1598 Sprüche — Seite 22
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Das Leben ist eine Kette von Vergessenheiten.
— Honoré de Balzac
Des Menschen Leben ist ein kurzes Blühen und ein langes Welken.
— Ludwig Uhland
Mache dich nicht so wichtig - es gibt größere Zwerge als du einer bist.
— John Knittel
Du kannst mit deinem Leben ein besseres Zeugnis ablegen als mit deinen Lippen.
— Oliver Goldsmith
Die Henne ist schlecht, die in deinem Hause frisst und in einem anderen ihre Eier legt.
Wer Bäume pflanzt, liebt sich und andere.
Was jedermanns Angelegenheit ist, geht keinen etwas an, ausgenommen die Journalisten.
— Joseph Pulitzer
Mit wem du gelacht hast, kannst du vielleicht vergessen, mit wem du geweint hast - nie.
Gott gibt jedem Vogel seine Nahrung, wirft sie ihm aber nicht ins Nest.
Schön ist, was ohne Interesse gefällt.
— Immanuel Kant
Der Historiker ist ein Reporter, der überall dort nicht dabei war, wo etwas passiert ist.
— William Somerset Maugham
Wer dankbar jeden Sonnenstrahl genießt, wird auch mit dem Schatten zu leben wissen.
Vernunft ist manchmal nur ein Alibi vielleicht weil man die letzten Horizonte sonst halt nie erreicht!
— Immanuel Kant
Ich hülle mich in meine Tugend ein. Das nenn ich leicht gekleidet sein.
— Johann Christoph Friedrich Haug
Ich prüfe jedes Angebot, denn es könnte die Chance meines Lebens sein!
— Henry Ford
Der Angeber kauft zuerst die Sporen und borgt dann ein Pferd
Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …
— Henry David Thoreau
Das Menschenleben ist eine ständige Schule.
— Gottfried Keller
Der Lebenskünstler weiss, dass es vor allem darauf ankommt, sich mit den richtigen Leuten zu vergleichen.
— Henrik Johan Ibsen
Das, was größer ist als wir, lehrt alle Lebewesen, was sie tun sollen. Wir sind wie die Blumen. Wir leben und wir sterben, und aus uns selbst heraus wissen wir nichts. Aber das, was größer ist als …