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August Sprüche

1878 Sprüche — Seite 9

  1. Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.

    Antoine de Rivarol

  2. Essen ist ein Bejdürfnis, geniessen eine Kunst

    François de la Rochefoucauld

  3. Mancher glaubt zu genießen, und schlingt doch nur.

  4. Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut. (21. Sept.)

  5. Wenn du zum Wort nicht ohne Not, nicht ohne Hunger greifst zum Brot, bringt dir dein Reden nicht Verdruss, nie Unbehagen dein Genuss.

    Friedrich Rückert

  6. Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist klar. (22. Sept.)

  7. Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an. (26. Sept.)

  8. Manch schöne Frau hat das Welken männlicher Liebe durch Ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewusst.

    Guy de Maupassant

  9. Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit. (04. Nov.)

  10. In den Tiefen des Winters erfuhr ich schließlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.

    Albert Camus

  11. Schafft Kathrein vor Frost sich Schutz, watet man lange draussen im Schmutz. (25. Nov.)

  12. Fortuna lächelt, doch sie mag nur ungern voll beglücken: Schenkt sie uns einen Sommertag, so schenkt sie uns auch Mücken.

    Wilhelm Busch

  13. Wer seine Kraft bewahren und seinen Geist ausruhen lassen kann, wird Nerven wie Stahl bekommen.

    Prentice Mulford

  14. Nur wer selber ruhig bleibt, kann zur Ruhestätte all dessen werden, was Ruhe sucht.

    Laotse

  15. Überlass der Nacht die Stimme, überlass ihr Rat und Heil!

    Plutarch

  16. Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solang ich ein Bett und ein Glas Tee habe.

    Theodor Fontane

  17. Erst am Abend erfährt der Mensch so recht, was ihn unter den Mühen des Tages aufrechterhalten hat.

    Wilhelm Raabe

  18. Bei der Muße soll nicht etwa träges Nichtstun locken, sondern das Erforschen und Auffinden der Wahrheit.

    Augustinus

  19. Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob dein Leben der Muße oder der Trägheit gehört.

    Seneca

  20. Das Glück ist eine Frage des Ausgeschlafenseins. Verschlafe, wenn du Talent hast, die volle Hälfte deines Lebens, du wirst dann die andere doppelt gelebt haben.

    Carl Ludwig Schleich

  21. Während ich mich an einem schwülen Tag auf den trägen Wassern des Sees treiben lasse, höre ich fast auf zu leben und fange an zu sein

    Henry David Thoreau

  22. Wenn es donnert an Kunigund, bleibt das Wetter lange bunt. (03. März)

  23. Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.

    Joseph Addison

  24. Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

    Marcus Tullius Cicero

  25. Wer an Christian säet Lein, bringt schönen Flachs in seinen Schrein. (03. April)

  26. Der heilige Ambrosius, schneit oft dem Bauern auf den Fuß. (04. April)

  27. Ein Müder kann sogar auf dem Misthaufen schlafen.

  28. Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir.

    Wilhelm Dilthey

  29. Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald der wächst.

  30. Wenn nur der Kutscher klar sieht, dann wird auch mit blinden Pferden das Ziel erreicht

    Johann Nepomuk Nestroy

  31. Wer den Baum nur als Brennholz wertet, hat keine Ahnung, was der Baum insgesamt ist.

    Rabindranath Tagore

  32. Vertreibt die Natur; sie kehrt im Galopp zurück.

    Philippe Destouches

  33. Aber unwillkürlich blickt der Mensch in die Zukunft, wie er, wenn er am Fenster steht, zum Himmel blickt, und wie an dem Wölkchen oder Gestirne auftauchen und dahin ziehen, so dämmern in ihr Bilder de …

    Ida Hahn - Hahn

  34. Nachdem ich die Naturvorgänge jahrelang beobachtet habe, kann ich das Dasein einer höchsten Intelligenz nicht bezweifeln.

    Thomas Alva Edison

  35. Willst den Nachbarn glücklich seh'n, darfst nicht in die Sonn' ihm steh'n.

  36. Hohle Köpfe klappern am meisten.

  37. Vergiss nicht, dass jede Wolke, so schwarz wie sie ist, dem Himmel zugewandt, doch ihre Sonnenseite hat

    Friedrich Wilhelm Weber

  38. Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste in der Natur. Aber ein Schilfrohr, das denkt.

    Blaise Pascal

  39. Sei wie der Bambus. Beuge und biege dich anmutig, und du wirst niemals brechen.

  40. Kleine Samen flach bedeckt, große Samen tief versteckt.