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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 28

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Solange wir leben, kämpfen wir, solange wir kämpfen, ist es ein Zeichen, dass wir nicht unterlegen sind und der gute Geist in uns wohnt. Und wenn dich der Tod nicht als Sieger antrifft, soll er …

    Augustinus

  2. Rastlos musst du weiter streben, nie ermüdet stille stehn; nur dann kann ich in Ruhe leben, sonst würden wir uns wiedersehen

    Theodor Storm

  3. Gesundheit und Verstand sind die zwei großen Gaben des Lebens.

    Menander

  4. Das Leben ist ein ewiges Werden. Sich für geworden halten, heißt sich töten.

    Christian Friedrich Hebbel

  5. Ich wünsche dir, dass du die Zeiten der Einsamkeit nicht als versäumtes Leben erfährst, sondern dass du beim Hineinhorchen in dich selbst noch Unerschlossenes in dir entdeckst.

  6. Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr Maß zu halten.

    Friedrich Nietzsche

  7. Man soll über die Liebe nicht sprechen sondern aus Liebe handeln, in Liebe leben.

  8. Für immer sucht vergebens, wer in seinem Herzen sucht.

    Bettina von Arnim

  9. Leg's dem Leben nicht zur Last, dünkt sein Wert dich Plunder! Wenn du Märchenaugen hast, ist die Welt voll Wunder.

  10. Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.

    Albert Einstein

  11. Unsere Zeit ist eine Zeit der Erfüllung, und Erfüllungen sind immer Enttäuschungen.

    Robert Musil

  12. Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt

    Oscar Wilde

  13. Optimisten wandeln auf der Wolke, unter der die anderen Trübsal blasen.

  14. Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und besten

    Jean Paul

  15. Man muss lange leben, um ein Mensch zu werden.

    Antoine de Saint-Exupéry

  16. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht

  17. Das Beste im Leben ist, Verständnis für alles Schöne zu haben.

    Menander

  18. Das ist ja wirklich allerhand: Ihr zwei steuert in den Ehestand. Verlobung heute feiert ihr und dazu gratulieren wir. Wir hoffen, es wird euch das Leben versüßen und wir dürfen euch bald als Brau …

  19. Vatersegen baut den Kindern Häuser, Mutterfluch reißt sie nieder.

  20. Brüder haben ein Geblüte, aber selten ein Gemüte.

  21. Was ist des Lebens höchste Lust? Die Liebe und der Wein.

    Joachim Perinet

  22. Wer sich nicht ändert, hat nicht gelebt.

  23. Viel Denken, nicht viel Wissen soll man pflegen.

    Demokrit

  24. Lege deinem Mitmenschen Steine in den Weg; er mag sich daraus etwas bauen

    Johann Wolfgang von Goethe

  25. Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.

    François de la Rochefoucauld

  26. Wenn du aber gar nichts hast, ach, so lasse dich begraben, denn ein Recht zum Leben', Lump, haben nur, die etwas haben.

    Christian Johann Heinrich Heine

  27. Man wird geboren, um für andere zu leben. Das ist der große Wucherprozeß der Natur, die für das klägliche Darlehen des Lebens, das sie gibt und immer zu bald zurückfordert, in Pflichten und Tätigkei …

    Hieronymus Lorm

  28. Die wichtigsten Dinge des Lebens spielen sich zwischen Anfang und Ende des Verdauungskanals ab.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  29. Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut.

    Pindar

  30. Greift nur hinein ins volle Menschenleben ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt und wo ihr's packt, da ist's interessant.

    Johann Wolfgang von Goethe

  31. Aufgeblasenheit ist der zuverlässigste Schwimmgürtel im Strom des Lebens

    Wilhelm Raabe

  32. Die Stunde ist kostbar. Warte nicht auf eine spätere, gelegenere Zeit.

    Katharina von Siena

  33. Das ist der Toren Torheit: Sie leben ohne Herzeleid.

    Mechthild von Magdeburg

  34. Man kann mit der Zunge lügen, aber nicht mit den Augen.

  35. Man kann nicht ohne Furcht sein, wenn man furchterregend aussieht.

    Epikur

  36. Glück ist, seinen Anlagen gemäß verbraucht zu werden.

    Frank Wedekind

  37. Welchen Sinn hat das Leben eines Menschen, der keine Zeit hat?

    Frank Wedekind

  38. Der Mensch ist geboren, um in ewig zappelnder Ruhelosigkeit oder in der tatenlosen Lethargie der Langeweile sein Leben zu verbringen.

    Voltaire

  39. Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht.

    Fritz Grünbaum

  40. Ich bin 50 Jahre, zu alt für eine Karriere, zu jung für die Rente und zu müde für eine Affäre.

  41. Das Leben ist nur ein Moment, genau wie der Tod.

    Antoine de Saint-Exupéry

  42. Wer ist blind? Der eine andere Welt nicht sehen kann. Wer ist stumm? Der zur rechten Zeit nichts Liebes sagen kann. Wer ist arm? Der von allzu heftigem Verlangen Gequälte. Wer ist reich? Dessen …

  43. Willst du in meinem Himmel mit mir leben? Sooft du kommst, er soll dir offen sein!

    Friedrich von Schiller

  44. Wir sind in diese Welt gekommen nicht nur, dass wir sie kennen, sondern dass wir sie bejahen

    Rabindranath Tagore

  45. Krone des Lebens, Glück ohne Ruh, Liebe bist du!

    Johann Wolfgang von Goethe

  46. Es ist schwer, den der uns bewundert, für einen Dummkopf zu halten.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  47. Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt

    Alfred Friedrich Delp

  48. Dein ist nichts als die Stunde, in der du lebst.

  49. Wir brauchen weniger Menschen, die nur über die Liebe reden, und mehr, die Liebe leben.

    Rainer Haak

  50. Doppelt lebt, wer auch Vergangenes genießt.

    Martial

  51. Tugend ist die Mitte zwischen den Fehlern.

    Horaz

  52. Die Tinte ist das fünfte Element und die Presse die Artillerie der Gedanken.

    Karl Julius Weber

  53. Das Leben leicht tragen und tief genießen, ist ja doch die Summe aller Weisheit.

    Wilhelm von Humboldt

  54. Es gibt nichts Wunderbares: Alles, was geschieht, was geschehen ist und was geschehen wird, geschieht, geschah und wird geschehen auf eine natürliche Weise.

    Georg Büchner

  55. Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastische Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.

    Carl Ludwig Schleich

  56. Der Mensch hat zwei Berufungen in sich: eine ruft zum Leben, die andere zum Tod.

    Hildegard von Bingen

  57. Eine Mühle, die nicht umgeht, ein Backofen, der nicht heizt und eine Mutter, die nicht gern daheim ist, sind unwert.

  58. Wer das Leben nicht schätzt, der verdient es nicht.

    Leonardo da Vinci

  59. Das ist schön bei uns Deutschen; keiner ist so verückt, dass er nicht einen noch Verückteren fände, der ihn versteht.

    Christian Johann Heinrich Heine

  60. Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.