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Das Schöne, auch in der Kunst

Spruchbild: Das Schöne, auch in der Kunst,  ist ohne Scham nicht denkbar.

Das Schöne, auch in der Kunst, ist ohne Scham nicht denkbar.

Bedeutung

Hugo von Hofmannsthal, der Wiener Dichter und Librettist, formuliert in diesem Satz eine ästhetische Überzeugung über Schönheit und Scham: Das Schöne, auch in der Kunst, ist nur denkbar, wenn es ohne Scham ertragen und gezeigt wird. Das ist eine Aussage über die Offenheit, die Schönheit erfordert: Wer sich schämt, das Schöne zu zeigen oder zu empfangen, zerstört seine Wirkung. Hofmannsthal, der selbst ein großes Gespür für ästhetische Empfindlichkeit hatte, beschreibt damit eine Grundbedingung ästhetischer Erfahrung: Schönheit braucht die Bereitschaft zur Ungeschütztheit.

Verwendung

Passend als Hofmannsthal-Zitat in Texten über Schönheit, Scham und die Offenheit, die ästhetische Erfahrung erfordert sowie für Beiträge über Kunstphilosophie, Ästhetik und die Überzeugung, dass Scham das Erleben des Schönen verhindert. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Bedingungen echter ästhetischer Empfänglichkeit.

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Über Hugo von Hofmannsthal

Über den Autor

Schriftsteller und Dramatiker · Österreichisch · 1874 - 1929

Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) war ein österreichischer Lyriker, Dramatiker und Librettist, der als Mitbegründer der Salzburger Festspiele die Wiener Moderne mitgeprägt hat.

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Als Vertreter des Fin de Siècle verfasste Hofmannsthal bereits in jungen Jahren vielbeachtete Lyrik und Dramen. Er arbeitete eng mit dem Komponisten Richard Strauss zusammen und schrieb Libretti für Opern wie „Der Rosenkavalier" und „Elektra". Seine Gründungsbeteiligung an den Salzburger Festspielen 1920 sicherte ihm ein bleibendes kulturelles Erbe.

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