
Zu tausend Dingen bin ich ja nicht gekommen bei meinem sonderbaren Leben und hätte doch zu tausend Dingen Talent gehabt
Bedeutung
Franziska Gräfin zu Reventlow, die deutsche Schriftstellerin und Bohemienne, formuliert in diesem selbstironischen Bekenntnis eine Erfahrung, die viele kennen: Man ist zu tausend Dingen nicht gekommen, weil man sich mit dem Wenigen beschäftigt hat, was wirklich interessierte. Das klingt wie Klage, ist aber auch Bekenntnis: Das Leben mit dem Besonderen, dem wirklich Eigenen zu verbringen, ist keine Verschwendung, auch wenn dabei vieles liegen bleibt. Reventlow, die ihr Leben gegen gesellschaftliche Konventionen lebte, wusste um diesen Preis.
Verwendung
Passend als Reventlow-Zitat in Texten über Lebensführung, Prioritäten und die Spannung zwischen dem Vielen und dem Eigenen sowie für Beiträge über Bohème, Selbstbestimmung und das Setzen von Prioritäten. Auch geeignet als persönliches, selbstironisches Wort in Reden über das Leben mit dem, was wirklich wichtig ist.
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Über Franziska Gräfin zu Reventlow
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1871 - 1918
Franziska Gräfin zu Reventlow (1871–1918) war eine deutsche Schriftstellerin, die als „Skandalgräfin" der Münchner Bohème und Autorin des Schlüsselromans „Herrn Dames Aufzeichnungen" (1913) Berühmtheit erlangte.
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