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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 11

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Der Mensch lebt durch Geradheit. Ohne sie lebt er von glücklichen Zufällen und vom Ausweichen

    Konfuzius

  2. Die Drei und die Sieben sind die beiden größten geistigen Zahlen.

    Honoré de Balzac

  3. Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen.

    Leo Tolstoi

  4. Pflanz einen Baum; und kannst du auch nicht ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt, bedenke, Freund: es haben unsere Ahnen, ehe sie dich kannten, auch für dich gepflanzt.

  5. Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, dass seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind.

    François de la Rochefoucauld

  6. Recht häuft sich nicht, wohl aber Unrecht.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  7. Auf fünfzig Ratgeber kommt ein Helfer.

  8. Das Glück ist blind, heißt es, aber diejenigen, die ihm hinterherlaufen, sind auch blind. So ist Fortuna denn die Blinde unter den Blinden.

    Christian Friedrich Hebbel

  9. Die wildesten Fohlen werden die besten Pferde.

  10. Ausgehungerte Wölfe heulen, satte Schweine schlafen

  11. Sehnsucht nach Licht ist des Lebens Gebot

    Henrik Johan Ibsen

  12. Mancher ist einem trotz seines Verdienstes zuwider, und mancher trotz seiner Fehler angenehm.

    François de la Rochefoucauld

  13. Wir spielen unsere Gedanken gegeneinander aus, in Wirklichkeit unsere Temperamente.

    Christian Morgenstern

  14. Wir kennen jeden, nur uns selbst kaum.

    Hugo Ball

  15. Was einem in den Schoß fällt, verliert man leicht

  16. Wenn man seine Gesundheit durch ein zügelloses Leben verdorben hat, will man sie durch Arzneimittel wiederherstellen.

    Jean-Jacques Rousseau

  17. Das Leben ist ein Paradies, und alle sind wir im Paradiese, wir wollen es nur nicht wahrhaben; wenn wir es aber wahrhaben wollten, so würden wir morgen im Paradiese sein

    Fjodor M. Dostojewski

  18. Es gibt keine Beschimpfung, die man nicht verzeiht, wenn man sich gerächt hat.

    Marquis de Vauvenargues

  19. Die gefährlichste Klippe im Leben eines Künstlers ist die Heirat, besonders eine so genannte glückliche Heirat.

    Anselm Feuerbach

  20. Der Ehrgeiz der alten Turmbauer von Babel war wohl begründet für diese Welt; es gibt nur zwei starke Überwinder der Vergesslichkeit der Menschen: die Dichtkunst und die Baukunst, und die letztere …

    John Ruskin

  21. Wovor ich mich am meisten fürchte, ist die Furcht.

    Michel de Montaigne

  22. Gott verspricht eine sichere Landung, aber keine ruhige Reise.

  23. Die Jahre lehren viel, was die Tage nicht wissen.

    Ralph Waldo Emerson

  24. Die Technik ist ein Hund.

  25. In Wahrheit spiegelt die Kunst den Zuschauer, nicht das Leben.

    Oscar Wilde

  26. Der Verkehr mit den großen Geistern der Vergangenheit durch ihre Bücher ist einer der edelsten Genüsse. Wir leben mit ihnen wie mit Freunden, wir bewundern und lieben sie, als wenn sie leibhaftig un …

    Gustav Freytag

  27. Die Liebe kommt auf leisen Sohlen, aber sie knallt mit den Türen, wenn sie weggeht

  28. Hüte dich vor leisen Hunden und stillen Wassern.

  29. Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.

    Albrecht Dürer

  30. Die Lust zur Lektüre bedeutet einen Austausch von langweiligen Stunden, wie man sie so oft im Leben hat, gegen köstliche Stunden.

    Charles-Louis de Montesquieu

  31. Humor ist der beste Schwimmring auf dem Strom des Lebens.

    Wilhelm Raabe

  32. Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. "Gut" leben ist soviel wie "edel und gerecht".

    Platon

  33. Wie schade, dass die Heilige Jungfrau sich nur herabläßt, Kindern und Narren zu erscheinen!

  34. Zwang ist ein Übel; aber es besteht kein Zwang, unter Zwang zu leben.

    Epikur

  35. Ein freundlicher Blick durchdringt die Düsternis wie ein Sonnenstrahl

    Albert Schweitzer

  36. Zu tausend Dingen bin ich ja nicht gekommen bei meinem sonderbaren Leben und hätte doch zu tausend Dingen Talent gehabt

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  37. Ein schönes Lied gleicht einem alten Freund: mit beiden erhöht sich die Stimmung und das Leben ist nochmal so leicht.

  38. Morgen ist immer der Tag, ab dem der Faule am meisten zu tun hat.

  39. Suche die Quelle, die immer wieder neue Lebenskraft schenken kann, sie entspringt tief in dir selbst.

    Klara Löwenstein

  40. Whisky: Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig

  41. Das Leben besteht im wesentlichen aus Glauben und Geduld. Wer diese besitzt, kommt zu einem herrlichen Ziel.

    Rudolf von Tavel

  42. Wir sind alle Blätter an einem Baum, keins dem andern ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.

    Gotthold Ephraim Lessing

  43. Leben ist ja doch des Lebens höchstes Ziel.

    Franz Grillparzer

  44. Alles, was existiert, muss einen Namen tragen. Was nicht benannt ist, existiert nicht für den Menschen.

    Oswald Spengler

  45. Das Leben eines Entwurzelten scheint mir viel weniger verächtlich, als das Leben eines Menschen, der sich der Tyrannei des Durchschnitts abfindet

    James Joyce

  46. Pessimisten sind die wahren Lebenskünstler, sie erleben dauernd angenehme Überraschungen.

    Marcel Proust

  47. Alles, was die Seele durcheinanderrüttelt, ist Glück

    Arthur Schnitzler

  48. Das Schöne, auch in der Kunst, ist ohne Scham nicht denkbar.

    Hugo von Hofmannsthal

  49. Die Wahrheit ist unterwegs und nichts kann sie aufhalten.

    Emile Zola

  50. Belaste dich nicht mit Hass. Er ist eine schwerere Bürde, als du denkst.

    Marie Marquise de Sévigné

  51. Bei zu viel Diskussion geht die Wahrheit unter.

  52. Mir kommt es immer vor, dass die Art- wie man die Ereignisse des Lebens nimmt - ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte als diese Ereignisse selbst.

    Wilhelm von Humboldt

  53. Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.

    Nicolaus Machiavelli

  54. Die Söhne essen das Obst, und ihre Väter gleiten auf den Schalen aus.

  55. Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  56. Es fliehen nicht alle, die den Rücken kehren.

    Christoph Lehmann

  57. Wahre Freude ist eine ernste Sache.

    Seneca

  58. Ein Fehler, der geleugnet wird, verdoppelt sich.

  59. Ein Teil des Lebens geht zu Grunde, so oft eine Stunde verschleudert wird.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  60. Wie die Ros' in deinem Haare, Mädchen, bist du bald verblüht; schönes Mädchen, ob bewahre vor dem Welken dein Gemüt!

    Nikolaus Lenau