean Paul

  54. Gerade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  55. Alle Wesen leben vom Lichte, jedes glückliche Geschöpf, die Pflanze selbst, kehrt freudig sich zum Licht.

    Friedrich von Schiller

  56. Ist die Viehzucht aufgegeben, heisst es von Touristen leben

  57. Wird der Knecht gehetzt von Doggen, muß er um sein Leben joggen!

  58. Das letzte Vergnügen im Leben ist das Bewußtsein, aus der Pflicht entlassen zu sein.

    William Hazlitt

  59. Niemand ist härter als die Sanftmütigen aus Berechnung.

    Marquis de Vauvenargues

  60. Es blüht ein Blümchen irgendwo, in einem stillen Tal, das schmeichelt Aug und Herz so froh wie Abendsonnenstrahl.

    Gottfried August Bürger