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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 41

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Aus Vertraulichkeit entsteht Verachtung

  2. Aus Weisheit platzt niemand

  3. Aus wem eine Kuh heranwächst, der muss schon früh ein Kalb sein.

  4. Ausruhen und Erfolg sind Kameraden

  5. Aussaat bei regnerischem Wetter - des Unkrauts Gedeihen

  6. Aussicht ist oft besser als Besitz.

  7. Sie ahnen nicht, wie zart und rein das Leben eines jungen Mädchens ist bis zur Zeit der ersten Liebe

    Jens Peter Jacobsen

  8. Wie Satz für die Suppe, so die Wahrheit fürs Gespräch.

  9. Wie schade, dass du nicht grau bist, sagte der Esel zum Rappen

  10. Wie Schaum entflieht des Lebens Traum

  11. Wie wild der Fluss auch ist, er fließt in seinen Ufern, wie zahlreich die Menschen auch sind, sie leben dennoch nach den Gesetzen.

  12. Die Liebe zu verlieren ist der einzige Verlust, den wir in diesem Leben fürchten müssen

  13. Unsere Kultur ist wirklich fortgeschritten, wir fressen einander nicht, wir schlachten uns bloß.

    Georg Christoph Lichtenberg

  14. Nicht wer alt ist, weiß viel, sondern wer viel herumgekommen ist.

  15. Dreck kannst du abwaschen, aber einen schlechten Menschen wirst du nie los

  16. Dreh das Wort dreimal im Munde um, bevor du es aussprichst

  17. Sonderbar, dass jeder seine Mitmenschen immer nur nach sich selbst beurteilt!

    Giacomo Leopardi

  18. Erntest du Früchte vom Baum, so gedenke auch dessen, der ihn gepflanzt hat.

  19. Im Alter ist Unabhängigkeit eine Form der Sklaverei.

    Giacomo Casanova

  20. Jedes Alter kann einen guten Gebrauch vom Leben machen, aber man kennt die Möglichkeiten nur, wenn man dieses Alter durchlebt hat.

    Sully Prudhomme

  21. Das Ideal ist nichts als die Wahrheit von weitem.

    Alphonse de Lamartine

  22. Klug ist jeder, der eine vorher, der andere nachher.

  23. Leidenschaften sind die Pferde am Wagen des Lebens; aber wir fahren nur gut, wenn Fuhrmann Vernunft die Zügel lenkt.

    Karl Julius Weber

  24. Angenehm wird die Mühsal für den, der sie wacker bestanden.

  25. Eine faule Junge und ein warmes Bett sind schwer zu trennen.

  26. Das Leben ist eine Krankheit, die tödlich endet

    Abraham Cowley

  27. Ein Grab ist doch immer die beste Befestigung wider die Stürme des Schicksals.

    Georg Christoph Lichtenberg

  28. Sobald eine Wahrheit aus mehr als fünf Zeilen besteht, nähert sie sich schon dem Roman

    Jules Renard

  29. Nichts existiert außer Atomen und leerem Raum. Alles andere ist nur Meinung.

    Demokrit

  30. Die Zukunft wird von der Gegenwart verfolgt

    Samuel Johnson

  31. Man versucht, von Weibern und von Fischen, das Mittelstück gern zu erwischen.

  32. Gerechtigkeit ist eine Maschine, die sich von selbst bewegt, sobald man sie einmal angestoßen hat.

    John Galsworthy

  33. Ein rechter Freund wiegt mehr als Gold.

  34. Ein rechter Kontrakt macht den Prozess nichtig.

  35. Ein Regen von Tränen ist notwendig für die Ernte des Lernens.

  36. Ein reicher Herr, eine reiche Gemeinde, ein armer Herr, eine arme Gemeinde

  37. Ein reicher Mann beginnt den Prozess, aber ein armer beendet ihn.

  38. Ein rennendes Pferd kann man nicht beschuhen.

  39. Ein ruhiges Gewissen schläft im Donner

  40. Das gesicherte Dasein ist eine Qual, wenn nicht eine Erfüllung dazu kommt.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  41. Jede wahre Kraft, der entgegengewirkt wird, verstärkt sich.

    Johann Heinrich Jung-Stilling

  42. Einen Pechvogel beißen die Hunde auch, wenn er auf einem Kamel sitzt.

  43. Der klügste Hund begreift nicht, warum die Ziege Kohl frisst.

  44. Die größte Liebe ist die der Mutter, dann kommt die des Hundes und dann die eines Schatzes.

  45. Vor dem Tee fehlt die Kraft zu Arbeiten... nach dem Tee die Lust!

  46. Vom Armen zum Reichen zwei Hände; vom Reichen zum Armen zwei Finger

  47. Mit einem zufriedenen Geist hast Du genug, um das Leben zu geniessen.

    Titus Maccius Plautus

  48. Unser Herrgott macht die Rechnungen nicht jeden Sonnabend

  49. Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe.

  50. Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie uns nicht auch noch auf.

  51. Erst der Tod un die letzten Minuten, Stunden und Jahre geben dem Leben Sinn.

    Leo Tolstoi

  52. Das Brot ernährt dich nicht. Was uns im Brote speist, ist Gottes ew'ges Wort, ist Leben und ist Geist.

    Angelus Silesius

  53. Das Gebrechen kommt kiloweise, und geht grammweise.

  54. Besser ein Nachbar über der Mauer als ein Bruder über der See.

  55. Ein lebendiger Esel ist wertvoller als ein toter Gelehrter.

  56. Mit einer Flasche und bei einem Mädchen zählt man die Stunden nicht

  57. Mische Tun und Nichtstun, und du verbringst dein Leben in Fröhlichkeit.

  58. Frauen und Wassermelonen sind Glückssache

  59. Das Leben ist wie ein geschicktes Zahnausziehen. Man denkt immer, das Eigentliche sollte erst kommen, bis man plötzlich sieht, das alles vorbei ist

    Otto von Bismarck

  60. Mein ganzes Leben über kannte ich keinen Menschen, der eines andern Unglück nicht mit wahrhaft christlicher Fassung ertragen hätte.

    Alexander Pope