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Denn wer begehrt, der fürchtet auch

Spruchbild: Denn wer begehrt, der fürchtet auch.  Und wer in Furcht lebt, ist für mich nicht frei.

Denn wer begehrt, der fürchtet auch. Und wer in Furcht lebt, ist für mich nicht frei.

Bedeutung

Horaz verbindet Begehren, Furcht und Freiheit. Wer stark begehrt, fürchtet zugleich Verlust, Nichterfüllung oder Abhängigkeit. In dieser Furcht ist er nicht frei, weil sein Inneres an das Begehrte gebunden bleibt. Der Satz zielt auf eine stoische Einsicht: Freiheit entsteht nicht nur durch äußere Möglichkeiten, sondern durch ein Verhältnis zu Wünschen, das den Menschen nicht beherrscht oder ängstigt und bindet innerlich dauerhaft an etwas Fremdes.

Verwendung

Passend für philosophische Texte, Selbstreflexion, Stoizismus, Suchtprävention oder Gespräche über Abhängigkeit von Zielen und Besitz. Der Spruch eignet sich, wenn Freiheit als innere Unabhängigkeit verstanden werden soll. Er wirkt besonders stark in ruhigen, nachdenklichen Kontexten über Wünsche, Angst und Selbstbeherrschung.

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Über Horaz

Über den Autor

Dichter · Römisch · 65 - 8 v. Chr.

Horaz (65–8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, war römischer Dichter der Augusteischen Zeit und zentrales Vorbild des englischen Klassizismus.

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Seine philosophischen Sentenzen – darunter „Carpe diem" – fanden bis in die Neuzeit weite Verbreitung und prägten Humanismus wie Klassizismus nachhaltig. Geboren in Venusia, starb er am 27. November 8 v. Chr., nur wenige Wochen nach seinem Gönner Maecenas.

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Quadratisches Spruchbild: Denn wer begehrt, der fürchtet auch.  Und wer in Furcht lebt, ist für mich nicht frei.

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